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Einmal mehr Verunsicherung für E-mail-Nutzer 22. Februar 1999
Gefälschte Handy-Warnung kursiert

In der Warnung wird vor einem Anruf einer Firma/Person auf das Handy des "Betroffenen" gewarnt, die dazu auffordert, im Rahmen eines "Tests" eine bestimmt Tastenkombination zu drücken. Angeblich sollen damit die Chipdaten des Handys übertragen werden und Fremde die Möglichkeit bekommen, auf Kosten des Angerufenen zu telefonieren. Daher solle man in diesem Fall schnell auflegen - und - dann kommt der Haken - die Warnung natürlich möglichst schnell verbreiten um Freunde und Bekannte mit Handys zu warnen.

Wie bei den sogenannten Email-Hoaxes, in denen vor dem Löschen der Festplatte beim Empfang von E-mails mit dem Betreff "Good Times" oder "Win a holiday" gewarnt wird, wird im Rahmen der "Handy-Warnung" mit einer seriösen Quelle versucht, der Email Glaubwürdigkeit zu verleihen: In diesem Fall muß eine Siemens-Niederlassung in Kiel herhalten, wo man natürlich von alldem nichts weiß.

Der Sinn dieser "Email-Warnungen" ist immer gleich: Man versucht, Unsicherheit zu stiften und die Empfänger zu massenhaften Weiterleitungen der Email zu animieren. Oft geraten dadurch die eigene Emailadresse oder gar firmeninterne Mailinglisten durch Weiterleitungen in fremde Hände und öffnen unerwünschter Emailwerbung Tür und Tor. Der "Weiterleiter" wird im Glauben gelassen, durch einen einfachen Mausklick den weiteren Empfängern einen Gefallen getan zu haben. Beliebt dafür sind insbesondere Adressen, mit denen man alle Mitarbeiter eines Unternehmens erreichen kann. Diese gefälschte Warnung sollte einfach ignoriert werden. Neu ist, daß im Rahmen dieser "Hoax" das Handy ins Spiel kommt, nachdem die meisten Internetnutzer über Email-Hoaxes nun Bescheid wissen.

Die rasante Verbreitung der Handy-Warnung ist somit garantiert - wir hoffen, Sie nun über den Sinn - oder eher Unsinn dieser Warnung aufgeklärt zu haben.

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