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| 13. April 1999 | |
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Web-Washer - Fluch oder oder Segen für
Internetnutzer?
(ck) Die Situation: Siemens entwickelte ein Programm, das die Übertragung und Anzeige von Werbebannern auf Internetseiten verhindert. Ebenso werden "Pop-Up Windows" unterdrückt, die zusätzliche Browserfenster - meist mit Werbeinhalt - öffnen. Der Nutzen: Da neben der Werbung auch speicherintensive, animierte Grafiken unterdrückt werden, muß der Internetnutzer nicht nur die ihm meist lästige Werbung nicht sehen, sondern spart auch die durch Werbebanner verlängerten Ladezeiten. Siemens gibt den Einspareffekt mit "bis zu 45 Prozent der Bandbreite an". Dies ist besonders für die Nutzer mit analogen Anschlüssen und/oder langsamen Internetprovidern interessant. Die Konsequenz: Kurz nach Veröffentlichung des Programms entbrannte in Fachmedien eine kontrovers geführte Diskussion über Bedeutung oder gar die Moral der Nutzung dieses Produkts. Das Online-Angebot von Focus wurde gar für einen ganzen Tag für die Nutzer des Web-Washers gesperrt. Die Positionen:Befürworter des Programms verweisen darauf, daß die zeit- und damit auch kostenintensiven Werbebanner die meisten Nutzer empfindlich stört und es jedermann freigestellt sei, diese zu unterdrücken. Gerne wurde auch darauf verwiesen, daß gerade das Internet als freies Medium keine Reglementierung oder gar einen moralischen "Werbe-Zwang" zulassen sollte. Kritiker konstatieren jedoch, daß Werbebanner meist die einzige Möglichkeit für Betreiber einer Internetseite sind, diese zu finanzieren - und mit einer Verbreitung des Programms auch Quantität und Qualität von Internetseiten sinkt. Lesen sie auch unseren Kommentar zum Thema. |
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