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Aktuelle Untersuchung: falsch verschickte Emails können ein Kündigungsgrund sein 6. Mai 1999
Argloser Umgang mit vertraulichen Informationen

(ots) Die Mehrzahl der Unternehmen geht völlig arglos mit Emails um, selbst wenn diese vertrauliche Informationen enthalten. Dieses Resumée ziehen die beiden führenden Anbieter von Sicherheitssoftware, Content Technologies Ltd (London) und The Bristol Group Deutschland GmbH (Mörfelden-Walldorf), aus einer aktuellen Untersuchung. Bei einer Umfrage unter 50 europäischen Unternehmen gaben 61 Prozent der kontaktierten Führungskräfte zu, schon mindestens einmal ein Email an die falsche Adresse geschickt zu haben. 73 Prozent der Befragten würden nach eigenen Angaben die Email-Anfrage eines Vorgesetzten mit einer direkten Rückmail beantworten, ohne die Adresse des Absenders zu überprüfen.

In den meisten Fällen ist der arglose Umgang mit Emailverkehr selbst bei groben Fehlern ohne Auswirkungen auf die eigene Karriere, hat die Content/Bristol-Untersuchung ergeben. Immerhin schildert der Bericht eine dramatische Ausnahme, bei der eine Angestellte die Email eines Kunden mit Kommentaren versah und statt an einen Kollegen versehentlich an den Kunden sandte. Der Kommentar führte nicht nur zum Verlust des Kunden für ihren Arbeitgeber, sondern auch zum Verlust des eigenen Arbeitsplatzes. "Je selbstverständlicher die Nutzung von Emails für die tägliche Kommunikation mit Kollegen und Geschäftspartnern wird, desto weniger kümmern sich die Unternehmen darum, wer welche Informationen an welche Empfänger sendet", wundert sich Susanne Daum, Geschäftsführerin der Bristol Group. "Bis es zu spät ist", fügt sie lakonisch hinzu. Content Technologies wurde 1995 damit beauftragt, die Netzwerksicherheit eines der 100 größten Unternehmen zu untersuchen. Mit nur einem einzigen Email gelang es Content, vertrauliche Firmendaten aus dem Konzern zu schleusen.

Daraufhin hat Content Technologies die bis dahin unbekannte Kategorie der Sicherheitssoftware zum Schutz gegen unerwünschte Inhalte aus der Taufe gehoben und sich als Marktführer auf diesem Sektor etabliert. In Deutschland wird Content durch The Bristol Group vertreten. The Bristol Group GmbH in Mörfelden-Walldorf bei Frankfurt am Main ist der führende Anbieter von Sicherheitslösungen für Netzwerke einschließlich Intranets und Extranets. Das Angebot reicht von Firewallsystemen über Datenzugriffsschutz, Antivirenprogramme und die Webserverüberwachung bis hin zu Sicherheitsschulungen. Die Lösungen werden über mehr als 60 Security-Partner im ganzen Bundesgebiet vertrieben. The Bristol Group unterhält Akademien für Netzwerksicherheit in Hamburg, Frankfurt und München.