Deutsch-Italienischer Freundeskreis
Bensheim-Riva del Garda

Venedig und das venezianische Riva del Garda

Eine achttägige Kulturreise des deutsch-italienischen Freundeskreises im Oktober 2009 - Seite 2

Steinerner Weg im Tal Santa Lucia

Anhand mehrerer Schautafeln längs eines Pfades im Tal Santa Lucia nördlich des Gardasees wird man durch Wort und Bild an ein einmaliges historisches Ereignis aus dem Jahre 1439 erinnert. Über einen steil abfallenden Hang musste seinerzeit eine umfangreiche venezianische Flotte von Galeeren und Barken, die schon von der Etsch kommend, einen gewaltigen Pass hinter sich hatten, mühsam einen weiteren steinernen Landweg abwärts wählen, um mit Hilfe von rollenden Baumstämmen bei Torbole an den Gardasee zu gelangen.

Die Region um den See wurde damals von den Mailänder Visconti beherrscht und war für die Venezianer wegen eines gewaltigen Bollwerks südlich des Sees auf dem Wasserwege nicht erreichbar . Nach anfänglichen Misserfolgen gewannen diese aber im folgenden Jahr die entscheidende Seeschlacht gegen die Viscontiflotte bei Riva und nahmen daraufhin die Stadt ein. Damit hatten die Venezianer die Herrschaft über den Gardasee gewonnen.

Heute ist der Weg hinab zum See zwar mühsam zu gehen, aber die Rivafreunde aus Bensheim erfreuten sich an der in zarte Farbtöne getauchten Landschaftsidylle. Grenzmauern, aus Naturstein geschichtet, links und rechts am Weg, mehrere Olivenbaumhaine mit sehr altem knorrigem Baumbestand, hoch droben die gewaltige Ruine der Burg von Penede und voraus ein herrlicher Blick durch Baumlücken hindurch auf die Dächer von Torbole und den dahinter befindlichen See im Dunstschleier, all das hatte zu einer anheimelnden Stimmung geführt.

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