Deutsch-Italienischer Freundeskreis
Bensheim-Riva del Garda

Warum ausgerechnet Riva Del Garda?

"La Montanara" das Lied der Berge und andere alpine Volksweisen, althergebrachte lokale Melodien, erklangen in dem Konzert des "Coro Lagolo", das am 5. September 1986 in Bensheim stattfand. Der Grund für die Einladung eines italienischen Bergsteigerchores waren drei Jubiläen: 25 Jahre italienische Einwanderung nach Deutschland, 15 Jahre Katholische Italienische Mission an der Bergstraße und 60 Jahre ADAC-Ortsclub Bensheim.

Riva Monte Brione

Der ADAC hatte die Vorbereitungen für das Konzert und die Unterbringung der Gäste aus dem Trentino übernommen. Auf dieses Jubiläumskonzert und die dabei aufkommende Begeisterung der Besucher und der Veranstalter folgte bei einem Gespräch danach auch die Frage nach einer Städtepartnerschaft mit einer Stadt im Süden. Bis zu diesem Zeitpunkt war Bensheim drei Partnerschaften mit Städten in Frankreich, England und Ungarn eingegangen.

Der Wunschgedanke war, möglichst eine Stadt zu finden, die den Bensheimer Ansprüchen gerecht werden könnte: Wasser, Berge, viel Natur, Kultur und eine gute, nicht zu strapaziöse Erreichbarkeit. Außerdem sollte die Verständigung nicht zu große Schwierigkeiten bereiten. Nach Zuhilfenahme einer Karte, persönlichen Erfahrungen und bei der Heimatverbundenheit des Gesprächspartners war es nicht schwierig, als Zielpunkt Riva del Garda auszumachen.

Riva bot als Stadt, kulturell und in seiner geographischen Lage die besten Voraussetzungen für die beabsichtigte Städtepartnerschaft. Ein nun folgender Brief an den damaligen Bürgermeister Enzo Bassetti hatte verständlicherweise noch den Charakter einer höflichen Anfrage.

Es dauerte schon eine geraume Zeit, bis endlich die ersehnte Antwort aus Riva kam. Der Bürgermeister gab zu verstehen, dass man sich bis dahin noch nicht mit dem Thema einer Städtepartnerschaft beschäftigt hatte, deswegen auch der Anfrage eine anfängliche Unschlüssigkeit entgegenbrachte. War es nun Absicht oder italienische Mentalität? Der Bürgermeister aus Riva holte sich Rat und Bestätigung bei einem persönlichen Besuch - inkognito- in der für ihn noch unbekannten Stadt an der Bergstraße. Anschließend gab er in seiner Antwort zu verstehen, dass er sich im Parlament und bei den zuständigen Gremien positiv für eine Verschwisterung mit Bensheim aussprechen und einsetzen werde.

Nach dieser erfreulichen Nachricht aus Riva konnte Don Luigi Franzoi am 18. August 1987 dem Bürgermeister der Stadt Bensheim die Anregung für eine Städtepartnerschaft mit der positiven Antwort seines Kollegen aus Riva weitergeben. Die Stadtverordnetenversammlung stimmte zu, und so konnten auf Einladung der Stadt Bensheim die ersten offiziellen Kontakte mit einer Delegation aus Riva in der Zeit vom 24. bis 26. April 1988 in Bensheim aufgenommnen werden. Im Juli 1988 fand ein Gegenbesuch in Riva statt. Die offizielle Verschwisterung wurde am 15. Oktober 1988 unter großer Beteiligung der Bensheimer Bevölkerung m Bürgerhaus in Bensheim gefeiert.

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