Pressespiegel

 

________________________________________________________________________________________________________________________________________

Mohács: Vorstand des Freundeskreises  komplett wiedergewählt

Alle Vereinsziele hundertprozentig umgesetzt

Bensheim. Auf ein erfolgreiches Jahr 2015  blickte der deutsch-ungarische Freundeskreis  Bensheim-Mohács bei seiner jetzigen  Jahreshauptversammlung zurück. Das abgelaufene Vereinsjahr sei gekennzeichnet gewesen von zahlreichen Aktivitäten,  auch im  28. Jahr des Bestehens der Städtepartnerschaft zwischen  Bensheim und Mohács, so der Freundeskreis-Vorsitzende Franz Müller  in seiner Begrüßung.  Besonders willkommen hieß er dabei  Stadtverordnetenvorsteherin Carola Heimann, die beiden Stadträte  Norbert Bauer  und Bernhard Wahlig, den früheren Ersten Kreisbeigeordneten Egon Straub und Ehrenmitglied Fred Stumpf.

In der sehr gut besuchten Jahreshauptversammlung erinnerte Müller  in seinem Jahresbericht an besondere Aktivitäten im Vereinsjahr 2015. Im Mittelpunkt stand  dabei  die Umsetzung der  Vereinsziele, nämlich  die Förderung der deutsch-ungarischen Freundschaft, die Pflege der Städtepartnerschaft zwischen den Städten Bensheim und Mohács,  die Betreuung von Gästen aus Mohács,  Besuchsfahrten nach Mohács,  Hilfestellung bei der Vorbereitung von Begegnungen  zwischen Vereinen und Gruppen in beiden Städten und die  Unterstützung sozialer Projekte in Mohács.

Der Vorsitzende erinnerte dabei an den 28. und 29.  Hilfstransport, die  im April und Juli  2015  in die Partnerstadt führten und insgesamt 20 Tonnen Hilfsgüter nach Mohács  brachten. Müller nannte weiter die Nikolausfahrt im Dezember, die schon lange Tradition hat und bei der die sieben Mohácser Kindergärten mit 601 Kindern beschenkt werden. Ebenso werden jedes Jahr Sach- und Geld-Spenden in  das Behindertenheim  gebracht. Außerdem wurde das Mohácser Krankenhaus mit Apnoe-Geräten und Atemmasken in Wert von 15.000 Euro bedacht.

Unterstützt wurden die Feier zum 25-jährigen Schüleraustauschprogramm zwischen der  Bensheimer Geschwister-Scholl-Schule und der Parkschule in Mohács sowie der  Freundschaftskampf einer Box-Staffel aus Mohács in Bensheim gegen die Bensheimer Boxer. Großen Anklang  fanden die Reise des Vereins  nach Budapest, Gödöllö, in die Puszta und nach Mohács im Mai sowie die Mehrtagesfahrt nach Berlin mit einem Besuch im Bundestag. Die traditionellen Veranstaltungen wie Sommerfest, Wildschweinessen, Teilnahme am Bürgerfest dienen  zum einen der Geselligkeit, aber auch und gerade,  so Müller, um Gewinne zu generieren, die allesamt nach Mohács fließen. Gestartet war man in das Jahr mit einer Wanderung, ebenso wurde das Vereinsjahr mit einer gemeinsamen Wanderung über den Bensheimer Hemsberg beendet.

Für den verhinderten Rechner Andreas Born beleuchtete zweiter Vorsitzender Reinhard Grohrock die finanzielle Situation des Vereins und nannte unter anderem die beiden Hilfstransporte, die Unterstützung der Kindergärten, des Behindertenheimes und des Obdachlosenheimes  in Mohács als die Faktoren, die die Vereinskasse am meisten belasten. Die Kassenprüfer Bernhard Wahlig und  Petra Mehl attestierten  eine sorgfältige und einwandfreie Kassenführung. Der Kassenwart sowie der gesamte Vorstand wurden von der Versammlung einstimmig entlastet.

Bei den  kompletten Neuwahlen, die Norbert Bauer als Wahlleiter  durchführte,  ergaben sich nur auf einer Position Veränderungen. Die seitherige Beisitzerin Angela Link schied auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand aus. Für sie wurde Karin Grohrock als Beisitzerin vorgeschlagen.   Da  der seitherige Vorstand sich wieder bereit erklärte für die jeweiligen Positionen zu kandidieren und   aus der Versammlung keine Gegenvorschläge kamen,  wurde der komplette Vorstand einzeln und einstimmig wiedergewählt.

Im Februar dieses Jahres  nahmen  34 Mitglieder des Freundeskreises an der Reise  nach Budapest, Esztergom, Szeged und Mohács zum berühmten Buschofest,  teil. Im  April steht die Tagesfahrt nach Frankfurt mit Besuch in der Paulskirche an, im Oktober ist eine fünftägige Reise nach Brüssel ins Europaparlament und nach Antwerpen geplant, zum Winzerfest kommt der Freundeskreis aus Mohács zum Besuch nach Bensheim.  Bürger- und Sommerfest (10. Juli) sowie das Wildschweinessen am 19. November gehören traditionell in den Jahreskalender des Freundeskreises. Der Vorsitzende gab abschließend noch einen kleinen Ausblick auf das Jahr 2017.  Dann besteht die Städtepartnerschaft zwischen Bensheim und Mohács 30 Jahre.                   mül

 

 

Der neue Vorstand des deutsch-ungarischen Freundeskreises Bensheim-Mohács. Unser Bild zeigt sitzend von links: Willi Schobel, Sigi Müller, Vorsitzender Franz Müller, zweiter Vorsitzender Reinhard Grohrock. Stehend von link: Walter Müller, Peter Hinkel, Albert Mehl, Karin Grohrock und Franz Herrmann.                                                                                                                Bild: Funck

 

 

Info-Box

Neuwahlen und Mitgliederstand

Bei den Neuwahlen ergaben sich folgende Ergebnisse (alle einstimmig): Vorsitzender: Franz Müller; Zweiter Vorsitzender: Reinhard Grohrock; Kassenwart:  Andreas Born:  Schriftführerin: Sigi Müller;

Pressewart: Sigi Müller; Beisitzer:  Wilhelm Gerhardt, Karin Grohrock, Albert Mehl und Willi Schobel.

Ferner gehören dem Vorstand als kooptierte Vorstandsmitglieder an: Franz Herrmann, Peter Hinkel und Walter Müller.  Als neue Kassenprüfer wurden  Bernhard Wahlig und Kurt Manich gewählt.

Durch Tod, aus Alters- beziehungsweise aus persönlichen Gründen haben   neun  Mitglieder den deutsch-ungarischen Freundeskreis Bensheim-Mohács  2015  verlassen.  Neu gewonnen werden konnten im  Jahr 2015 15 Mitglieder.  Von Januar 2016  bis jetzt sind  16 neue Mitglieder dem Freundeskreis beigetreten. Derzeit gehören 157 Mitglieder dem Freundeskreis an.

Geehrt wurden bei der Jahreshauptversammlung für 25-jährige Mitgliedschaft im Freundeskreis, Erika Lesch, Erika Rabe und Friedrich Roth.                                     mül

 

________________________________________________________________________________________________________________________________________

 

Freundeskreis Bensheim-Mohács: Budapest, Esztergom, Szeged und das Buschofest in Mohács

Eine Reise in die ungarische  Partnerstadt mit vielen Höhepunkten

Bensheim/Mohács. (mül)  Carola Heimann, die Bensheimer Stadtverordnetenvorsteherin,  fasste es nach sechs Tagen kurz und prägnant  in einem Satz zusammen:  „Es war eine phantastische Reise“ und  meinte damit, wie  die anderen  33 Teilnehmer auch,   die Visite  in der ungarischen Hauptstadt,  dem religiösen Zentrum der Magyaren, Esztergom, der Besuch der drittgrößten ungarischen Stadt Szeged sowie den Besuch in der Bensheimer Partnerstadt Mohács. 

In der Tat ließ  der Sechs-Tage-Trip kaum Wünsche offen, was nicht zuletzt dem Mohácser Kulturattaché und Cheforganisator Gyuri Lehel zu verdanken  war. Vor dem Budapester Flughafen wartete bereits der Reisebus, der die Bensheimer Gruppe   zum ungarischen  Parlament brachte. Das direkt am Donauufer gelegene 268m lange Gebäude, das dem britischen  nachempfunden ist und von 1885 bis 1904 errichtet wurde, ist eines der Wahrzeichen der Hauptstadt. Die Bensheimer Gruppe besichtigte nicht nur den Sitzungssaal, sondern auch den mittig angeordneten Kuppelsaal, in dem die  Stephanskrone mit den ungarischen Reichsinsignien aufbewahrt werden.  Insgesamt 700 Räume, 29 Treppenhäuser und 27 Eingänge zählt das imposante Gebäude.

Wenn man schon im altehrwürdigen  Hotel Gellert wohnt, gehört auch  ein  Schwimmbadbesuch im ebenso berühmten Gellertbad dazu. Am zweiten Tag stand eine Visite in der zweitgrößten Synagoge Europas in der Tabakgasse an, weshalb sie auch Tabaktempel genannt wird. 3000 Sitzplätze fasst die Große Synagoge,  deren Fassade dreigeteilt ist und von zwei vergoldeten kleinen runden Kuppeln und über 40 m hohen achteckigen Türmen begrenzt wird. 

Orgelkonzert in Esztergom

Ein weiterer Höhepunkt der Reise war der Besuch in   Esztergom. Die 30.000 Einwohner zählende Stadt ist das religiöse Zentrum des Landes. Die Basilika ist die größte Kirche Ungarns. In der „Kathedrale unserer lieben Frau“,  Sitz des römisch-katholischen Erzbistums,    wurde eigens für die Bensheimer Gruppe ein Orgelkonzert organisiert, gespielt vom berühmten Titularorganist Péter Kóvats. Zu hören war unter anderem  eine Passage aus der Krönungsmesse, die Franz Liszt eigens für die Einweihung der Kirche im Jahr 1856 komponiert und auch gespielt  hat. Die heutige Orgel umfasst elftausend Pfeifen,  147 Register, verteilt auf fünf Manualen. Nach diesem beeindruckenden Erlebnis ging die Fahrt zurück ins 60 Kilometer entfernte Budapest. Der Tag wurde auf der  Fischerbastei,  hoch über der Donau gelegen, beendet.   Hier genoss der deutsch-ungarische Freundeskreis Bensheim-Mohács nicht nur einen sensationellen Ausblick auf die Donau-Metropole mit dem beeindruckenden Parlamentsgebäude, hier präsentierte sich auch die hell angestrahlte Matthiaskirche  in ihrem  besonderem Glanz.

Beeindruckendes Panoramabild

Auf dem Weg nach Szeged wurde Station in  Òpusztaszer  gemacht, einem Freilichtmuseum, das vor allem mit seinem 120 m langen, 15 m hohen Panoramabild mit einem Durchmesser von 38 Metern besticht und   die Episoden der Landnahme  um 896 zeigt. Zwei Jahre lang, von 1892 bis 1894 arbeiteten Árpád Feszty,  La´szlo Mednyánsky sowie Pál Vágo an dem Panoramabild. Im Uhrzeigersinn kann der Besucher die einzelnen Szenen mit den dazu passenden Toneffekten beobachten, wobei die wichtigsten Episoden mit Lichtstrahlen beleuchtet werden.

Die 170.000 Einwohner zählende Stadt Szeged  an der Südgrenze des Landes, nahe Serbien und Rumänien, wurde mit einem fast dreistündigen Stadtrundgang „erobert“. Szeged ist die sonnenreichste Stadt Ungarns. Über 2000 Sonnenstunden pro Jahr haben der Stadt den Beinamen „Stadt des Sonnenscheins“ beschert. Aber nicht nur hier, die  komplette sechstägige  Reise  bescherte die Bensheimern strahlenden Sonnenschein.

100.000 Besucher beim Buschofest

Und schließlich wurde dann die Bensheimer Partnerstadt Mohács erreicht, rechtzeitig zum weltberühmten Buschofest, das seit 2009 zum immateriellen UNESCO-Weltkulturerbe gehört. 100.000 Besucher wurden am Buschiosonhntag in der Bensheimer Partnerstadt gezählt.  Bei bestem Frühlingswetter zogen die „Buschos“ durch die Straßen und Gassen der Stadt.

Die Bekleidung der Buschos hat sich seit  den Ursprüngen im 18. Jahrhundert wenig verändert. Sie tragen ein nach außen gekehrtes Schafsfell, eine Hose mit Strohfüllung und bunte, gestrickte Strümpfe. Das Fell ist mit einem Viehseil zusammengehalten, daran ist eine Viehglocke befestigt. In den Händen halten die Buschos Ratschen oder Holzkeulen. Die von den Buschos getragene, mit Tierblut rot gefärbte Holzmaske ist mit einer Schafsfellkapuze versehen.

Die furchterregenden, lärmenden Buschos beerdigen den Winter,  und  mit einem Feuer begrüßen sie den Frühling.    Das Brauchtum basiert auf Überlieferungen der kroatischen Minderheit und reicht in heidnische Zeiten zurück. Was die Bedeutung des Brauchs anbelangt, gibt es zwei Versionen: die eine spricht von kultischen Handlungen, die so,  wie bei anderen Faschingsbräuchen, der Austreibung des Winters dienen. Die andere Theorie geht auf die Angst vor den Osmanen zurück.

 Bei Mohács hat Ungarn einen der größten Schicksalsschläge seiner Geschichte erlitten: die Niederlage gegen die Türken auf dem Schlachtfeld von Mohács im Jahre 1526. Nach dieser verlorenen Schlacht begann in Ungarn die 150 Jahre währende Türkenherrschaft.  Erst danach waren sie wieder die Herren im eigenen Haus. Mit den furchterregenden Masken haben  die Männer von Mohács die Türken in Angst und Schrecken versetzt und somit vertrieben.

Alte Freundschaften vertieft

Natürlich wurden die Tage in Mophác auch genutzt, um alte Freundschaften zu vertiefen und neue zu knüpfen. Einmal bei der deutschen Selbstverwaltung  im  Haus der Donauschaben, wo die Bensheimer hervorragend verköstigt wurden, und zum  anderen beim dortigen Freundeskreis Mohács-Bensheim, die einen musikalischen  Abend  gestalteten, bei dem auch das berühmte Pörkölt,  das ungarischen Nationalgericht,  serviert wurde. Der dortige Vorsitzender Gyuri Werner überreichte dem Bensheimer Freundeskreis-Vorsitzenden Franz Müller und dem zweiten Vorsitzenden Reinhard Grohrock als Geschenk eine original Mohácser  Stadtfahne.

Mohács Bürgermeister József Széko hieß  die Bensheimer Gruppe  im Rathaus herzlich willkommen. Hier hatte Stadtverordnetenvorsteherin Carola Heimann auch Gelegenheit sich offiziell zu verabschieden, da ihre Amtszeit als höchste Repräsentantin  Bensheims im März endet und sie nicht mehr zur Verfügung steht. Heimann betonte, dass sie auch künftig Mohács besuchen werde, schließlich gehört sie dem Freundeskreis Bensheim-Mohács an und möchte sich auch in Zukunft mit  ihren  Mohacser Freunden austauschen.                              

 

 

 

Die Reisegruppe des deutsch-ungarischen Freundeskreises Bensheim-Mohács beim Besuch  zum Buschofest in der Partnerstadt zusammen mit zwei Buscho-Männern.          Bild: Müller

 

______________________________________________________________________________________

Freundeskreis Mohács: Rück- und Ausblick sowie eine Ehrung beim Neujahrsempfang

Der Buscho-Mann des Jahres  2016 heißt Reinhard Grohrock

Bensheim.  (mül)  Mit einem kleinen Sektempfang, einer Dia-Schau,  einem Rück- und Ausblick sowie einer Ehrung startete der deutsch-ungarische Freundeskreis Bensheim-Mohács mit einem Neujahrsempfang ins Neue Jahr. Gut 70 Mitglieder und Freunde waren in das Nebenzimmer des 1. Bensheimer Spielmanns- und Fanfarenzuges gekommen, darunter auch Stadtverordnetenvorsteherin Carola Heimann, Bensheims Ehrenbürgermeister Georg Stolle,  mit Bernhard Wahlig, Norbert Bauer und Andreas Born drei  Mitglieder des Magistrates,  der Sprecher der Bensheimer SPD-Stadtverordnetenfraktion, Philipp Thoma, Freundeskreis-Ehrenmitglied Fred Stumpf sowie eine Abordnung des Freundeskreises Bensheim-Hostinné.

Freundeskreis-Vorsitzender Franz Müller gig in seiner Ansprache auch auf die aktuelle Entwicklung in Deutschland ein. „Die Not der Welt ist  buchstäblich in unsere Häuser gekommen. Wir können von den 60 Millionen Menschen, die laut UNO zurzeit in der Welt unterwegs sind, nicht Abstand nehmen. Jeder einzelne von uns kann im Kleinen einen Beitrag leisten“, so Müller wörtlich.

Der Vorsitzende formulierte dabei den in letzter Zeit oft zitierten Satz „Wir schaffen das“ auf die Arbeit des Freundeskreises Bensheim-Mohács bezogen, etwas um in „Wir schaffen was. Heute und in Zukunft“ und erinnerte dabei an die Anfänge der Beziehungen zu Mohács seit 1987. Müller weiter: „Auch wenn wir mit großer Besorgnis auf die aktuelle politische Entwicklung Ungarns blicken, müssen wir uns um unsere Verbindungen und partnerschaftlichen Beziehungen zu Mohács keine Gedanken machen.“ Müller sage: „Wir setzen im Kleinen um, was die Europäische Union einst vorgegeben hat, nämlich: Frieden zu erreichen, Werte wie Menschenwürde, Freiheit, Demokratie, Gleichheit, Rechtsstaatlichkeit und die Wahrung der Menschenrechte einschließlich der Rechte der Personen, die Minderheiten angehören, zu achten. Aber auch das Recht auf eine geschützte Umwelt, die Achtung der kulturellen, sprachlichen und religiösen Vielfalt und ein harmonischer Ausgleich zwischen Tradition und Fortschritt sind für uns unverrückbare Bestandteile“.

In seiner Ansprache zitierte de Vorsitzende aus einem Brief der stellvertretenden Mohácser  Bürgermeisterin Erika Bodor-Kovacsne, die sich für die seit 29 Jahren organisierten Hilfstransporte nach Mohács  bedankt, die Jahr für Jahr für die Armen und Bedürftigen eine große Hilfe seien. Deshalb werde man auch in den kommenden Jahren Hilfsgüter in Bensheim sammeln und in die Partnerstadt schicken, man werde  auch 2016 Feste in Bensheim organisieren und die Erlöse daraus eins zu eins in die Kindergärten, ins Behinderten- und Obdachlosenheim nach Mohács bringen.

Stadtverordnetenvorsteherin Carola Heimann dankte dem Freundeskreis für die Hilfestellungen in der Partnerstadt. Sie selbst habe mehrmals  Mohács besucht  und sei jedes Mal von der Herzlichkeit der Menschen dort überwältigt gewesen. Heimann versprach sich auch nach ihrer Amtszeit als Stadtverordnetenvorsteherin für die Interessen der Mohácser Bürger einzusetzen.

Im Anschluss wurde der Buscho-Mann des Jahres 2016 gekürt, eine Ehrung die ab sofort jedes Jahr einem verdienten Vereinsmitglied zuteilwerden wird. Für das Jahr 2016 ist dies Reinhard Grohrock. In seiner Laudation sagte   Vorsitzender Franz Müller, Grohrock vertrete die Interessen des Vereins nicht nur erst seit seiner Tätigkeit als zweiter Vorsitzender.  Schon vorher  sei er  im Magistrat die Stimme des Vereins im städtischen Kollegialorgan gewesen.  Grohrock sprühe vor Ideen,  sei Takt- und Ratgeber des Freundeskreises und sei sich für keine Arbeit zu schade.  Bei Grohrock treffe der berühmte Kennedy-Satz, in etwas abgewandelter Form zu: „Frage nicht,  was Dein Verein für Dich  tun kann, frage, was Du für Deinen Verein tun kannst“. In diesem Sinne habe Grohrock die Auszeichnung samt Urkunde und Buscho-Plakette  voll und ganz verdient. In seinen Dank schloss Müller auch Grohrocks Ehefrau Karin ein, die nicht nur hinter Ihrem Mann stehe, sondern ihn bei der Vereinsarbeit tatkräftig unterstütze.

Im Rahmen des Neujahrsempfangs wurden viele Vereins-Ereignisse des vergangenen Jahres  mit einer Dia-Schau in Erinnerung gerufen, und,  positiver Nebeneffekt:  beim Neujahrsempfang konnten sechs neue Vereinsmitglieder gewonnen werden.       

                                                

 

 

Freundeskreis-Vorsitzender Franz Müller überreicht Reinhard Grohrock die Urkunde und Plakette zum Buscho-Mann des Jahres 2016. Neben Grohrock dessen Ehefrau Karin.  Im  Hintergrund ein Teil   des Mohács-Vorstandes, der Reinhard Grohrock zur Auszeichnung gratulierte.                       

 

______________________________________________________________________________________________________________________________________

Freundeskreis: Mohács-Freunde hatten zur Jahresabschlusswanderung eingeladen

Am „Blauen Türmchen“ mit Glühwein verwöhnt

Bensheim. (mül) Zunächst sah es so  gar nicht nach einem sonnigen Wintertag aus, als die 50 Wanderer, die der Einladung des deutsch-ungarischen Freundeskreises Bensheim-Mohács gefolgt waren, am Röderweg starteten, um über den Hohberg nach Zell zu marschieren. Vielmehr begleitete dichter Nebel  die von Winzermeisterin Christa Guth geführte Wanderschar.  Über die Straße „Auf der Schwell“ wurde in den Hohbergweg eingebogen. Nachdem die leichte Steigung gepackt war, gab die Winzermeisterin Erklärungen zur Weinlage „Streichling“, die  sich im Süden von der Mündung des Zeller Tales in Richtung Odenwald entlang des Bensheimer Stadtteiles Zell, erstreckt.  Etwa 115 Hektar umfasst   dieses Weinbaugebiet. Die Mohács-Freunde erfuhren  von der Wein-Fachfrau einiges über die Bodenbeschaffenheit der Weinlage, dass dort leichter, sandiger, grusiger humusschwacher Granitverwitterungsboden im oberen Hangbereich zu finden ist, im  Zeller Tal dagegen eher frische Lehmböden.

Christa Guth beantwortete viele Fragen des interessierten Publikums, ehe die Zwischenetappe, das „Blaue Türmchen“ erreicht wurde. Hier hatte der zweite Vorsitzende des Freundeskreises, Reinhard Grohrock, zusammen mit seiner Frau Karin, einen Glühweinstand aufgebaut, der eine willkommene Abwechslung darstellte und zusammen mit Laugengebäck gereicht wurde. Am südlichen Ende dieses Grundstücks „Kappelsgrund“ steht der  1910 von Heinrich Metzendorf entworfene quadratische Aussichtsturm mit Pyramidendach und einem Anbau mit Satteldach. Eine leicht verwitterte Sandsteinplatte an der Südseite trägt die Inschrift „Luginsland“, im Volksmund auch als „Ecktürmchen“ oder „Blaues Türmchen“ bezeichnet.  Die Anlage gehörte zu einem im 19. Jahrhundert angelegten Englischen Landschaftsgarten.

Und urplötzlich zeigte sich auch das Wetter von seiner besten Seite. Die Sonne lachte mit den Wanderern  um die Wette. Der Blick über die Weinberge ins Zeller Tal, in die Rheinebene bis zum Pfälzerwald,   lud viele Hobbyfotografen gerade dazu ein, mehrfach auf den Auslöser zu drücken, als sich die Nebelschwaden ins Tal gesenkt hatten  und ein atemberaubendes Panorama gestatteten.

Zwischen Lautertal und Zellertal, oberhalb des Baßmannparks, führte die Strecke, immer wieder  mit Zwischenstopps vor den verschiedenen Weinbergen mit fachkundigen Erklärungen, diesmal speziell zu der Rebsorte „Roter Riesling“,  zum Abschluss  in die Weinschänke Götzinger. Dort fanden sich noch weitere Mohács-Freunde, die an der Geselligkeit interessiert waren, ein.  Bei der Wanderung, an der nicht nur Mitglieder des deutsch-ungarischen Freundeskreises, sondern auch interessierte Gäste teilnahmen, konnte auch eine  kleine „Abordnung“ des deutsch-polnischen Freundeskreises Bensheim-Klodzko und Bensheim-Hostinee,   begrüßt werden.

 Freundeskreis-Vorsitzender Franz Müller bedankte sich bei der sachkundigen Wanderführerin Christa Guth mit einem Weinpräsent für die spannenden Informationen. Einig waren sich am Ende alle, dass  diese Wanderung in den Jahresterminkalender des Freundeskreises Bensheim-Mohács aufgenommen wird, beim nächsten Mal allerdings mit anderen Route und   anderem Ziel. 

  

 

____________________________________________________________________________________________________________________________________________________

 

Hilfstransport: Zum 29. Mal gehen tonnenweise Hilfsgüter in die ungarische Partnerstadt

Wieder riesige Spendenbereitschaft für Mohács

Bensheim. (mül) Knapp ein Jahr sammelten die Vorstandsmitglieder des deutsch-ungarischen Freundeskreises Bensheim-Mohács Hilfsgüter, die im ehemaligen Feuerwehrgerätehaus in Fehlheim  und in einer Halle in Schwanheim gelagert  wurden.  In dieser Woche  wurde der 29. Transport dieser Art auf die Reise  in  die ungarische Partnerstadt geschickt.

Am Dienstagvormittag kam ein großer Lkw aus Mohács, um die wertvollen  Kinderspielsachen,   gut erhaltene Kleidung  wie  Mäntel, Jacken,  Anoraks, Sommerkleidung, Hosen  für Erwachsene, Kinder und Jugendliche aufzunehmen. Ebenso nagelneue Arbeitsanzüge, Mützen, Pullover, Handtaschen, Damenrucksäcke.   massenweise Handtücher und noch nicht verwendete Betttücher wurden gesammelt, drei Wäschekörbe voller Schuhe, vier neuwertige Fahrräder, ein Hochbett, Rollatoren, Rollstühle, jede Menge Gehhilfen für das Altersheim und das Mohácser Krankenhaus, Elektronikartikel, zahlreiche Spiele und Sportgeräte   waren ebenso dabei.

Auch in diesem Jahr waren es wieder besonders viele Güter, die von Bensheimer Bürgern, von Bekannten und Verwandten gerne abgegeben wurden,  stellte der Vorstand des Freundeskreises fest.  Der Vorstand zeigte sich über die große Spendenfreudigkeit der Bensheimer Bürger hocherfreut und bedankt sich auf diesem Weg bei allen Spendern.

Der   deutsch-ungarische Freundeskreis Bensheim-Mohács übernahm die Transportkosten, die im vierstelligen Bereich lagen.  Dank der Spendenbereitschaft einiger Privatpersonen und zweier Institutionen konnte auch der zweite Transport in diesem Jahr gestemmt  werden. Drei Stunden  beluden Sigi Müller,  Reinhard Grohrock, Matthias Laux, Willi Schobel, Wilhelm Gerhardt, Bernhard Wahlig, Peter Hinkel und Franz Müller den Lkw in Schwanheim und Fehlheim, dann waren rund sieben    Tonnen Hilfsgüter verstaut.

Bereits Ende April 2015 konnte ein kleinerer Lkw, ein Fünf-Tonner auf die Reise in die Partnerstadt nach Südungarn geschickt werden. Damals bedankte sich   die Mohácser Vizebürgermeisterin Erika Bodor-Kovacs in einem Brief an den Vorsitzenden des Bensheimer  Freundeskreises  bei den Bensheimer Spendern und schrieb unter anderem: „ . . . die Spielzeuge und die Kinderkleider wurden unter den Kindergärten der Stadt verteilt, die Kleinen werden sie anlässlich des nahenden Kindertages erhalten. Die Betttücher und Handtücher wurden an das Pándy-Kálman-Heim und an das Sozialheim weitergegeben.  Die Mitarbeiter des Familienhilfsdienstes verteilen die in großer Menge vorhandene Erwachsenenkleidung unter den Bedürftigen der Stadt. Über den im Hilfstransport geschickten Fernseher und die diversen Elektronikartikel freuen sich jetzt die Bewohner des Obdachlosenheimes. Das Krankenhaus erhielt die therapeutische Geräte und Arbeitskleidung für Krankenschwestern, -pfleger und Ärzte. . . .“

Anfang Dezember fahren Vorstandsmitglieder zum letzten Mal für dieses Jahr nach Mohács, dann haben sie „lediglich“ Spielsachen für die Kindergärten, 250 Schokoladennikoläuse sowie einen Scheck für die vier Kindergärten und das Behindertenheim dabei und übergeben es anlässlich des Nikolaustages. Auch diese Fahrt findet heuer zum 28. Mal statt.            

 

                                             

 

 

Drei  Stunden beluden Mitglieder des Freundeskreis-Vorstandes einen Lkw, der eigens aus Mohács nach Bensheim kam. Dann konnten sieben   Tonnen Hilfsgüter auf die Reise mach Ungarn gehen. Bereits im April dieses Jahres wurden fünf Tonnen Hilfsgüter in die Partnerstadt geschickt.                       Bild: Müller

_____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________

 

GULASCHMOHACS270715

Freundeskreis: Sommerfest der Mohács-Freunde einmal mehr ein großer Erfolg 

90 Liter Kesselgulasch finden reißenden Absatz

Bensheim. (mül)  Man muss auch ein bisschen Glück haben,  bilanzierten am späten Sonntagabend der zweiter Vorsitzende des Freundeskreises Bensheim-Mohács, Reinhard Grohrock,  und die Vorstandsmitglieder Wilhelm Gerhardt, Willi Schobel und Albert Mehl, nach getaner Arbeit.  Und die Organisatoren des diesjährigen Sommerfestes, verbunden mit dem traditionellen Kesselgulaschessen,  hatten, was das  Wetter anbelangt, wirklich Glück. Die Wettermacher schlugen keine Kapriolen,  ganz im Gegenteil. Und dass sich die ungarische Gulaschsuppe inzwischen großer Beliebtheit erfreut,  hat sich nicht nur in Bensheim herumgesprochen. Und so waren kurz nach dem Startschuss um zwölf Uhr mittags, alle Plätze auf der Wiese auf dem Gelände der privilegierten Schützen Auerbach, am Schönberger Sportplatz,  komplett belegt, auch die schnell noch zusätzlich aufgestellten Tische und Bänke wurden sofort besetzt.

Das Helferteam hatte ganze Arbeit geleistet, die Suppe wurde bereits einen Tag vorher im Hof des Weingutes Mohr gemeinsam zubereitet, ganz einfach, weil dort größere Töpfe existieren als in einem Privathaushalt.  Immerhin wurden 24 Kilo Rind- und Schweinefleisch verarbeitet,  eine Unmenge frischer Paprika, Zwiebeln Karotten, Lauch und Kartoffeln, sowie die speziellen Ingredienzien aus Mohács und der Paprikastadt  Kalosca verarbeitet und ergaben rund 90 Liter Suppe. Dass viele Köche den Brei oder die Suppe verderben, wurde ad absurdum geführt, im Gegenteil,  es war ein Teamwork par excellence. Wobei das sogenannte starke Geschlecht eher niedere Dienste wie schälen, schneiden und hacken   zu absolvieren hatte, und das vermeintlich schwache Geschlecht mit Angela Link, Karin Grohrock und Sigi Müller die Kochlöffel schwangen,  die Feinjustierung vornahmen und   für den guten Geschmack verantwortlich zeichneten.

Und weil im vergangenen Jahr mancher Gast zu kurz, beziehungsweise zu spät zum Sommerfest kam, wurde diesmal mehr Gulaschsuppe gekocht. Der Vorsitzende des Freundeskreises, Franz Müller,  begrüßte unter den vielen Gästen Bensheims Stadtverordnetenvorsteherin Carola Heimann, Ersten Stadtrat Helmut Sachwitz, Stadtrat Adil Oyan, Bensheims Ehrenbürgermeister Georg Stolle, den früheren Kreisbeigeordneten Egon Straub, Magistrats- und Kreistagsmitglied Norbert Bauer, sowie die Magistratsmitglieder Hans Seibert und Bernhard Wahlig. Müller freute sich, dass am Sommerfest des deutsch-ungarischen Freundeskreises auch  Vertretungen der Freundeskreise Bensheim-Klodzko, Bensheim-Hostinné, Bensheim-Amersham und Bensheim-Riva teilnahmen.

 Schon bald dampften die Kessel über dem offenen Feuer, und das ungarische Nationalgericht konnte serviert werden.  Viele der Gäste, die sich am Sonntag das Gericht schmecken ließen, nahmen eine Portion mit nach Hause, und manche schrieben sich sogar das Rezept zum Nachkochen auf.

  Und was passt zu diesem deftigen Essen besonders dazu? Klar, ein kühles Blondes, aber auch ein leichter Sommerwein oder ein schwerer ungarischer Rotwein aus Mohács. Und weil Petrus anscheinend ein Mohács-Freund ist und die Sonne über dem Sommerfest lachte, fanden  auch antialkoholische Getränke viele Abnehmer. Am Nachmittag musste schon bald nach Eröffnung des  Kuchenbuffets Vollzug gemeldet werden, weil sich viele Kuchenfreunde nicht nur ihr Stück zum Kaffee sicherten, sondern auch eines für zu Hause kauften. Alle Kuchen und Torten wurden von Vereinsmitgliedern oder Mohács-Freunden gebacken und gespendet.

Übrigens: der Gesamterlös aus dem Sommerfest kommt bis auf den letzten Cent der Mohács-Hilfe zugute, deswegen haben auch alle Helfer ihre Getränke und ihr Essen selbst bezahlt.                                                                                         

Bildunterschrift

Die Bensheimer Stadtverordnetenvorsteherin Carola Heimann testet die  Gulaschsuppe  beim Freundeskreis  Bensheim-Mohács als Erste und erteilt ihr Bestnoten.   Bereits nach 90 Minuten sind die Kessel geleert, rund 180 Besucher haben sich das ungarische Nationalgericht schmecken lassen.  

 

__________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________

BERLINFAHRT180715

Freundeskreis Mohács: 44 Bensheimer und Heppenheimer absolvierten ein umfangreiches Bildungsprogramm

Die deutsche Hauptstadt war einmal mehr eine Reise wert

Bensheim.  Natürlich kam auch die Freizeit nicht zu kurz, schließlich kommt man nicht alle Tage in die Bundeshauptstadt und möchte dann auch das Flair dieser Metropole schnuppern. Allerdings mussten dafür die späten Abend- und frühen Nachtstunden genutzt werden, um die einst geteilte Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Tagsüber absolvierte die 44-köpfige Reisegruppe aus Bensheim und Heppenheim nach Berlin gereist war, ein umfangreiches Bildungsprogramm.

Gleich nach der Ankunft besuchte die Gruppe das   Stasi-Museum. Das  sich auf dem ehemaligen Gelände der Zentrale des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR befindet. Beeindruckend und bedrückend zugleich waren die Fakten in der einstigen Stasi-Zentrale.:  91 016 hauptamtliche Mitarbeiter und etwa 174 000 inoffizielle Mitarbeiter kontrollierten noch 1989 die etwa 16,4 Millionen damaligen DDR-Bürger. Die Bevölkerung der DDR war in den Augen der SED-Führung ein ständiges Sicherheitsrisiko für ihre diktatorische Machtausübung. Um Gesellschaft, Staat und Wirtschaft umfassend kontrollieren und sich mit Informationen versorgen zu können, die mangels freier Öffentlichkeit nicht verfügbar waren, schuf sich die SED-Führung, die sich permanent von inneren und äußeren Feinden bedroht sah, das Ministerium für Staatssicherheit, Erich Mielkes Domizil. Kernstück des historischen Ortes ist die in ihrem originalen Zustand erhaltene Büroetage Erich Mielkes. Die Räume dieser Etage wurden nach den Bedürfnissen Mielkes geplant. Die Funktion und Einrichtung der Räume blieb seit der Fertigstellung des Hauses im Jahr 1961 weitgehend unverändert.

Wer in Berlin weilt, muss den Reichstag gesehen haben und in der berühmten Kuppel gewesen sein. Klar, dass es auch hier eine Lehrstunde in deutscher Demokratie gab mit einem anschließendem Exkurs in die Politik, bei der es diesmal fast ausschließlich um das Thema Griechenland ging. Der parlamentarische Staatsekretär im Bundesfinanzministerium und Vertraute des deutschen Finanzministers, Dr. Michael Meister, berichtete seinen Gästen, alle aus seinem Bergsträßer Wahlkreis,  aktuell aus den gerade zu Ende gegangenen Verhandlungen  in Brüssel. Nachgeben oder zerbrechen - auf diese einfache Formel lässt sich das griechisch-europäische Dilemma reduzieren. Und nachgeben müssen in diesem zermürbenden Dauerstreit beide Seiten. Wenn aber die Sturheit siegt und sich Griechenland nicht mit seinen Geldgebern einigt, dann geht das Land bankrott. Der Pleite würde zwangsläufig der Grexit folgen, der Ausstieg Griechenlands aus dem Euro. Das wäre dann wohl der Anfang vom Ende eines geeinten Europas.

Viele in der Gruppe waren  anfangs der Meinung, lasst sie doch pleitegehen, die Griechen sind eh selber schuld. Dr. Meister verdeutlichte, dass  dieser Weg   zu einfach sei. Der Bankrott würde keinesfalls das Ende mit Schrecken bringen, nach dem der marode Euro-Staat in alter Schönheit erblüht. Eine Pleite würde die Lage Griechenlands eher verschlimmern - und seinen Problemen, die Europa in jedem Fall noch Jahre beschäftigen werden, neue hinzufügen. Eine Pleite Griechenlands wäre   die schlechtere Lösung. Weil kein anderer Financier für das Land zur Verfügung steht, müssen dies erst mal die Euro-Partner übernehmen. So abgesichert, können Griechenlands Politiker, Unternehmer und Arbeitnehmer endlich daran gehen, das Wirtschaftssystem grundlegend zu reformieren und wieder Wachstum zu schaffen - das sei  die beste Perspektive, für Griechenland und seine Euro-Partner, so Dr. Michael Meister abschließend. Im Anschluss traf man sich in der Kuppel des Reichstages und zum obligatorischen Gruppenbild.

 Am zweiten Tag erlebten die Mohács-Freunde bei der sechsstündigen Stadtrundfahrt und brillanten  Informationen des Berlin-Kenners Dieter Lockenvitz, dass die Stadt ständig ihr Gesicht verändert. Und das ist es auch, was den Reiz der Metropole ausmacht: Altes und Neues zu verbinden. Im  Stadtteil Köpenick   wandelten die Mitglieder  des deutsch-ungarischen Freundeskreises Bensheim-Mohács   auf den Spuren des Schusters Wilhelm Voigt. Im Rathaus von Köpenick wurden die Eskapaden des „Hauptmanns von Köpenick“,  die Carl Zuckmayer in  seiner Tragikomödie niederschrieb,  noch einmal nachvollzogen. Der Abschluss dieses Tages fand im Ratskeller statt.

Obligatorisch ist der Besuch beim „Alten Fritz“, auch wenn es diesmal nicht    auf Schloss Sanssouci ging. Nach einer Schlösser-Schifffahrt auf der Havel   war am Nachmittag Schloss Cecilienhof das Ziel. Jenes  Gebäude, das Wilhelm, Sohn des letzten deutschen Kaisers, und seiner Gemahlin Cecilie bis 1945 als Wohnstatt diente und danach Tagungsort der Potsdamer Konferenz vom 17. Juli bis 2. August 1945 war. Hier verhandelten Churchill, Truman und Stalin über die Neuordnung Europas und das künftige Schicksal Deutschlands. Im so genannten Potsdamer Abkommen wurde die Demokratisierung, Entmilitarisierung, Entnazifizierung, Dekartellisierung und Dezentralisierung Deutschlands festgelegt.                                                                                    mül

 

 

Mitglieder des deutsch-ungarischen Freundeskreises Bensheim-Mohács besuchten auf Einladung des Bergsträßer Bundestagsabgeordneten und parlamentarischen Finanzstaatssekretärs  Dr. Michael Meister die deutsche Hauptstadt und versammelten sich zum Gruppenbild auf der Kuppel des Reichstages.                                                                           Bild: Poor-Lattner

 

____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________

MOHACSREISE200515

Freundeskreis Bensheim-Mohács: Budapest, die Puszta  und Bensheims ungarische Partnerstadt besucht

Eine Reise mit vielen Höhepunkten

Bensheim/Mohács.  (mül) Christa Guth  fasste es nach sechs Tagen kurz und prägnant in einem Satz zusammen: „Es war eine phantastische Reise“ und meinte damit, wie  die anderen  25 Teilnehmer auch,   die Visite  in der ungarischen Hauptstadt sowie den Besuch in der Bensheimer Partnerstadt Mohács.  In der Tat ließ  der Sechs-Tage-Trip kaum Wünsche offen, was nicht zuletzt dem Mohácser Kulturattaché und Cheforganisator Gyuri Lehel zu verdanken  war. Vor dem Budapester Flughafen wartete bereits der Reisebus, der die Bensheimer Gruppe zur Fischerbastei hoch über der Donau brachte.  Hier genoss der deutsch-ungarische Freundeskreis Bensheim-Mohács nicht nur einen sensationellen Ausblick auf die Donau-Metropole mit dem beeindruckenden Parlamentsgebäude, hier vermittelte die kompetente Stadtführerin  kurzweilig und  spannend die Geschichte des Berges und der Stadt. Nach dem Besuch in der Matthiaskirche als Teil des UNESCO-Weltkulturerbes,  konnte noch rechtzeitig die Wachablösung vor dem Sandor-Palais auf dem Géllertberg, dem Sitz des Staatspräsidenten János Àder, mitverfolgt werden. Im Anschluss wurde der Markthalle mit seinen 180 Marktständen ein Besuch abgestattet. Hier konnte man sich an der Vielfalt der Obst-, Gemüse- und  Salami-Auslagen kaum satt sehen, dafür traten  die Bensheimer nach dem Mittagessen in der „Fakanal Etterem“, der Gaststätte der Halle, umso gestärkter die Stadtrundfahrt an.

Es war nicht übertrieben als die beiden Reiseteilnehmer Norbert Bauer und Egon Straub am Abend feststellten: „Budapest gehört zu den romantischsten und unterhaltsamsten Städten der Welt.  Das ‚Paris des Ostens‘ bietet großzügige Boulevards, Parks, Prachtstücke des Jugendstils, bunt bemalte Kirchen sowie  lebendige Restaurants und Cafés.“

Nicht nur für die weiblichen Teilnehmer war der Besuch im „Sissi-Schloss“ Gödöllö, dem größten Barockpalais Ungarns, einer der Höhepunkte. Hier wurden nicht nur die Sissi-Filme mit Romy Schneider und  Karlheinz Böhm wachgerufen, hier wurde, vor den Toren Budapests,  ebenfalls österreich-ungarische Geschichte vermittelt. Ein Highlight der Reise, und darin waren sich alle einig, war die abendliche Schifffahrt auf der Donau, vorbei an dem in sanftem Gold illuminierten 268 Meter langen Parlamentsgebäude, einem der Wahrzeichen der Stadt. Dass bei einem Aufenthalt im Land der Magyaren ein Puszta-Besuch nicht fehlen darf, versteht sich von selbst. Kutschfahrt, Vorführung der Pferdehirten mit dem berühmten „Puszta-Fünfer“, Csardas, Zigeunermusik und natürlich „pörkölt“, der original ungarische Gulasch,  das alles genossen die 26 Gäste aus Bensheim in der Puszta nahe  dem kleinen Städtchen Lajosmizse.

Ganz besonders herzlich war die Begrüßung in der Bensheimer Partnerstadt Mohács. Hier trafen beim ersten gemeinsamen Abendessen Freunde auf Freunde. Begrüßt wurde die Gästeschar von Vizebürgermeister Aron Cserdi. Zum Festbankett dazu gehört natürlich auch ungarische Folklore. Ein Stadtrundgang, eine Fahrt mit der Bimmelbahn  und ein Besuch auf dem samstäglichen Markt vermittelten den Mohács-Neulingen erste Eindrucke dieser bezaubernden  Stadt, für die „erfahreneren“  Mohács-Besucher ergeben sich aber immer wieder neue Erfahrungen.

 Besondere Eindrücke hinterließ im Beisein von Vizebürgermeisterin Erika  Bodor Kovács auch  der Besuch bei der deutschen Selbstverwaltung in Mohács. Schon die Jüngsten, kaum zehnjährig, trugen Lieder und Gedichte in deutscher Sprache vor. Die mittleren und älteren Semester  hatten sich beim Zubereiten eines typischen Abendessens selbst übertroffen. Wenn man  in Mohács weilt, gehört auch ein Abstecher in die europäische Kulturhauptstadt des Jahres 2010,  Pécs,  mit einer Besichtigung des neuen Zsolnay-Keramikmuseums,  dazu. Ein Abstecher in die  Szent Miklós Wassermühle, eine der ganz wenigen noch existierenden in Ungarn, rundeten das Programm ab.

Am Abend war die Bensheimer Besuchergruppe Gast des ungarisch-deutschen Freundeskreises Mohács-Bensheim. Im städtischen Weinberg konnte  Vorsitzender Gyuri Werner auch Bürgermeister József Szekó begrüßen. Der Vorstand des Bensheimer Freundeskreises  mit Franz Müller und Reinhard Grohrock nahm die Gelegenheit wahr und ehrte zwei langjährige, verdiente Mitglieder des ungarischen Vereins für ihr Engagement in Mohács und für Bensheim. Zum einen ist das Edit  Kolozsi,  die seit 27 Jahren Schriftführerin des ungarischen Freundeskreises ist und unzählige Male Gäste aus Bensheim bei sich aufgenommen hat. Zum anderen ist das  Kati Kolutácz, die Leiterin des Mohácser Behindertenheimes und Direktorin des Sozialheimes. Sie ist eine ausgewiesene Fachfrau im Bereich des Sozialen, deren Rat und Engagement heute noch bis hin zum Sozialministerium in Budapest geschätzt wird. Kati Kolutácz praktizierte Inklusion  in Mohács  schon als in Deutschland nur wenige mit dem Begriff etwas anfangen  konnten. Musikalisch umrahmt wurde der Abend von der  Dunakvinje Musikgruppe Mohács, die in Bensheim keine Unbekannte ist und bei vielen Auftritten, zuletzt beim Hessentag und beim 25-jährigen Jubiläum des Freundeskreises Bensheim-Mohács,  ihr Können unter Beweis stellte.

Zum Abschluss des Mohács-Besuchs empfing Bürgermeister Szekó die Gruppe noch im Rathaus, ein Besuch der Heldengedenkstätte Sátorhely schloss sich an, ehe es schon wieder Abschied nehmen hieß, allerdings mit der Gewissheit, dass die nächste Reise, dann  zum Busho-Fest im Februar 2016,  folgen wird.   

  

 

 

Der deutsch-ungarische Freundeskreis Bensheim-Mohács besuchte nicht nur die ungarische Partnerstadt Mohács, sondern stattete auch der Hauptstadt  Budapest einen zweitägigen Besuch ab. Unser Bild entstand vor dem Mohácser Rathaus.                                                                                                                    Bild: Müller

 

_____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________

GULASCH280714

Freundeskreis: Sommerfest der Mohács-Freunde einmal mehr ein großer Erfolg 

100 Liter Kesselgulasch finden reißenden Absatz

Bensheim. (mül) Man muss auch ein bisschen Glück haben,  bilanzierten am späten Sonntagabend der zweiter Vorsitzende des Freundeskreises Bensheim-Mohács, Reinhard Grohrock,  und Vorstandsmitglied Wilhelm Gerhardt, nach getaner Arbeit.  Und die Organisatoren des diesjährigen Sommerfestes, verbunden mit dem traditionellen Kesselgulaschessen,  hatten, was das  Wetter anbelangt, wirklich Glück. Die Wettermacher schlugen keine Kapriolen,  so wie eine Woche vor beim Freundeskreis Bensheim-Glatz/Klodzko, ganz im Gegenteil. Und dass sich die ungarische Gulaschsuppe inzwischen großer Beliebtheit erfreut,  hat sich nicht nur in Bensheim herumgesprochen. Und so waren kurz nach dem Starschuss um zwölf Uhr mittags, alle Plätze auf der Wiese auf dem Gelände der privilegierten Schützen Auerbach, am Schönberger Sportplatz komplett belegt, auch die eilig zusätzliche aufgestellten Tische und Bänke wurden sofort besetzt.

Das Helferteam hatte ganze Arbeit geleistet, die Suppe wurde bereits einen Tag vorher im Hof des Weingutes Mohr gemeinsam zubereitet, ganz einfach, weil dort größere Töpfe existieren als in einem Privathaushalt.  Immerhin wurden 22 Kilo Rind- und Schweinefleisch verarbeitet,  eine Unmenge frischer Paprika, Zwiebeln Karotten, Lauch und Kartoffeln, sowie die speziellen Ingredienzien aus Mohács und der Paprikastadt  Kalosca verarbeitet und ergaben rund 100 Liter Suppe. Dass viele Köche den Brei oder die Suppe verderben, wurde ad absurdum geführt, im Gegenteil,  es war ein Teamwork par excellence. Wobei das sogenannte starke Geschlecht eher niedere Dienste wie schälen, schneiden und hacken   zu absolvieren hatte, und das vermeintlich schwache Geschlecht mit Angela Link, Karin Grohrock und Sigi Müller, tatkräftig unterstützt von Ria Mohr, die Kochlöffel schwangen,  die Feinjustierung vornahmen und   für den guten Geschmack verantwortlich zeichneten.

Und weil im vergangenen Jahr mancher Gast zu kurz, beziehungsweise zu spät zum Sommerfest kam, wurde diesmal mehr Gulaschsuppe gekocht. Der Vorsitzende des Freundeskreises, Bernhard Wahlig, begrüßte unter den vielen Gästen Kreisbeigeordneten Mattias Schimpf, Bensheims Ehrenbürgermeister Georg Stolle, den künftigen Bürgermeister Rolf Richter, Stadtverordnetenvorsteherin Carola Heimann, deren Vorgänger Franz Treffert,   Magistrats- und Kreistagsmitglied Norbert Bauer, sowie Magistratsmitglied und Vorsitzender des Schützenvereins, Hans Seibert allesamt Stammgäste beim Sommerfest des Freundeskreises Bensheim-Mohács.

Schon bald dampften die Kessel über dem offenen Feuer, und das ungarische Nationalgericht konnte serviert werden.  Viele der Gäste, die sich am Sonntag das Gericht schmecken ließen, nahmen sogar eine Portion mit nach Hause, und manche schrieben sich sogar das Rezept zum Nachkochen auf. Großer Nachfrage erfreute sich die  von Franz Hermann zubereitete vegetarische Pilzgulaschsuppe, in Ungarn „Gombapörkölt“ genannt.

Schimpf und Stolle als Testesser

  Und was passt zu diesem deftigen Essen besonders dazu? Klar, ein kühles Blondes, aber auch ein leichter Sommerwein oder ein schwerer ungarischer Rotwein aus Mohács. Und weil auch Petrus anscheinend ein Mohács-Freund ist und die Sonne über dem Sommerfest lachte, fanden  auch antialkoholische Getränke viele Abnehmer. Am Nachmittag musste schon kurz nach Eröffnung des  Kuchenbuffets Vollzug gemeldet werden, weil sich viele Kuchenfreunde nicht nur ihr Stück zum Kaffee sicherten, sondern auch eines für zu Hause kauften. Alle Kuchen und Torten wurden von Vereinsmitgliedern oder Mohács-Freunden gespendet.

Übrigens: der Gesamterlös aus dem Sommerfest kommt bis auf den letzten Cent der Mohács-Hilfe zugute, deswegen haben auch alle Helfer ihre Getränke und ihr Essen selbst bezahlt. Und schließlich, auch das ist besonders erfreulich, waren  zwei Gäste angetan vom Fest und unterschrieben  spontan die Beitrittserklärung zum   deutsch-ungarischen Freundeskreis Bensheim-Mohács.    

 

 

 

Prominente Gäste beim Sommerfest und Gulaschsuppenessen  2014 des Freundeskreises Bensheim-Mohács. Unser Bild zeigt von links: Magistratsmitglied und Vorsitzender des Schützenvereins Auerbach, Hans Seibert, Stadtverordnetenvorsteherin Carola Heimann,  der künftige Bensheimer Bürgermeister Rolf Richter,  Bensheims Ehrenbürgermeister und Mohácser Ehrenbürger Georg Stolle sowie Landrat-Stellvertreter Matthias Schimpf.                                                                                                         Bild: Wahlig

 

 

___________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________

22. Mai 2014

Freundeskreis Bensheim-Mohács: Tagesausflug in den hessischen Landtag

Bensheimer verfolgen heftige Debatte um hessischen Straßenbau

Bensheim. (mül) Für viele Teilnehmer der diesjährigen Halbtagesfahrt des deutsch-ungarischen Freundeskreises Bensheim-Mohács nach Wiesbaden  war der Besuch im hessischen Landtag Neuland.  Einmal hautnah mitzuerleben, wie im Bundesland Hessen Landespolitik gemacht wird, beeindruckte die 50 Teilnehmer schon. So erlebte die Bensheimer Gruppe eine heftige Debatte, bei der es um zusätzliche Mittel für den Straßenbau ging.

Zunächst aber erlebte der Freundeskreis Bensheim-Mohács das Procedere, bis man überhaupt in den hessischen Landtag hineinkommt, das heißt mit der gleichen Sorgfalt  wie am Flughafen werden die Gäste kontrolliert und durchleuchtet. Die  Mitarbeiterin des Bergsträßer Landtagsabgeordneten Peter Stephan, Tina Köhler, begrüßte die Bensheimer Gruppe und führte sie in den Multimediaraum wo den Gästen zunächst in eine, gut 45-minütigen Vortrag die Arbeitsweise des Landtages näher gebracht wird.

Die Verfassung des Landes Hessen regle  Artikeln 75 bis 99 Aufgaben und Organisation des Landtags. Das Hessische Wahlsystem ist seit 1991 eine personalisierte Verhältniswahl mit geschlossenen Listen. Es gebe  – wie bei der Bundestagswahl zwei Stimmen: mit der Wahlkreisstimme  (= Erststimme) werden die Mandate nach relativer Mehrheitswahl in den 55 Wahlkreisen vergeben. Mit der Landesstimme (= Zweitstimme) wird über die Zahl der Sitze im Landtag entschieden, wobei die Erststimmen verrechnet werden.

Insgesamt besteht der Landtag aus  110 Sitzen. Die Dauer einer Legislaturperiode wurde durch einen Volksentscheid vom 22. September 2002 von vier auf fünf  Jahre erhöht. Der Sitz des Hessischen Landtags ist seit 1946 das ehemalige Stadtschloss der nassauischen Herzöge in Wiesbaden. Der alte Plenarsaal wurde 2004 abgerissen und durch einen Neubau ersetzt, der am 4. April 2008 eingeweiht wurde.

Im Anschluss an die einführenden Informationen wurde die Bensheimer Besuchergruppe auf die Zuschauertribüne im Plenarsaal geleitet und verfolgte von dort aus, für eine Stunde die Debatte. Dabei erfuhr man, dass Hessen kein zusätzliches Geld für den Straßenbau freigeben wird. Ein entsprechender Antrag der FDP scheiterte an diesem Nachmittag. Die Liberalen hatten die Regierung aufgefordert, die Sperre für die Mittel für den Landestraßenbau sowie die Planungsleistungen aufzuheben. Hintergrund für den Antrag war die Entscheidung von Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne), jedes dritte Straßenbauprojekt in Hessen wegen Geldmangels zu verschieben. Statt 200 Millionen Euro würden nur 158 Millionen Euro für die Straßenbauprojekte zur Verfügung stehen. Deshalb könnten nur 141 der 204 Vorhaben im Programm für 2013/2014 umgesetzt werden.

Al-Wazir hatte für den Geldmangel seinen Amtsvorgänger Florian Rentsch (FDP) verantwortlich gemacht. Den geltenden Doppelhaushalt 2013/14 hatte die CDU noch mit der FDP verabschiedet. Es sei nicht nachvollziehbar, dass die Kürzungen trotz Haushaltsverbesserungen nicht aufgehoben werden könnten, sagte Rentsch in der Debatte. Die Liberalen warfen der CDU eine Blockadehaltung vor. CDU und Grüne verteidigten die Finanzsperre: „Die neue Regierung gibt im Straßenbau keinen Euro weniger aus als die alte Regierung hätte ausgeben können“, sagte Finanzminister Thomas Schäfer (CDU).

Im Anschluss stand der Bergsträßer Landtagsabgeordnete Peter Stephan für eine Stunde den Besuchern aus seinem Wahlkreis kompetent Rede und Antwort. Der direkt gewählte Mörlenbacher ist  Mitglied  in den Ausschüssen für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, für   Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung und  im   Hauptausschuss. Außerdem ist er  Sprecher der CDU-Landtagsfraktion für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und Sprecher seiner Fraktion für Energie. Und so drehte sich die Diskussion denn auch um die Energiewende  und eine geordnete Regionalplanung  statt Wildwuchs und Mindestabstände von 1000m für Windenergie. Stephans Ziel ist, dass Bioenergie, Geothermie, Sonnenenergie und Holz zur Energiegewinnung stärker genutzt und Energiehöfe für alle regenerativen Energien gebaut werden. Nach der Fülle von Informationen beschloss der Freundeskreis Bensheim-Mohács den Landtagsbesuch in einem idyllischen Ausflugslokal in Flörsheim.          

 

 

Die diesjährige Halbtagesfahrt des  deutsch-ungarischen Freundeskreises Bensheim-Mohács führte in den hessischen Landtag nach Wiesbaden Unser Bild zeigt die Bensheimer Gruppe.

 

_____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________

Partnerschaft: Mohács ist  jetzt mit  sieben Partnerstädten verschwistert

Neue  Partnergemeinde heißt Sveti Filip i Jakov


Bensheim/Mohács. (mül)  Bensheims ungarische Partnerstadt Mohács hat zum Nepomukfest eine neue Partnerschaft mit einer Stadt in Kroatien geschlossen.  Sveti Filip i Jakov heißt die Gemeinde, die 25Kilometer südlich von Zadar in der Region Dalmatien  liegt.  Seit den 50er Jahren ist der Ort zu einem interessanten, abwechslungsreichen und entspannenden Reiseziel für sehr viele Touristen geworden.
Im Gespräch mit dem Bergsträßer Anzeiger sagte der Bürgermeister der neuen ungarischen  Partnergemeinde, Zoran Pelicaric, die offiziellen Kontakte mit Mohács  laufen seit zwei Jahren. Verbindungen zu   der Volks- und Trachtentanzgruppe Mohács bestünden allerdings schon seit vier Jahren. Bei den gegenseitigen Besuchen sei auch der Wunsch in beiden Rathäusern gereift eine Städtepartnerschaft einzugehen. Während es für Mohács bereits die siebte Partnerschaft ist, betritt Sveti Filip i Jakov städtepartnerschaftliches Neuland.

 Sowohl der Mohácser Bürgermeister Jószef Szekó als auch sein kroatischer Amtskollege Zoran Pelicaric betonten bei der feierlichen Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunden, dass nach den ersten offiziellen Treffen die Zusammenarbeit schnell erweitert und Verbindungen bereits vertieft worden seien. Zu der Delegation, die aus Sveti Filip i Jakov nach Südungarn  angereist war, gehörten neben dem Bürgermeister auch der Präsidnet des dortigen Tourismusverbandes, Ivan Eskihja und der Vorsitzende des Folkloreverbandes, Sv. Roko, Ivo Eskihja. Am 16. August, zum St. Roco-Fest in Sveti Filip i Jakov,  wird eine ungarische Delegation nach Kroatien in die 4600-Seelengemeinde reisen und die Partnerschaftsurkunde in der neuen Partnerstadt unterscheiben. Die Menschen in der neuen Partnerstadt leben hauptsächlich vom Tourismus und der Landwirtschaft.                                                                                         

Sveti Filip i Jakov

Besteht aus sechs Orten

(mül) Bensheims Partnerstadt Mohács ist verschwistert  mit  der kroatischen Stadt  Pélmonostor (seit 1986), mit Bensheim (1987), mit der rumänischen Stadt Aranyosgyéres (1990),  mit der französischen Stadt Wattrelos,   in der Nähe von Lille (1993), mit Siemianowice Slaski /Polen (1993), mit der türkischen Stadt Beykoz/Istanbul (2008) und seit dem 18. Mai 2014 mit Sveti Filip i Jakov.

Von Mohács bis Sveti Filip i Jakov sind es Luftlinie 324 Kilometer, mit dem Auto 628 Kilometer. Auf dem Straßenweg beträgt die Distanz von Bensheim nach Sveti Filip i Jakov 1200 Kilometer. Die Fahrzeit wird auf 10 Stunden, 55 Minuten geschätzt.

Die Gemeinde besteht aus den sechs Orten Donje Raštane, Gornje Raštane, Sikovo, Sveti Filip i Jakov, Sveti Petar na Moru und Turanj und und hat 4606 Einwohner, wovon allein 1667 im Hauptort Sveti Filip i Jakov leben.

Die Ortschaft trug in der Zeit, als es noch zu Jugoslawien gehörte, den Namen Filipjakov, um damit den religiösen Ursprung zu entfernen. Im 12. Jahrhundert wurde die kleine Kirche St. Philipp und Jakob (Sveti Filip i Jakov) zerstört. Von dieser Kirche erhielt der Ort seinen Namen.

Die Lage von Sveti Filip i Jakov mit seinen vielen Ferienhäusern, Ferienwohnungen und Hotels ist ein idealer Ausgangspunkt zu Ausflügen in die benachbarten National- und Naturparks, sowie zu den schönen Ortschaften und Städten in der Gegend. Der Flughafen Zadar liegt in unmittelbarer Nähe) und die gute Verkehranbindung, auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln, machen den Ort zu einem interessanten Urlaubsziel.                                         

 

 

Bei der Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde zwischen Mohács und Sveti Filip i Jakov, von links der Mohácser Bürgermeister Jószef Szekó, sein kroatischer Amtskollege Zoran Pelicaric, die für den ungarischen Tourismus zuständige Konsulin und der Vorsitzende  der Volks- und Trachtentanzgruppe  Sv. Roko, Ivo Eskihja.                                                                                       Bild: Müller

 

 

___________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________

24.Mai 2014

Freundeskreis Bensheim-Mohács: Beim diesjährigen Nepomukfest regnete  es ununterbrochen

Große ungarische  Delegation wird zum Hessentag erwartet

Bensheim/Mohács. (mül) Die Verantwortlichen in Bensheims ungarischer Partnerstadt Mohács sind auf alle Eventualitäten vorbereitet und  für alles gerüstet, doch was das Wetter anbelangt, sind auch sie machtlos. So geschehen am vergangenen Wochenende beim diesjährigen Nepomukfest. Es goss wie aus Kübeln, und das nicht nur ein paar Stunden, sondern während der  drei Tage, an denen das Fest veranstaltet werden sollte.  In diesem Jahr wurde es,  erst zum zweiten Mal in den letzten 30 Jahren, bis auf wenige Programmpunkte,  komplett abgesagt.

Selbstverständlich wurden die Delegationen aus den kroatischen,  französischen, rumänischen, und deutschen   Partnerstädten von Bürgermeister Jószef Szekó willkommen geheißen.  Die türkische Partnerstadt  Beykoz/Istanbul  sagte aufgrund des Grubenunglückes, das sich wenige Tage vorher in der türkischen Stadt Soma ereignet hatte, ab.  Die polnische Partnerstadt  Siemianowice Slaskie ist von finanziellen Sorgen geplagt und schickte keine Delegation. Ein ganz besonderer Gruß galt dem Ehepaar Sigi  und Franz  Müller aus Bensheim,  die  den Weg ins rund 1200 Kilometer entfernte Mohács angetreten hatten.

 Das imposante Feuerwerk, von der Fähre auf der Donau gezündet, konnte am Samstagabend noch  stattfinden, danach ging nichts mehr. Beim Nepomukfest wurde die Hauptzeremonie  zu Ehren des Schutzpatrons unter anderem gegen Wassergefahren, der Brücken, Schiffer und Flößer in diesem Jahr, aufgrund der „Sturzbäche von oben“, in  der gebotenen Kürze absolviert. Normalerweise findet an der Donau, vor dem Nepomuk-Denkmal,  eine Liturgie statt, zu der neben den beiden Stadtpfarrern und  der Bevölkerung auch hohe Würdenträger aus dem Bistum Pécs teilnehmen. In diesem Jahr wurde nur am Nepomuk-Denkmal am Donau-Ufer ein Kranz niedergelegt. Die Fähre, die sonst immer die Flussmitte passiert, um dann Strom aufwärts zu fahren, damit dann der Ehrenkranz dem Wasser übergeben werden kann,  ankerte heuer am Ufer. Von dort aus wurde der Kranz ins Wasser gesetzt.  Auch der berühmte Fischsuppen-Kochwettbewerb fiel buchstäblich ins Wasser.

So  konnten allerdings  Bürgermeister Szekó und Mitglieder des dortigen Stadtparlaments die Zeit intensiver nutzen,  mit den Vertretern  der Stadt Bensheim  zu sprechen.  Es  wurden letzte Programm-Absprachen getroffen,  wenn zwei jeweils rund 25-köpfige Delegationen aus Mohács nach Bensheim zum Hessentag reisen. Die offiziellen Vertreter aus der ungarischen Partnerstadt sind Bürgermeister Jószef Szekó mit seiner Frau, die stellvertretende Stadtdirektorin Dr.  Erzsébet Dókity   sowie  Kulturattaché  György Lehel. Ferner reist der dortige Freundeskreis Mohács-Bensheim, an der Spitze György Werner,  mit weiteren 22 Personen an, dazu kommen vier Musiker sowie  zwölf Tänzerinnen und Tänzer der Volks- und Trachtentanzgruppe, die mehrere Auftritte am ersten Hessentags-Wochenende haben. Ein Busho-Schnitzer wird demonstrieren, wie die weltberühmten Busho-Masken hergestellt werden,  Vertreterinnen des Mohácser Tourismusbüros, die während des Hessentages Rede und Antwort zu Mohács stehen, komplettieren die ungarische Gästegruppe. Mit dem Bürgermeister und dem dortigen Freundeskreisvorsitzenden wurde außerdem  über das 25-jähriige Jubiläum gesprochen, das der Bensheimer Freundeskreis im November begehen und zu dem ebenfalls eine Delegation aus der ungarischen Partnerstadt erwartet wird.                                                                                       

 

_________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________

9. April 2014

Freundeskreis: Die Wildschwein-Bratwurst war einmal mehr der Renner

Bilderabend: Mohács einst und jetzt 

Bensheim. (mül) Bensheimer Bürger, die schon längere Zeit nicht mehr zu Besuch  in der ungarischen Partnerstadt Mohács waren, staunten nicht schlecht beim traditionellen Dia-Abend des deutsch-ungarischen Freundeskreises Bensheim-Mohács am Wochenende im Dorfgemeinschaftshaus in Zell. Denn dabei wurden moderne Ansichten einer prosperierenden Stadt gezeigt.  Vorsitzender Bernhard Wahlig, die Vorstandsmitglieder Sigi Müller und  Andreas Born sowie Mitglied Hanne Gruß präsentierten Bilder, die bei den verschiedensten Festlichkeiten in Mohács aufgenommen wurden. Außerdem wurden Bilder gezeigt, die Mariechen Samstag, die Witwe des verstorbenen Hans Samstag,  dem Freundeskreis überlassen hat. Diese Bilder entstanden bereits kurz nach Beginn der Partnerschaft.  So könnte das Motto des Dia-Abends auch gelautet haben: „Mohács einst und jetzt.“

So wurde in den letzten 15 Jahren im Bereich der Infrastruktur der rund 25.000 Einwohner zählenden südungarischen Stadt Bemerkenswertes geschaffen.  Die historische >Innenstafdt wurde komplett restauriert, das Donau-Ufer wurde befesttigt, die sozialen Einrichtungen wurden modernisiert und erweitert und es wurden rund 500 neue Arbeitspäze geschaffen.. Das Schwimmbad wurde zu eimnem Erelbnsibad erweitert, das neue Museum   und das Busho-Zentrum wurden eingeweiht. Immerhin wurde das Bushofest, das jedes Jahr im Februar gefeiert wird und zu dem Tausende von Menschen, nicht nur aus Ungarn, nach Mohács kommen, im Jahre 2009  in die Liste der UNESCO-Weltkulturerben aufgenommen. Auch von diesem berühmten Bushofest wurden am Samstag zahlreiche Bilder gezeigt.

Nicht fehlen durfte das nicht minder bekannte Nepomuk-Fest, das alljährlich Mitte Mai gefeiert wird und das schon viele Bensheimer miterleben konnten. Am Samstagabend erkannten sich viele der Gäste  auf den Dias wieder. Für viele Gäste neu war wahrscheinlich das 2011 neu errichtete Besucherzentrum auf der Gedenkstätte Sátorhely auf dem Schlachtfeld bei Mohács, wo die Ungarn 1526 gegen die Türken rund 25.000 Männer, meist Bauern, verloren. Das neue Besucherzentrum ist der ungarischen Stephanskrone nachempfunden, das imposante Eingangstor soll die Gebeine der vielen Gefallenen symbolisieren. Allerdings sahen die Gäste auch viele Bilder  von Besuchen, von den traditionellen Hilfstransporten, die jedes Jahr zum Nikolaustag stattfinden.

Bevor jedoch die Diashow begann, stärkten sich die Mitglieder und Freunde  des deutsch-ungarischen Vereins, darunter auch Bensheims Ehrenbürgermeister und Mohácser Ehrenbürger Georg Stolle  an der berühmten Wildschwein-Bratwurst, die mit Sauerkraut gereicht wurde. Vorstandsmitglied Wilhelm Gerhardt hat nicht  nur das Wildschwein besorgt, sondern zusammen mit dem Metzger die Wildschwein-Bratwurst  „nach Jäger-Art“ produziert. Auch diesmal blieb die Rezeptur Gerhardts Geheimnis. Blieb den  Gästen nur die Chance, sich mit einer zweiten Wildschwein-Bratwurst  gütlich zu tun, und der Gewissheit, im nächsten Jahr wieder mit von der Partie zu sein. Darüber hinaus nutzten viele die Möglichkeit  und kauften den Gaumenschmaus  im Fünfer- oder Zehner-Pack zum Hausgebrauch.  Ein helles Blondes, ein ungarischer Rotwein oder ein Bensheimer Silvaner  rundeten das Mahl ab. So gestärkt konnte der Dia-Abend beginnen.

Am Ende dankte der Vorsitzende allen, die zum Gelingen des Abends beigetragen hatten, darunter Grillmeister Willi Schobel und Wilhelm Gerhardt sowie der „Versorgungsmannschaft“ Karin und Reinhard Grohrock, Sigi und Franz Müller sowie Andreas und Carina  Born.                                             

 

Reißenden Absatz fand beim diesjährigen Dia-Abend der Mohács-Freunde wieder die Wildschwein-Bratwurst.  Unser Bild entstand bei der Essenausgabe.                                                Bild: Müller

__________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________

9. April 2014

Jahreshauptversammlung:  Freundeskreis Bensheim-Mohács zog Bilanz und stellt Jahresprogramm vor

Fred Stumpf ausgezeichnet und zum Ehrenmitglied ernannt

Bensheim.  (mül)  Auf ein erfolgreiches Jahr 2013  blickte der deutsch-ungarische Freundeskreis  Bensheim-Mohács bei seiner jetzigen  Jahreshauptversammlung zurück. Das abgelaufene Vereinsjahr sei gekennzeichnet gewesen von zahlreichen Aktivitäten,  auch im  26. Jahr des Bestehens der Städtepartnerschaft zwischen  Bensheim und Mohács, so der Freundeskreis-Vorsitzende Bernhard Wahlig in seiner Begrüßung.  Besonders willkommen hieß er  Stadt- und Kreisrat  Norbert Bauer  sowie  die Ehrenstadträte  Reinhard Grohrock   und Wilhelm Gerhardt.

Im Mittelpunkt der diesjährigen Jahreshauptversammlung standen Neuwahlen, wobei sich bis auf einer Position keine Veränderungen ergaben. Alle Vorstandsmitglieder wurden ohne Gegenstimme in ihren Ämtern bestätigt.  Lediglich die  Position des Rechners musste  neu besetzt werden, da der seditherige Kassenwart, Fred Stumpf, der dieses Amt 19 Jahre begleitete, aus Altersgründen nicht mehr kandidierte. Für Stumpf wurde Andreas Born (Auerbach) gewählt.

Zunächst aber erinnerte Vorsitzender Wahlig an besondere Aktivitäten.  Im Mittelpunkt stand  dabei  die Umsetzung der  Vereinsziele, nämlich:  die Förderung der deutsch-ungarischen Freundschaft, die Pflege der Städtepartnerschaft zwischen den Städten Bensheim und Mohács,  die Betreuung von Gästen aus Mohács,  Besuchsfahrten nach Mohács,  Hilfestellung bei der Vorbereitung von Begegnungen  zwischen Vereinen und Gruppen in beiden Städten und die  Unterstützung sozialer Projekte in Mohács.

Wahlig erinnerte dabei an den 26. Hilfstransport, der  im Dezember  2013 in die Partnerstadt führte. Dabei wurden einmal mehr zehn Tonnen Hilfsgüter für die Kindergärtenm, für das Behinderten- und Altersheim übergeben. Wahlig: „Das ist schon beachtlich, was unserer Verein, dank der zahleichen Spenden unserer Mitglieder und Freunde gesammelt hat“.  Der Dank galt deshalb  allen Spendern aus Bensheim und Umgebung sowie der Sparkasse Bensheim und der GGEW.

Weitere   Ereignisse in diesem Jahr waren der  Bilderabend, verbunden mit einem Wildschwein-Bratwurstessen , das Sommerfest sowie der Vereinsausflug in die Brüder-Grimm-Stadt  Steinau an der Straße.  Zwischendurch hat soich der Verein beim  beim Bürgerfest in Bensheim mit  dem Ungarnstand engagiert. Auch hier geht der komplette Erlös in der Partnerstadt. Im Mai besuchte eine Bensheimer Delegation das Nepomukfest in Mohács, und schließlich hat sich das  Herbstfest, das auch als „Wildschweinessen“ bezeichnet wird, fest  etabliert. 

In seinem Ausblick auf dieses Jahr nannte Wahlig das  25-jährigen Bestehen des deutsch-ungarischen Freundeskreises Bensheim-Mohács, der am 3. April 1989 gegründet wurde.  Am Wochenende 7. bis 9.  November  2014  soll an die Gründung mit einem Festabend im Dorfgemeinschaftshaus Zell  erinnert werden. Zuvor wird in der  Hauptstelle der Sparkasse Bensheim eine Ausstellung zum Thema: Buschofest und Buschomasken des UNESCO-Weltkulturerbes aus Mohács eröffnet.

 Am kommenden Samstag, 29. März,  veranstaltet der Freundeskreis ab 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Zell einen  Dia-Abend, bei dem alte und neue Ansichten, sowie verschiedene Festivitäten  in  Mohács gezeigt werden. An diesem Abend steht auch wieder die Wildschwein-Bratwurst auf der Speisekarte. Am 22. Mai fährt der Freundeskreis nach Wiesbaden in den hessischen Landtag. Das Sommerfest mit der echt ungarischen Gulaschsuppe  findet  am  27. Juli auf dem   Vereinsgelände der privilegierten Schützen Auerbach im Schönberger Wald statt.  Am 17. Oktober veranstaltet  der Freundeskreis eine echt ungarische Weinprobe, wobei von einer Expertin Rot-  und Weißweine  aus verschiedenen Regionen Ungarns vorgestellt und kredenzt werden.  Nach dem Jubiläum im November  bildet dann das „Wildschweinessen“ am 13. Dezember,   sozusagen  zum Jahresausklang,  einen weiteren Höhepunkt im Vereinsjahr.

Der Kassenbericht, den Rechner Fred Stumpf letztmals gab, wurde von den anwesenden Mitgliedern sehr positiv aufgenommen und zeigte, dass Verein und  Rechner einmal mehr gut gewirtschaftet hatten.  Nach den Neuwahlen, die Stadt- und Kreisrat Norbert Bauer souverän leitete, wurde der langjährige Rechner Fred Stumpf für seine Verdienste zum Ehrenmitglied ernannt.

 Stumpf sei  als Kassenwart geradezu prädestiniert gewesen, war   er doch von Berufs wegen  als  Bankfachmann den sorgsamen Umgang mit Geld gewohnt, so Vorsitzender Wahlig in seiner Laudatio. Dank seines Geschicks konnte das Vermögen des Vereins gemehrt werden, was wiederum den Hilfsbedürftigen in Mohács zugute kam. Stumpf habe immer hinterfragt, für was Geld benötigt werde und sei nur dann „spendabel“ gewesen, wenn es  der Unterstützung der ungarischen Freunde gedient habe.  Für sein fast 20-jähriges Engagement habe der Vorstand einstimmig beschlossen Fred Stumpf zum Ehrenmitglied zu ernennen. Als äußeres Zeichen des Dankes für seine Arbeit überreichte Wahlig Fred Stumpf die Ehrenurkunde und einen Geschenkkorb.                             

Dem Vorstand  gehören an: Vorsitzender: Bernhard Wahlig;  Zweiter Vorsitzender: Reinhard Grohrock;  Kassenwart:  Andreas Born; Schriftführer: Franz Müller; Presswart: Sigi Müller; Beisitzer: Wilhelm Gerhardt, Angela Link, Albert Mehl, Willi Schobel; Kooptierter Beisitzer: Franz Herrmann.

 

 

Bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung des deutsch-ungarischen Freundeskreises Bensheim-Mohács wurde Fred Stumpf (Vierter von rechts) , der langjährige Kassenwart zum Ehrenmitglied ernannt. Unser Bild zeigt von links: Beisitzer Wilhelm Gerhardt, Beisitzer Albert Mehl, Beisitzerin Angela Link,  Bensheims Stadtverordnetenvorsteherin Carola Heimann,  Fred Stumpf,  zweiter Vorsitzender Reinhard Grohrock, Beisitzer Willi Schobel und Vorsitzender Bernhard Wahlig. Auf dem Bild fehlen Pressewartin Sigi Müller, Rechner Andreas Born und Schriftführer Franz Müller. Bild: Funck

 

 

__________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________

14. März 2014

Die Fahrt  geht in die hessische Landeshauptstadt

 

 

Bensheim. (mül) Der diesjährige Jahresausflug des Freundeskreises Bensheim-Mohács führt am Donnerstag, 22. Mai  in die hessische Landeshauptstadt nach Wiesbaden. Dort werden die Gruppe   den hessischen Landtag besuchen,   die Möglichkeit habenan einer Plenarsitzung teilzunehmen und  anschließend Gast des Bergsträßer Landtagsabgeordneten Peter Stephan sein.

Vorgesehen ist, dass sich die Teilnehmer am Busbahnhof in Bensheim treffen, wo pünktlich um 12 Uhr die Abfahrt mit dem Omnibus  nach Wiesbaden erfolgt. Wir müssen uns um 13.30 Uhr am Haupteingang des Landtages einfinden. (Bitte Personalausweis mitnehmen). Um 14 Uhr hören wir im Medienraum des Landtages einen Vortrag über die Arbeit des Landtages und der Landtagsabgeordneten.

Um 15 Uhr nehmen wir an der Plenarsitzung teil, die wir von den Besucherrängen verfolgen können. Gegen 16 Uhr werden wir vom Bergsträßer Landtagsabgeordneten Peter Stephan empfangen, der bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen für jeden Rede und Antwort seht und über seine Aufgabengebiete in seiner Fraktion berichten wird.   Im Anschluss lassen wir den Tag in einem  schönen Weinlokal, entweder im Rheingau oder in Rheinhessen,  ausklingen.

Bei der Jahreshauptversammlung am 20. März im Weingut Mohr können sich Interessenten für diese Fahrt anmelden.  Es wird darauf hingewiesen, dass zunächst die Mitglieder des Freundeskreises Vorrang haben. Sollten noch Plätze frei sein, wird die Fahrt in den Landtag auch für interessierte Nichtmitglieder freigegeben.

Weitere Informationen (u.a. Preis für die Busfahrt) werden ebenfalls bei der Jahreshauptversammlung mitgeteilt.

 

___________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________

14. März 2014

Freundeskreis: Mohács in alten und neuen Ansichten am 29. März

Beim Dia-Abend gibt es Wildschweinbratwurst

(mül) Zwar ist das neue Jahr  schon wieder ein paar Wochen alt, wir hoffen aber, dass Sie und Ihr es gut begonnen habt.  Der Vorstand des Freundeskreises Bensheim-Mohács war auch nicht untätig und hat das Programmangebot  für 2014 zusammengestellt. Wir glauben, dass es  informativ und abwechslungsreich ist, es  dürfte für jeden Geschmack etwas dabei sein.

 Beginnen wollen wir am  Samstag, 29. März, ab 19 Uhr mit einem Dia-Abend  im Dorfgemeinschaftshaus in Bensheim-Zell, bei dem alte und neue Ansichten aus Mohács sowie verschiedene Festivitäten wie Buscho- und Nepomukfest gezeigt werden. Zudem wurden uns alte Aufnahmen, die von Hans Samstag stammen, zur Verfügung gestellt, die wir ebenfalls eigen möchten.

Bevor wir die Aktivitäten Revue passieren lassen, wollen wir uns erst einmal stärken.  An diesem Abend wird angeboten:  Wildschweinbratwurst mit Sauerkraut und einem Brötchen zum Preis von 3,50 Euro. Das Wildschwein wurde im Bensheimer  Forst   von unserem Vorstandsmitglied Wilhelm Gerhardt erlegt, der Metzger hat die Bratwürste  nach einem Spezialrezept Wilhelm Gerhardts hergestellt. So viel sei verraten: die Vorkoster waren sehr  begeistert.

Wer zum Dia-Abend inklusive Wildschweinbratwurst-Essen kommen möchte,  wird gebeten,  sich wegen einer besseren Planung  bis spätestens  22. März bei Bernhard Wahlig, Telefon: 06251/936890,  oder Reinhard Grohrock, Telefon: 06251/3660,  anzumelden.

 

____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________

14. März 2014

Geburtstag: Das  frühere Bensheimer Magistratsmitglied  Wilhelm Gerhardt feierte am 1. März  80 . Geburtstag

Sein Rat und seine Hilfe sind  nach wie vor gefragt

Bensheim. (mül) Er drängt sich nicht vor und steht nicht gerne in der ersten Reihe.  Wenn sein Rat allerdings gefragt ist und seine Hilfe gebraucht wird, und das ist oft der Fall, dann ist auf ihn hundertprozentig Verlass, dann hat man in Wilhelm Gerhardt  einen verlässlichen Partner, einen Macher, der anpackt,  das Problem sofort erkennt und es behebt.  Am   Samstag, 1. März, beging  Wilhelm Gerhardt -  körperlich und geistig topfit -  seinen 80. Geburtstag.

Ursprünglich wollte er heute  weg von Bensheim sein und den Ehrentag im Allgäu verbringen. Er wollte kein Aufsehen und kein Aufhebens machen. Zum Glück hat er auch einmal   auf den Rat seines großen Freundeskreises gehört.  Denn viele Menschen  wollen dem Jubilar zumindest die Hand drücken und Dank sagen für seine  jahrzehntelange Hilfsbereitschaft in den unterschiedlichsten Bereichen.

Wilhelm Gerhardts Wiege stand in Hochstädten, wo er am 1. März 1934 zur Welt kam. Schon bald zogen seine Eltern nach Auerbach, wo er auch heute noch wohnt. Die meiste  Zeit   verbrachte er als Kind  jedoch  bei den Großeltern in Hochstädten. Nach der Grundschule in Auerbach ging er auf das Alte Kurfürstliche Gymnasium, das er allerdings nach zwei Jahren wieder verlassen musste. Der Vater war 1946 gestorben,  und die Mutter konnte das Schulgeld, das damals dem Wochenlohn eines Arbeiters entsprach, nicht mehr aufbringen.  Gerhardt  machte seinen Schulabschluss an der Schlossbergschule und ging danach  in die Lehre  bei den Metallwerken in Auerbach. Hier arbeitete er 30 Jahre, legte bereits 1959 die Meisterprüfung ab und bildete sich in zahlreichen Kursen und Lehrgängen weiter.  

1978 sah er eine neue Herausforderung, als in der Behindertenwerkstatt in Auerbach ein zupackender Mann gesucht wurde.  Schnell  war Wilhelm Gerhardt für den gesamten technischen Bereich,    die  Entwicklung und Arbeitsbeschaffung,  zuständig. Er  brachte neue Ideen ein, die nicht nur den behinderten Menschen in der Werkstatt zugute kamen, sondern  darüber hinaus auch die Gewinne der Behindertenwerkstatt steigerten. 1997 ging Wilhelm  Gerhardt in  den verdienten Ruhestand. Längst hatte  er sich zusammen mit seiner Mutter ein schmuckes Eigenheim gebaut, in dem er heute noch mit seiner Lebenspartnerin  Inge Raulin wohnt.

Ab 1972 engagierte sich Gerhardt im Ortsbeirat Auerbach. Als er in den CDU-Vorstand gewählt werden sollte,  stellte er fest, dass er noch gar kein Parteimitglied war.  Später war sein Rat auch im Bensheimer Magistrat gefragt, dem er 16 Jahre angehörte.  Er erinnert sich heute noch gerne an   die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem damaligen Bürgermeister Georg Stolle.  Stolle sei es auch gewesen, der dem heutigen Bundestagsabgeordneten und parlamentarischen  Staatssekretär im Bundesfinanzministerium,  Dr. Michael Meister,  als Nachfolger des früh verstorbenen Dr. Franz-Hermann Kappes, mit auf den  politischen  Weg half.

Als Mitglied im Magistrat war Wilhelm Gerhardt das Bindeglied zwischen der Politik zur neuen ungarischen Partnerstadt Mohács, aus der damals persönliche Freundschaften  entstanden, die heute noch intensiver  sind als je zuvor. Klar dass sich Wilhelm Gerhardt bis dato im Vorstand des  deutsch-ungarischen Freundeskreises  Bensheim-Mohács engagiert, wo er unverzichtbar ist.  Er hört es zwar nicht gerne, Fakt ist aber, dass Gerhardt Enormes,  gerade im Bereich der Lebenshilfe Bensheim   und Behindertenhilfe in Mohács bewegte.

Sein großes Hobby ist die  Jagd.  Und so vergeht kein Tag, an dem er nicht in „seinem   Revier“ ist  und als Heger und Pfleger nach dem Rechten schaut.  Er ist sich bewusst, dass die Hege und die Erhaltung der Natur, gerade in der heutigen Zeit,  eine wichtige Rolle spielen.  Gerhardt gehört darüber hinaus dem Verein der privilegierten Schützen Auerbach an, dessen Vorsitzender er 32 Jahre lang war.  In dieser Zeit entstand unter seiner Regie das schmucke Schützenhaus am Schönberger Sportplatz.

Das Skifahren und Bergwandern hat der rüstige Jubilar zwar  eingestellt, der Natur ist er nach wie vor eng verbunden, gerade wenn er sich im Bereich der Erlache aufhält und frühmorgens das Erwachen von Flora und Fauna beobachtet. Darüber weiß er fast alles über den Weinbau. Winzer wollte er dennoch, auch hobbymäßig, nie werden.  Er trinkt den Wein, vorzugsweise den trockenen Weißen, lieber.  Dass er mit zahlreichen Orden,  Auszeichnungen und Ehrungen  versehen ist, dass möchte er schon gleich gar nicht erwähnt haben. Alles Gute, Wilhelm Gerhardt, zum 80. Geburtstag.       

 

 

____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________

9. Dezember 2013

 

Hilfstransport:  Schöne Bescherung in der ungarischen Partnerstadt schon vor Weihnachten

Bensheimer Freundeskreis als Nikolaus in Mohács unterwegs

Bensheim/Mohács. (mül)  „Wenn man in die strahlenden Gesichter der Kinder schaut und ihre überschwängliche Freude sieht, dann haben sich all die Mühen gelohnt“, sagen  unisono Sigi Müller, Reinhard Grohrock und Bernhard Wahlig die jetzt  von einer fünftägigen Reise aus Bensheims ungarischer Partnerstadt  Mohács zurückgekehrt waren.

Die drei Vorstandsmitglieder des deutsch-ungarischen Freundeskreises haben vor Ort, zusammen mit dem Bensheimer Feuerwehrkommandanten  Willi Plaschke,     die wertvollen Geschenke  verteilt, die das ganze Jahr über in Bensheim  und Umgebung von vielen Menschen gespendet wurden. Insgesamt zehn Tonnen Hilfsgüter wurden nach Südungarn verfrachtet. Von   Winterkleidung für Erwachsene und Kinder,  vielen  wertvollen  Spielsachen,  hunderte von Plüsch- und Kuscheltieren, Puppen, Teddybären, Puppenwagen, aber auch nagelneue  Arbeitsanzügen, Pullover, Mäntel, Jacken, Mützen, Handtaschen, Damenrucksäcke, über massenweise Handtücher,  nagelneue Bettwäsche, drei Wäschekörbe voller Schuhe bis hin zu  vier neuwertigen  Fahrrädern, Bobby- und Kettcars, Elektronikartikel, Geschirr, zahlreichen Spielen und Büchern, das alle kann  in Bensheims Partnerstadt notwendig gebraucht werden.  

Große Spendenbereitschaft der Bensheimer

Reinhard Grohrock zeigte sich über die große Spendenfreudigkeit der Bensheimer Bürger hocherfreut,  denn in Mohács konnten alle Gegenstände sehr gut gebraucht werden. Der Freundeskreis selbst  spendierte den sieben  Kindergärten sowie dem Behindertenheim und dem Altersheim zusätzlich  noch einmal insgesamt 1000 Euro und hatte für alle Kindergartenkinder eine Nikolaustüte im Gepäck.  Dazu gab es eine weitere große Spende, die Freundeskreismitglied Hans Bräutigam  gestiftet hatte. 

Am Nikolaustag selbst besuchte die Bensheimer Reisegruppe,  im Beisein von Vizebürgermeisterin Erika   Kovacsné-Boder und den beiden Kulturreferenten György Lehel und Emese Hegedüs,  die Kindergärten.  In den Kindergärten lernen die Kinder auch die  deutsche Sprache,  teilweise aber auch die aber auch Mundartendeutsch der Donauschwaben. Entsprechend wurden Sigi Müller, Bernhard Wahlig, Willi Grohrock und Willi Plaschke l mit deutschen Weihnachtsgedichten und –liedern begrüßt.   Theresia Bènsch Hácy, seit 36 Jahren Kindergärtnerin und seit 20 Jahren die Leiterin,  freute sich genau so wie die Kinder über die Gaben aus Bensheim.  Auch im Rokuskindergarten, der einst mit Bensheimer Spendengeldern umgebaut und saniert wurde, sind die Bensheimer mit deutschen Weihnachtsliedern empfangen worden.  Die Verantwortlichen  im  Szölöhegy Kindergarten, der am spärlichsten eingerichtet ist,  freuten sich vor allem über die Geldspenden, um damit  wichtige Reparaturarbeiten finanzieren zu können.  Die Kinder nahmen dagegen begeistert  gleich die Spielsachen und Schokoladen-Nikoläuse in Beschlag.

Ebenso erfreut  zeigte sich Kathi Kolutacz, die Leiterin des Mohácser Behindertenzentrums,   über die Geld-und Sachspenden.   Mit Kolutacz hat Mohács eine ausgewiesene Fachfrau im Bereich des Sozialen, deren Rat und Engagement bis hin zum Sozialministerium in Budapest geschätzt wird. Darüber hinaus  überreichten die Bensheimer zum zweiten Mal in diesem Jahr  eine Geldspende an das Mohácser Krankenhaus zum Kauf  notwendiger medizinischer Gerätschaften.

Bürgermeister József Szekó  kandidiert noch einmal

Bei einem Abendessen im Haus der Nationalitäten in Mohács, das von der Vorsitzenden Gabriella Hahnerné-Feth  organisiert wurde, dankte Bürgermeister Jòzsef Szekó  der Bensheimer Delegation, aber auch  den   Bensheimer Bürgern für ihre große Spenden- und Hilfsbereitschaft.            Szekó teilte weiter mit, dass das Jubiläumsbuch anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft mit Mohács, das der Bensheimer Freundeskreis im vergangenen Jahr herausgegeben hat, jetzt ins Ungarische übersetzt wird.  Weiter sagte der Mohácser Bürgermeister, dass er sein Mandat als Abgeordneter im ungarischen Parlament in Budapest im kommenden Jahr abgeben wird. Er  wird  allerdings noch einmal als Bürgermeister in Mohács für eine vierte Amtszeit kandidieren.

Es  traf sich gut, dass der ungarisch-deutsche Freundeskreis Mohács-Bensheim in diesen Tagen sein 25-jähriges Bestehen feierte, sodass die Delegation die Grüße des Bensheimer Freundeskrises überbringen konnte. Ferenc Zimmermann,  wie György Lehel,  Gründungsmitglied und langjähriger Vorsitzender des dortigen Freundeskreises,  ließ die vergangenen 25 Jahre Revue passieren und dankte dabei, genauso wie der amtierende Vorsitzende György Werner, den Bensheimer Freunden für ihre Unterstützung, die seit 26 Jahren währt.  Mit einbezogen wurde aber auch der Mohácser Ehrenbürger, der Bensheimer Ehrenbürgermeister Georg Stolle, der 1987 das Fundament für diese Städtepartnerschaft legte.                                

 

Strahlender Kinder in den Mohácer Kindergärten freuen sich über Nikolausgeschenke aus Bensheim.

 

Die Bensheimer Delegation in Mohács, zusammen mit dem Ehepaar Magdalena und György Werner. Werner ist Vorsitzender des Freundeskreises Mohács-Bensheim.

Reinhard Grohrock, Bernhard Wahlig, Sigi Müller und Willi Plaschke übergeben dem Mohácser Nikolaus zehn Tonnen Hilfsgüter.

 

__________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________

23.  November 2013

 

Freundeskreis Bensheim-Mohács: Wildschweinessen war einmal mehr ein Volltreffer

Erlös kommt der ungarischen Partnerstadt zugute

Bensheim. (mül)   Wenn man der Meinung der vielen Gäste Glauben schenken darf, dann müsse  es im kommenden Jahr  eine Wiederholung geben, denn das Wildschweinessen, das der deutsch-ungarische Freundeskreis Bensheim-Mohács am Wochenende zum dritten Male veranstaltete, war ein Volltreffer. Und die Gäste, die sich diesen Programmpunkt im Jahresterminkalender fest notiert haben, fragten bereit jetzt schon nach, wann  das Wildschweinessen im kommenden Jahr veranstaltet wird.

Das  Ambiente im Dorfgemeinschaftshaus in Bensheim-Zell passt einfach in die Jahreszeit, der Vorstand des Freundeskreises hatte den Saal herbstlich-bunt dekoriert. Das war schon einmal ein Augenschmaus.  In der Küche hatten Karin Grohrock und Sigi Müller mir Lars Grohrock  ganze Arbeit  geleistet. Nicht nur 220   Kartoffelknödel wurden zubereitet, auch das  Rotkraut nach Hausfrauenart gegart.  Dazu die Birnenhälften  mit Preißelbeeren  gefüllt.  Und schließlich das Wildschwein: das  mundete jedem, das sei nicht mehr zu toppen. Selbst zwei Berufsköche,  die  als Gäste mit  von der Partie waren,  schwärmten in den höchsten Tönen.

Für das Fleisch  waren   Metzger Roland   Elsmann und sein Schwager  verantwortlich. Nachdem die  beiden  Wildschweine  in hiesigen Gefilden  von Vorstandsmitglied Wilhelm Gerhardt erlegt und abgeschwartet  waren, würzte der Fachmann  die zusammen  rund  60 Kilogramm schweren  Schweine  nach geheimen Rezepturen und schoben  sie  im Ganzen  für knapp vier Stunden in den großen Backofen.  Ofenfrisch wurde es portionsweise mit den Zutaten dann serviert.  Dazu gereicht wurden ungarische Rotweine sowie der Jubiläumswein des Freundeskreises, ein  Silvaner  aus dem Bensheimer Wolfsmagen.  Und dass viele Gäste nach dem Festmahl zum Metzger und in die Küche kamen, um ihre Komplimente auszubringen, war beredtes Zeichen, dass der Freundeskreis wieder einen Volltreffer gelandet hatte.

Zuvor aber begrüßte der  Vorsitzende  des Freundeskreises Bensheim-Mohács, Bernhard Wahlig, die Gäste, die meisten davon als Vereinsmitglieder. Wahlig  erinnerte an die Jahresveranstaltungen, mit dem Jahresrückblick und dem damit verbundenen Wildschwein-Bratwurstessen, dem längst zur  zur Tradition gewordenen Sommerfest mit original ungarischer Gulaschsuppe  auf dem Vereinsgelände der Privilegierten   Schützen Auerbach in Schönberg statt.  Wahlig  sprach von einem Selbstläufer, da die Zahl der Besucher   immer größer werde. Auch beim Wildschweinessen sei man an die Kapazitätsgrenze  angekommen, schließlich wollen die Gäste  eine ordentliche Portion zu  einem äußerst angenehmen Preis auf dem Teller haben.

In diesem Jahr konnten besonders viele Ehrengäste willkommen geheißen werden, die den Freundeskreis unterstützen, darunter Landrat Matthias Wilkes, Erster Kreisbeigeordneter Thomas Metz,  Bensheims Ehrenbürgermeister und Mohácser Ehrenbürger Georg Stolle,  Stadtverordnetenvorsteherin Carola Heimann, der frühere Erste Kreisbeigeordnete Egon Straub, der frühere Kreisbeigeordnete Theo Sartorius und der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Bensheim, Dr. Eric Tjarcs.

Wahlig  sagte weiter, dass der Erlös aus diesen lukullischen Höhepunkten im Vereinsjahr komplett nach Mohács fließt. Anfang Dezember bringt, wie alljährlich, ein Hilfstransport Güter in die ungarische Partnerstadt.  Besonders  Kleidungsstücke  aller Art, Medikamente, Möbelstücke, medizinischer  Bedarf, Spielsachen für die Kinder in den drei Kindergärten, Weihnachtspäckchen,  auch für die Bewohner im Alters-  und im Behindertenheim sind sehr gefragt. Darüber hinaus erhalten die Verantwortlichen dieser Einrichtungen   einen Scheck, der helfen soll dringend benötigten Bedarf zu kaufen.

Und schließlich konnte der Freundeskreis Bensheim-Mohács an diesem Abend zwei neue Mitglieder begrüßen, die künftig die Arbeit und die Mohácshilfe unterstützen wollen.   

 

 

Wildschweinessen des Freundeskreises am 23. November 2013

_______________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________

28. November 2013

 

Hilfstransport: Freundeskreis Bensheim-Mohács fährt zum 26. Mal in die ungarische Partnerstadt

Zehn  Tonnen wertvolle Hilfsgüter

Bensheim (mül).  Seit etwa einem halben Jahr sammeln die Vorstandsmitglieder des deutsch-ungarischen Freundeskreises Bensheim-Mohács Hilfsgüter, die im ehemaligen Feuerwehrgerätehaus in Fehlheim gelagert wurden.  Jetzt  wurde der 26. Transport dieser Art auf die Reise  in  die ungarische Partnerstadt geschickt.

Am kommenden Mittwoch $. Dezember)   fahren Vorsitzender Bernhard Wahlig, zweiter Vorsitzender Reinhard Grohrock  sowie Vorstandsmitglied Sigi Müller und der Bensheimer Stadtbrandinspektor Willi Plaschke nach Südungarn, um dort die Hilfsgüter zu verteilen. Dann haben sie noch einmal Kisten und Geschenke,  Schokoladen-Nikoläuse  dabei, die sie ebenfalls in den Kindergärten der Bensheimer Partnerstadt, im  Altersheim  Panky Kálman und im Behindertenwohnheim verteilen. Mit im Gepäck haben sie auch einen Scheck.  Das Geld geht an die Grundschule und die Kindergärten, es werden Weihnachtsgeschenke für die Kindergartenkinder gekauft, ebenso für die Kinder der Mitglieder  im dortigen  Freundeskreis Mohács-Bensheim.

Auch in diesem Jahr waren es wieder besonders viele Güter, die von Bensheimer Bürgern, von Bekannten und Verwandten gerne abgegeben wurden,  stellten Sigi Müller, Reinhard Grohrock  und Bernhard Wahlig fest.  Wertvolle Kinderspielsachen, Puppen, Teddybären, Plüschtiere, Puppenwagen. Viele kleine Kuscheltiere  wurden verpackt. Gut erhaltene Winterkleidung  wie  Mäntel, Jacken,  Anoraks, Skihosen, für Erwachsene, Kinder und Jugendliche wurden zusammengetragen.

Ebenso nagelneue Arbeitsanzüge, Mützen, Pullover, Handtaschen, Damenrucksäcke.   Massenweise Handtücher und noch nicht verwendete Betttücher wurden gesammelt, drei Wäschekörbe voller Schuhe, vier neuwertige Fahrräder, Bobby- und Kettcars, Elektronikartikel, zahlreiche Spiele und Bücher  waren ebenso dabei.

Weil die  Waren  für  einen kleinen Lastkraftwagen zu umfangreich waren und der Freundeskreis die Mietkosten für einen zweiten Transporter lieber in Mohács spenden wollte, organisierte der  ungarische  Freundeskreis mit György Werner  und György Lehel an der Spitze einen Transporter, der seine Ladung in Frankfurt löschte und   auf dem Rückweg nach Ungarn in Fehlheim Zwischenstation machte.

Zwei Stunden beluden Sigi Müller, Bernard Wahlig, Reinhard Grohrock, Willi Schobel und Matthias Laux den Lkw, dann waren die rund zehn Tonnen Hilfsgüter verstaut. Kleiner Lohn für die Bemühungen: der Freundeskreis-Vorsitzende lud anschließend zum Frühstück ein. Inzwischen in Mohács angekommen,  werden  alle Waren und Hilfsgüter  in einer  Halle gelagert, um dann in der kommenden Woche, am Nikolaustag,  verteilt zu werden.        mül

 

 

______________________________________________________________________________________________________________________________________________

Bensheim, 2. September 2013

 

Winzerfest:  Delegation aus Mohács zu Gast in Bensheim

Scheck des Freundeskreises für Mohácser Krankenhaus

Bensheim.   (mül) Für Judith Lemel aus Mohács war es der erste Besuch, zumindest auf dem Bensheimer Winzerfest. Sie war genauso begeistert wie ihre Kollegin Katalin Péterné Königsfelder und Norbert Bugarski, die die Reise aus Südungarn in die Bensheimer Partnerstadt angetreten hatten, um am diesjährigen Winzerfest teilzunehmen.  Ein alter Hase in Sachen Bensheim und Winzerfest ist dagegen László Osztopányi, der bei der Stadt Mohács angestellte Fahrer, der schon viele Delegationen an die Bergstraße gebracht hatte.

Ursprünglich wollte Bürgermeister   József Szekó seinen Amtskollegen Thorsten Herrmann  beim Winzerfest begrüßen, wichtige Termine in Mohács  haben ihm im letzten Moment einen Strich durch die Rechnung gemacht. Mit Norbert Bugarzki, dem Leiter der Finanzabteilung im Mohácser Rathaus und seinen beiden Kolleginnen, ebenfalls von der Finanzabteilung,  wurde Mohács würdig zum Auftakt des Winzerfe4stes vertreten.

Viele Bensheimer Mohács-Fahrer kennen Bugarzki  durch seine ehrenamtliche Tätigkeit . Er hat in jahrelanger, mühseliger Kleinarbeit eine alte, verfallene Wassermühle bei Mohács, wieder aufgebaut,  zu neuem Glanz erweckt und zu einem wahren Schmuckstück gemacht.  Im vergangenen Jahr, am Nationalfeiertag, 20. August, fand an der Wassermühle eine sehr beeindruckende Feierlichkeit statt, als Getreide aus allen Regionen Ungarns dorthin gebracht, gesegnet und dann gemahlen wurde. Aus dem Mehl  wurde in der alten Mühle Brot gebacken und an arme Menschen verteilt.

Die kleine  Delegation nutzte den Aufenthalt in Bensheim nicht nur zum Feiern, sondern führte auch intensive Gespräche mit Bürgermeister Herrmann sowie  mitz Vorstandsmitgliedern des Freundeskreises Bensheim-Mohács.  Am Sonntagmorgen wurde noch ein Abstecher zum Kloster Lorsch unternommen, wo sich Norbert Bugarszki sehr interessiert über die derzeitigen Bauarbeiten informieren ließ.

Bevor die Mohácser Delegation am Montag Vormitttag die Heimreise antrat, nahm sie vom Bensheimer Freundeskreis einen Scheck mit einem namhaften Betrag entgegen. Das Geld ist eine Spende, die zum Kauf eines modernen  Ultraschall-Untersuchungsgerätes genutzt wird. Das Gerät wird im Mohácser Krankenhaus benötigt.                                                                                                 

 

 

 

Die Mohácser Delegation, die bei der Eröffnung am Bergsträßer Winzerfest in der Partnerschaft Bensheim teilnahm, von links:  Katalin Péterné Königsfelder, Judith Lemel, Freundeskreis-Vorsitzender Bernhard Wahlig, Dolmetscherin  Klara Poór-Lattner und Norbert Bugarszki.

 

______________________________________________________________________________________________________

Samstag, 17. Juli 2013

 

 „Märchenhafter Tag“  der Mohács-Freunde in Steinau

Bensheim.  (mül) Von einem „märchenhaften Tag“ sprach Bernhard Wahlig, der Vorsitzende des deutsch-ungarischen Freundeskreises Bensheim-Mohács, kurz vor der Rückkehr des diesjährigen Ausfluges in die Stadt der Brüder Grimm: nach Steinau an der Straße.  Bewegte man sich im vergangenen Jahr europäisch, als es nach Straßburg zum Europa-Parlament ging, wandelten die Mohács-Freunde heuer auf den Spuren der deutschen Märchensammler und Sprachforscher. Und die, Jacob und Wilhelm Grimm, lebten von 1791 bis 1798 mit ihrer Familie in Steinau an der Straße. Der Zusatz „an der Straße“ bezieht sich auf die Via Regia,  die alte Handelsstraße von Frankfurt nach Leipzig, einige wenige Meter sind im Original erhalten und kann man in Steinau besichtigen.

Der  damalige Wohnsitz der Grimms  ist heute als Brüder-Grimm-Haus Steinau ein Museum zum Leben, zum Werk und zur Wirkung ihrer Arbeit. Bevor die Freunde und Mitglieder des Freundeskreises mit  fachkundiger Führung auf Entdeckungsreise gingen,  wurde, bei hochsommerlichen Temperaturen, erst  noch einmal der Durst gelöscht.

Die 5500-Seelen-Gemeinde (mit den Stadtteilen sind es 12000 Einwohner) Steinau liegt eingebettet im Kinzigtal an der Kinzig,   zwischen dem Spessart im Süden und dem Vogelsberg   im Norden,  etwa 6,5 km südwestlich von Schlüchtern. Jeder hat sicher schon einmal in seinem Leben zumindest von Grimms Märchen gehört oder gar selbst eines davon gelesen. Man denke nur an „Rotkäppchen“, „Aschenputtel“,  „Hänsel und Gretel“, „Hans im Glück“,  Rumpelstilzchen“.   Jakob und Wilhelm Grimm wurden aber auch durch ihre sprachwissenschaftlichen Beiträge weltberühmt  und  gelten als „Gründungsväter“ der Deutschen Philologie beziehungsweise Germanistik. Im Zentrum Steinaus, vor dem Rathaus, am Märchenbrunnen, begann die interessante Führung in deren Mittelpunkt natürlich Jacob und Wilhelm Grimm standen.  Vater Philipp Wilhelm Grimm arbeitete in Steinau als landgräflicher Amtmann für die Ämter Steinau und Schlüchtern, Die Familie zog in das im Jahr 1562 errichtete Amtshaus,  wo im  Erdgeschoss Räumlichkeiten für das alltägliche Leben zu Verfügung standen und im Obergeschoss der Vater seine Diensträume hatte. Das Amtshaus, das heute den Namen „Brüder-Grimm-Haus“ trägt, ist ein stattlicher Renaissance-Bau mit seinem Sockel und einem zur Hofseite von Schmuck-Konsolen getragenen Fachwerkobergeschoss.  Seit 1998 besteht in Kooperation der Stadt Steinau und der Brüder-Grimm-Gesellschaft das Museum.

 Das Erdgeschoss widmet sich in  der rekonstruierten Küche und den Nebenräumen dem Leben der Familie Grimm. Das wissenschaftliche Wirken der Brüder Grimm wird genauso dargestellt, wie das künstlerische Schaffen des Grimm-Bruders Ludwig Emil. Das Obergeschoss bietet in zehn Räumen eine Märchenwelt, in die der  Besucher eintauchen kann, wo er wertvolle Ausgaben und Illustrationen sehen kann, wo aber auch Märchen zu hören und zu fühlen sind, wo nahezu 200 Rotkäppchen warten und es manche  Entdeckung zu machen gilt.

Im Anschluss besuchte die Bensheimer Gruppe  eine  Aufführung im weltberühmten Marionettentheater „Die Holzköppe, wo „Das Glückskind“  oder in der Originalbezeichnung der Brüder Grimm „Der Teufel mit den drei goldenen Haaren“ gezeigt wurde.

Am Rande erfuhren die Mohács-Freunde, dass Steinau an der Straße gleich mit drei Gemeinden in Ungarn verschwistert ist,  der Ortsteil Ulmbach seit dem 3. Oktober 1988 mit   Szederkény, der Ortsteil Sarrod seit dem 24. Juni 2000 mit  dem ungarischen Dorf  Sarród  und der Ortsteil Hintersteinau seit dem 1. Juni 2002 mit   Naszály.

Auf der Heimfahrt dankte Freundeskreis-Vorsitzender Bernhard Wahlig Vorstandsmitglied Angela Link, die Idee zu diesem Tagesausflug hatte und ihn auch ganz alleine organisierte.                                

 

 

____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________

Freundeskreis: Mohács-Freunde fahren am 17. August  in die Brüder-Grimm-Stadt Steinau an der Straße

Auf den Spuren der großen, deutschen Märchenerzähler

Bensheim.   (mül) Jeder hat sicher schon einmal in seinem Leben zumindest von Grimms Märchen gehört oder gar selbst eines davon gelesen. Man denke nur an „Rotkäppchen“, „Aschenputtel“,  „Hänsel und Gretel“, „Hans im Glück“,  Rumpelstilzchen“,  „Der gestiefelte Kater“ oder die „Bremer Stadtmusikanten“.  Jakob und Wilhelm Grimm wurden aber auch durch ihre sprachwissenschaftlichen Beiträge weltberühmt  und  gelten als „Gründungsväter“ der Deutschen Philologie beziehungsweise Germanistik.

Der diesjährige Tagesausflug des deutsch-ungarischen Freundeskreises Bensheim-Mohács führt in die Brüder-Grimm-Stadt Steinau an der Straße.  Am Samstag, 17. August startet der Reisebus um 10.30 Uhr am Busbahnhof in Bensheim. Steinau an der Straße  liegt im Main-Kinzig-Kreis im Südosten Hessens. Der Zusatz „an der Straße“ bezieht sich auf die Via Regia,  die alte Handelsstraße von Frankfurt nach Leipzig.  Steinau nennt sich auch Brüder-Grimm-Stadt,  weil diese hier einen Teil ihrer Jugend verbrachten.

Nach der Ankunft ist um 13 Uhr die Stadtführung  geplant, gebucht ist der Rundgang  „Auf den Spuren der Grimms“ mit Besuch des Brüder Grimm Hauses. Im Anschluss ist ab 15  Uhr ein Besuch einer Aufführung im weltberühmten Marionettentheater „Die Holzköppe“, vorgesehen, wo „Das Glückskind“  oder in der Originalbezeichnung der Brüder Grimm „Der Teufel mit den drei goldenen Haaren“ gezeigt wird.

Nach dem Ende der Aufführung gegen 16 Uhr geht es mit  dem Bus  weiter nach Schlüchtern. Dort  wird dem  Gasthof Hausmann, wo regionale Spezialitäten angeboten werden, ein Besuch abgestattet.  Gegen 19.30 Uhr ist die Rückfahrt nach Bensheim geplant, so dass die Ankunftszeit am Busbahnhof etwa bei 21 Uhr liegen dürfte. Für diese Fahrt sind noch Plätze frei, so dass auch Interessenten, die kein Vereinsmitglied sind, mitfahren können.   Im Preis von 21 Euro pro  Kopf sind die Busfahrt,  die Stadtführung in Steinau an der Straße, der Eintritt im Brüder-Grimm-Museum  und die  Aufführung im  Marionettentheater   enthalten.                                                                                     

Info: Anmeldungen nimmt der Vorsitzende des Freundeskreises Bensheim-Mohács, Bernhard Wahlig, Telefon: 06251/935890;  E-Mail: bwahlig@t-online.de ,  entgegen.

 

________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________

8. Juli 2013

 

Freundeskreis: Sommerfest der Mohács-Freunde einmal mehr ein großer Erfolg 

120 Liter Kesselgulasch finden reißenden Absatz

Bensheim. (mül)   Die ungarische Küche ist sicher nicht so weit verbreitet bei uns wie die italienische Küche. Aber wenn man an sie denkt, so assoziiert man sie mit Gulasch, Paprika, ungarischer Salami und scharfem Essen. Selbstverständlich hat die Küche Ungarns weit mehr zu bieten. Traditionell wird noch heute in einem Kupfer – Kessel über einer offenen Feuerstelle gekocht. So verwundert es nicht, dass es in Ungarn noch heute viele Gasthöfe gibt, in denen deftige Suppen so gekocht werden, ganz besonders wird darin die ungarische Gulaschsuppe zubereitet.

Deswegen muss man aber nicht unbedingt zu den Magyaren fahren, dieses berühmte Gericht bietet jedes Jahr auch der deutsch-ungarische Freundeskreis Bensheim-Mohács im Rahmen seines Sommerfestes. Am vergangenen Sonntag war es wieder soweit. Auf dem idyllischen Gelände der privilegierten  Schützengesellschaft Auerbach im Schönberger Wald fand das Kesselgulaschessen statt. Freundeskreisvorsitzender Bernhard Wahlig kann Jahr für Jahr mehr Ungarnfreunde willkommen heißen, die sich das ungarische Nationalgericht schmecken lassen.

Helferteam leistet ganze Arbeit

 In diesem Jahr konnte Kreisbeigeordneter Matthias Schimpf begrüßt werden.  Bensheims Ehrenbürgermeister und Mohácser Ehrenbürger Georg Stolle,  die Stadträte Norbert Bauer und Hans Seibert  sowie Ehrenstadtverordnetenvorsteher Franz Treffert gehören schon zu den Stammgästen des Sommerfestes.  Sie alle und die  vielen Gäste, Mitglieder und Förderer des Freundeskreises Bensheim-Mohács   fühlten sich wohl.   Das Helferteam des Freundeskreises, das über das große Interesse innerhalb der Bevölkerung, angenehm  überrascht war, hatte aber auch ganze Arbeit geleistet. Die  Gulasch-Suppenköche   Franz Hermann, Sigi Müller, Barbara Noeske und  Bernhard Wahlig waren bestens vorbereitet. Kein Gulaschsuppen-Fan kam zu kurz , es  wurde  ausreichend Kesselgulasch nach original Mohácser Rezept vorbereitet,  und dazu wurden  die besten Gewürze aus der Metropole des Paprikas, aus dem südungarischen Kalocsa,  verwendet.  

Viele der Gäste, die sich am Sonntag das Gericht schmecken ließen, nahmen sogar eine Portion mit nach Hause, und manche schrieben sich sogar das Rezept zum Nachkochen auf. Großer Nachfrage erfreute sich die  von Franz Hermann zubereitete vegetarische Pilzgulaschsuppe, in Ungarn „Gombapörkölt“ genannt.

Schimpf und Stolle als Testesser

Kreisbeigeordneter Matthias Schimpf und Bensheims Ehrenbürgermeister Georg Stolle erhielten die erste Suppenkeller und befanden das Angebot für „absolut ausgezeichnet“, dann begann der Ansturm an den offenen Feuerstellen der Gulaschkessel.

Und wer nun partout keine ungarische Gulaschsuppe wollte, konnte sich an einer Riesenbratwurst laben, die ebenfalls nach einer besonderen Rezeptur hergestellt und auf den Grill gelegt wurde.  Und was passt zu diesem deftigen Essen besonders dazu? Klar, ein kühles Blondes, aber auch ein leichter Sommerwein oder ein schwerer ungarischer Rotwein aus Mohács. Und weil auch Petrus anscheinend ein Mohács-Freund ist und die Sonne über dem Sommerfest lachte, fanden  auch antialkoholische Getränke viele Abnehmer.

Am Nachmittag musste schon kurz nach Eröffnung des  Kuchenbuffets Vollzug gemeldet werden, weil sich viele Kuchenfreunde nicht nur ihr Stück zum Kaffee sicherten, sondern auch eines für zu Hause kauften. Übrigens: der Gesamterlös aus dem Sommerfest kommt bis auf den letzten Cent der Mohács-Hilfe zugute, deswegen haben auch alle Helfer ihre Getränke und ihr Essen selbst bezahlt.

Die nächste Veranstaltung des deutsch-ungarischen Freundeskreises Bensheim-Mohács  findet am Samstag,  17. August statt. Dann führt der Tagesausflug in die Brüder-Grimm-Stadt  Steinau an der Straße. Dort wird das Brüder-Grimm-Museum besichtigt, außerdem findet eine Aufführung des weltberühmten Steinauer  Marionettentheaters statt.  Wir werden in der Tagespresse und auf dieser Homepage aber noch einmal ausführlich auf diesen Ausflug hinweisen.

Anmeldungen nimmt ab sofort Vorsitzender Bernhard Wahlig; Telefon: 06251/935890 oder per E-Mail: bwahlig@t-online.de entgegen.

 

 

 

Das Sommerfest 2013 des deutsch-ungarischen Freundeskreises Bensheim-Mohács war einmal mehr ein großer Erfolg. Unser Bild zeigt von links:

Freundeskreisvorsitzender Bernhard Wahlig, Bensheims Ehrenbürgermeister Georg Stolle, Vorstandsmitglied Sigi Müller,  Kreisbeigeordneter Matthias Schimpf, zweiter Vorsitzender Reinhard Grohrock und Vorstandsmitglied Willi Schobel. Bild: Dietmar Funck

 

____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________

26. Juni 2013

 

Mohács-Freunde: Sommerfest des deutsch-ungarischen Freundeskreises  am 7. Juli, ab 12  Uhr

Für Kesselgulasch die Gewürze extra in der Paprika-Metropole besorgt

Bensheim (mül)   Der deutsch-ungarische Freundeskreis Bensheim-Mohács lädt wieder zu seinem traditionellen Kesselgulaschessen ein, das,  verbunden mit dem Sommerfest des Vereins,  in diesem Jahr am 7. Juli, ab 12 Uhr,  auf dem Gelände der privilegierten Schützengesellschaft Auerbach am Schönberger  Sportplatz veranstaltet wird.  

Aufgrund der großen Nachfrage werden in diesem Jahr gleich drei Kessel mit Gulasch aufgestellt. Ob in der Bensheimer Partnerstadt Mohács, ob in der Puzsta oder in der ungarischen  Hauptstadt Budapest:  das Nationalgericht Kesselgulasch wird überall gereicht und jeder Koch und jede ungarische Familie hat seine oder ihre Kesselgulasch-Kochtradition. Die Köche im Freundeskreis haben längst die besten Rezepte aus Mohács  in Erfahrung bringen können, was sich Jahr für Jahr an der großen Nachfrage ablesen lässt.

In diesem Jahr wartet der Freundeskreis Bensheim-Mohács  aber mit einem ganz besonderen  Schmankerl auf. Beim letzten Besuch in der Partnerstadt fuhren Mitglieder eigens in die von Mohács nur wenige Kilometer entfernte Stadt Kalosca, in die Paprika-Stadt überhaupt. Kalocsa ist das Zentrum einer agrarisch orientierten Region. Anfang des 20. Jahrhunderts löste Kalocsa Szeged als Zentrum der ungarischen Paprika-Industrie ab und ist bis heute das weltgrößte Anbaugebiet für Paprika. Hier wird auch  der  beste Paprika Ungarns angebaut, egal ob mild, würzig, scharf, feurig und welchen Attributen auch immer diesem Gewürz nachgesagt  werden.  Dieser Paprika  wächst in Kalosca, wird hier in den Fabriken getrocknet, gemahlen und verarbeitet.  Und hier wurden das Paprika-Pulver und die Paprika-Cremes  eigens gekauft, um für den Kesselgulasch am Sonntag, 7. Juli verwendet werden zu können.

Der Freundeskreis  Bensheim-Mohács  wird  diesmal  drei  leckere Kesselgulasch-Variationen zaubern. Außerdem wird  von Freundeskreis-Mitglied Franz Herrmann ein vegetarischer Kesselgulasch vorbereitet, der statt  Rind- und Schweinfleisch Pilze vorsieht und aufgrund der ebenfalls großen Nachfrage im vergangenen Jahr auch 2013 wieder angeboten wird.

Und  was wird dazu getrunken? Natürlich ungarischer Rotwein.  Es werden aber auch andere Getränke, Alkoholisches und Antialkoholisches,  gereicht.  Und dass dabei gute Laune aufkommt, liegt nicht nur an der guten Würze des Essens. Wer nun ganz und gar kein Freund dieses ungarischen Nationalgerichtes ist, kann sich aber auch mit Gegrilltem gütlich tun. Und am Nachmittag steht ein reichhaltiges Kuchenbuffet zu Verfügung.                     

 

__________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________

17. Juni 2013

 

Geburtstag:  Vorstandsmitglied Willi Schobel wird heute 75 Jahre alt

Für die Bensheimer Unterstützung ist er heute noch dankbar

Bensheim.  (mül)  Die Entscheidung ist Willi Schobel  1976 wahrlich nicht leicht gefallen, die damals 74-jährige Mutter und zwei Schwestern in Großprobstdorf (rumänisch Târnave) bei Hermannstadt in Siebenbürgen zurück zu lassen und mit seiner Frau und seinen drei kleinen Kindern Rumänien  zu verlassen.  Heute  ist er sich sicher alles richtig gemacht zu haben.  Er selbst feiert am heutigen Montag (17.) seinen 75. Geburtstag, die Kinder haben in Bensheim längst Abitur gemacht, zwei Töchter sind Lehrerinnen geworden, der Sohn ist Diplom-Informatiker,  und zum heutigen Ehrentag besuchen auch vier Enkel den Großvater im schmucken Eigenheim in der Straße „Am Fuchsloch 4“.  Dass seine Mutter vier Jahre nach ihm ausreisen durfte  und in Bensheim ihren Lebensabend bis zu ihrem 99. Geburtstag genießen  konnte, freut Schobel ganz besonders.

Willi Schobel und seine Frau Antje sind heute noch dankbar über die gute Aufnahme damals, als sie hier fast mittellos im Übergangswohnheim in der Moselstraße ankamen und sich besonders die Bensheimer  CDU-Frauen Union um die Familie kümmerte. Unterstützung erhielten  die Schobels aber auch bei vielen anderen Bensheimer Bürgern.  Schon 20 Tage nach der Ankunft an der Bergstraße  fand der gelernte Buntmetall-Meister eine Anstellung bei John Deere in Mannheim, noch bevor die endgültige Aufenthaltsgenehmigung erteilt war.  Dort arbeitete  Schobel bis zu seiner Pensionierung.

Zunächst in einer Wohnung in der Fuldastraße sesshaft geworden, ergab sich die Möglichkeit ein eigenes Haus zu bauen, das 1985 bezugsfertig war. Dieser Kraftakt der Existenz-Neugründung,  der Kindererziehung und des Hausbaues war aber nur durch enormen Arbeitseinsatz möglich.   Zudem wollte Willi Schobel etwas zurückgeben und engagierte sich fortan für die Allgemeinheit. Von 1981 bis 1985 war er CDU-Stadtverordneter in der Bensheimer Stadtverordnetenversammlung, seit1987 gehört er den Bensheimer Kleingärtnern an und war 15 Jahre Garten-Obmann. Vor fünf Jahren wurde er dort zum Ehrenmitglied ernannt. 

Seit 1997 gehört  Willi Schobel bis heute dem Ortsbeirat Bensheim West an, er ist Mitglied bei der Kolpingsfamilie Bensheim und seit dem Jahr 2003 Vorstandsmitglied im deutsch-ungarischen Freundeskreis Bensheim-Mohács. Dort ist  nicht nur sein Rat gefragt, dort werden auch und gerade seine  geschickten Hände gebraucht, sei es beim Auf- und Abbau des Mohács-Standes am Bürgerfest, bei der Organisation des Sommerfestes und besonders bei der Vorbereitung der Hilfstransporte in die ungarische Partnerstadt, an denen Willi Schobel regelmäßig als Fahrer  teilnimmt und die Hilfsgüter dorthin bringt.

Fixpunkte im Leben der Schobels sind das  wöchentliche Mittagessen mit den Enkelkindern und  das monatliche Treffen der ganzen Familie. Und so ist sein größter privater Wunsch, dass die Familie gesund bleibt,  und für seine neue Heimatstadt wünscht er sich, dass Bensheim  lebe, wachse und erblühe. 

 

__________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________

17. Juni 2013

 Hochwasser: Die Scheitelwelle hat  die Bensheimer Partnerstadt erreicht/Fährverkehr eingestellt

Auch Mohács bleibt nicht verschont

Bensheim/Mohács.  (mül) Auch die Bensheims ungarische Partnerstadt Mohács blieb vom Hochwasser einmal mehr nicht verschont. Die Scheitelwelle des Donauhochwassers erreichte Mohács  am vergangenen Freitag und damit die  letzte größere Stadt auf ungarischem Territorium. Entsprechend wurden Militär und andere Hilfskräfte in den Süden verlegt. In der Hauptstadt Budapest und nördlich davon bleiben nach wie vor über 1000 Menschen evakuiert, nur rund 200 konnten in ihre überfluteten Häuser zurückkehren und mit den en Aufräumarbeiten beginnen. Der Innenminister hat inzwischen das Parlament um  eine Verlängerung des

Katastrophenzustandes für die betroffenen Gebiete bis 19. Juni gebeten. 

Am Dienstagmorgen wird die Scheitelwelle des Hochwassers dann „Ungarn verlassen haben“. Die Regierungsbehörden beginnen ab dem heutigen  Dienstag mit der Aufnahme der Hochwasserschäden und der Erstellung eines Planes für die Aufräumarbeiten, sobald die Wassermassen zurückgegangen sind. Mittlerweile hat sich der Pegel in Budapest knapp unter 850 cm (Dienstag, 12 Uhr) eingefunden, 40 cm unter dem Höchsstand, aber noch rund 2 Meter über dem Niveau der unteren Uferstraßen.
Problematische Rekord-Pegelstände mit Überflutungen von Wohngegenden gab  es  in Dunaújvaros , Baja und Mohác.  Entsprechend wurden die Hilfskräfte in die nun gefährdeten Gebiete entsandt und nochmal verstärkt, mit dabei 1.200 Soldaten mit Hubschraubern, die zwischen Dunaföldvar und Mohács eingesetzt werden. Auch habe man Serbien 1.000 Soldaten zur Unterstützung angeboten, um in der Vojvodina, wo viele ethnische Ungarn leben, mitzuhelfen.

„Mohács  ist im Allgemeinen nicht in Gefahr“, so Ferenc Kohlbach in einem Gespräch mit Mitgliedern des Freundeskreis-Vorstandes. „Unsere Dämme sind hoch und stark, aber Tausende müssen Tag und Nacht hüben und drüben der Donau  helfen, die Gefahr abzuwehren. Der Fährverkehr, der täglich die beiden Donauseiten mehrmals verbindet, ist bis auf Weiteres eingestellt.  Nördlich von Mohács war und ist Báta (teilweise überschwemmt) und Dunaszekcső in großer Gefahr. Die Freiwilligen, die in den Schulen (Turnhallen usw.) und anderen öffentlichen Gebäuden in Mohács untergebracht sind, werden überwiegend in Dunaszekcső eingesetzt.“

Der frühere  Oberstudienrat  am Mohácser Gymnasium, Ferenc Kohlbach,  sagt im Gespräch weiter: „Ohne Schäden sind aber auch wir nicht davongekommen. Ein  Haus schwer beschädigt worden, nachdem der Keller sich mit Wasser gefüllt hatte. Auch die Straße ist stark beschädigt, die Gasleitung der Straße ist abgeschaltet worden, die Wasserleitung ist gebrochen. In den Gärten im südlichen Stadtteil ist das Grundwasser sehr hoch, manche Gärten sind unter Wasser, dabei hat auch der alltägliche Regen mitgeholfen. Die Kanalisation ist teilweise ebenfalls gesperrt, das Abwasser wird mit Spezialtransportern entsorgt. Drei „Touristenschiffe“ konnten nicht weiter. Je ein französisches, österreichisches und deutsches Schiff liegen vor Mohács.“        

 

 

Unsere Bilder entstanden dort, wo normalerweise  die Fähre die Donau quert. Das Wasser ist bis auf die Höhe zur normalen Fahrstraße  gestiegen.

 

Das Wasser steht fast auf der Terrasse des Hotel St. Janos.  Drei Flusskreuzfahrtschiffe, ein deutsches, ein österreichisches und ein französisches, liegen vor Mohács fest und können ihre Fahrt nicht fortsetzen.

 

 

 

____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________

BENSHEIM-MOHÁCS, 9. Juni 2013

 

Deutsches Kinder-und Jugendtrachtenfest: 42 Teilnehmer der Kinder- und Jugendtrachtengruppe aus Mohács  in Bensheim

Sie schlagen die Brücke von der Tradition zur Moderne

Bensheim/Region.   (mül)  Die Senioren im Pflegewohn sitz Gümbel in Wald-Michelbach waren am späten Freitagnachmittag (7.)  genauso begeistert wie die die Bewohner in der Seniorenresidenz in Hemsbach, als am Samstagnachmittag (8.)  eine 42-köpfige Trachtengruppe aus der ungarischen Partnerstadt Bensheims, aus Mohács,  dort auftrat und, sehr zur Freude der Heimbewohner und der Betreuer,  einen Einblick in ihr umfangreiches Repertoire gab. Der Kulturattaché der Stadt Mohács, György Lehel,  sagte im Gespräch mit dem Freundeskreis Bensheim-Mohács, die Kinder und Jugendlichen hätten dieses Extraprogramm gerne absolviert, auch wenn es mit ein klein wenig Stress verbunden sei.

Die 42-köpfige Gruppe, darunter zwölf Musikanten, Leitung Stipo Filakovics, aus dem Süden Ungarns ist Teilnehmer am  4. Deutschen Kinder- und Jugendtrachtenfest, das seit Freitag bis zum   Sonntag  (9. Juni) in Bensheim stattfand. Nach 24-stündiger Busfahrt gerade in Bensheim angekommen, hieß es, noch bevor die Koffer in der AKG-Sporthalle gebracht werden konnten: Auftritt in Wald-Michelbach.

Am Samstagnachmittag hatte sich, neben vielen interessierten Bürgern auch zahlreiche Prominenz  zur Eröffnung des 4. Deutschen Kinder- und Jugendtrachtentreffens eingefunden, an der Spitze und  in Vertretung des hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier die   Ministerin für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Lucia Puttrich, CDU-Bundestagsabgeordneter Dr. Michael Meister, Landtagsabgeordneter Peter Stephan, zweiter Kreisbeigeordneter Matthias Schimpf und die Bensheimer Rathausspitze mit Bürgermeister Thorsten Hermann.  Der Bürgermeister freute sich,  dass dieses Treffen, das erstmals in Hessen stattfindet, gerade in Bensheim veranstaltet wird. Unter dem Motto „Tradition verbindet“,  seien rund 2000 junge Menschen in die Stadt gekommen, um  ihre Begeisterung für kulturelle Wurzeln zu  demonstrieren.  „Ein Jahr vor dem Hessentag in Bensheim ist das ein wunderbarer und farbenprächtiger Hinweis auf das Landesfest, das seinen Ursprung ja genau in dieser verbindenden Wirkung der Traditionspflege hat", so Herrmann.

Sehr angetan waren die Gäste aus Mohács auch vom Einsatz der Bensheimer Freundeskreis-Mitglieder, die im Rahmen des Bürgerfestes mit einem eigenen Stand aufwarteten und ungarischen Rot- und Weißwein verkauften. Dazu gab es einen ausgezeichneten Palinka mit dem etwas geheimnisvollen Namen „Quiapki“. Bei allen  Gästen, die am  am Ungarn-Stand  den Palinka versuchten, wurde das Geheimnis gelüftet. Der Palinka stammt aus Zell. Die Zutaten, nämlich Quitte (Qui), Apfel (ap) und Kirsche (ki)  sind  aus dem Garten unseres zweiten Vorsitzenden   Reinhard Grohrock, der das Obst gesammelt und daraus  den Schnaps hatte brennen lassen.

Allen Helfern am Ungarnstand sei ganz besonders gedankt, ob das federführend Willi Schobel beim Auf- und Abbau des Standes war, ebenso dem Organisator Bernhard Wahlig sowie  den vielen Mitgliedern, die sich unentgeltlich zur Verfügung stellten und  Getränke ausschenkten.

Der Gesamtgewinn kommt wieder den Kindern in den Kindergärten in Mohács sowie den Bewohnern im Behindertenheim zugute.

 

 

______________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________

Mit ungarischen Weinen und „Qiapki“

Mohács-Stand  am Bürgerfest

Bensheim. Der deutsch-ungarische Freundeskreis Bensheim-Mohács beteiligt sich auch in diesem Jahr wieder beim Bensheimer Bürgerfest mit einem eigenen Stand.  Das  Bürgerfest findet von Donnerstag, 6. Juni bis Sonntag, 9. Juni statt. Der Mohács-Stand befindet sich direkt am Lammertsbrunnen.  Wenn der deutsch-ungarische Freundeskreis schon die Mohácser Fahne hochhält, dann wird natürlich auch Wein aus der ungarischen Partnerstadt ausgeschenkt.

Die hoffentlich zahlreichen Gäste am Mohács-Stand haben die Wahl zwischen   einem Weißwein (FEHER BOR), einem exzellenten  Chardonnay aus dem Weingut Eberhard in Mohács oder  zwei Rotweinen (VÖRÖS BOR). Der Alföldi Kékfrankos ist ein halbtrockener, sehr dunkel gefärbter, gerbstoffreicher Wein  mit nach Waldbeeren- oder Kirschfrucht geprägtem Bukett mit einer charakteristischen feinen Säure.

Der trockene Bócsai Cabernet Sauvignon schmeckt nach schwarzen Johannisbeeren, der zum Teil durch einen Geruch von Zedernholz begleitet wird. Ein weiterer Wiedererkennungswert des Cabernet Sauvignon ist die tiefdunkle Farbe des Weines. Alle Weine kosten 3,20 Euro

Am Mohács-Stand  wird natürlich auch Palinka  (Schnaps) ausgeschenkt. Besonders der „Qiapki“ hat es in sich und schmeckt lecker. Was sich hinter „Qiapki“ verbirgt, kann man am Mohács-Stand erfahren. 

Klar, gibt  es auch Antialkoholisches am Bürgerfest.  Wasser, Apfelschorle Cola und Fanta hat der deutsch-ungarische Freundeskreis Bensheim-Mohács ebenfalls im Angebot.

Der Reinerlös aus dem Getränkeverkauf kommt  Mohácser Kindergärten und dem Behindertenheim zugute. Anfang Dezember wird, wie jedes Jahr, der Hilfstransport von Bensheim aus starten. Nur als Beispiel: Im vergangenen Jahr 2012 wurden zehn Tonnen Güter, von Kinderspielsachen, Winterkleidung, Malstiften bis hin zu wichtigen Gerätschaften für das Mohácser Krankenhaus auf die Reise geschickt. Alle Kindergartenkinder  erhielten zudem ein Nikolauspräsent.

Weitere Informationen zum Hilfstransport und  zur Bensheimer Partnerstadt im Süden Ungarns gibt es am Mohács-Stand in der Fußgängerzone. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.                                                                                                                   mül

_________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________

MOHACSPFINGST2405

 

Mohács-Reise: Freundeskreis zum Nepomukfest in  der  ungarischen Partnerstadt

Bensheimer über Pfingsten zu Gast  bei Freunden

Bensheim/Mohács. Für viele Bensheimer war es ein Wiedersehen mit Freunden,  einige weilten allerdings zum ersten Mal in der ungarischen Partnerstadt und waren von Mohács, vor allem aber von der Gastfreundschaft der Mohácser restlos begeistert. Rund 30 Bensheimer fuhren,  unter der Reiseleitung von Bernhard Wahlig, dem Vorsitzenden des Freundeskreises Bensheim-Mohács, zum Nepomukfest in die im Süden Ungarns gelegene Partnerstadt.  Auf dem Weg dorthin wurde ein Abstecher nach Keszthely, am Westufer des Plattensees gelegen, gemacht und das mächtige Barockschloss Festetics  besichtigt.

 Am nächsten Tag interessierten sich die meisten Bensheimer für den Wochenmarkt in Mohács und  verglichen das dortige  Angebot mit dem in Bensheim. Zudem hatte der nur alle vier Wochen stattfindende  große Markt seine Pforten geöffnet. Nicht nur landwirtschaftliche Nutztiere, vom Ferkel, ausgewachsenen Schwein, Kalb, Kuh und Pferd,  kann man kaufen, ebenso Gerätschaften für den Haushalt und den täglichen Bedarf. Interessant  dabei, wenn man den Käufern und Verkäufern, gerade von Pferden, beim Handel zusah.

 Das Mittagessen wurde beim Stadtfest „Mohatscher Nachbar“  direkt an der Donau  eingenommen, der dortige Freundeskreis Mohács-Bensheim servierte original ungarisch Pörkölt.   Am Abend trafen  sich nicht nur die Bensheimer Reiseteilnehmer, sondern auch Gäste aus den anderen Partnerstädten Mohács zum gemeinsamen Abendessen im Szent János Hotel. Nach  Einbruch der Dunkelheit fand  das große Feuerwerk, gezündet  auf der Donau, statt und konnte  von der Freiterrasse  des Hotels im vierten Stock bestaunt werden.

Am Sonntag wurde  in  Somberek (Schomburg), in der Nähe von Mohács, das Nationalitäten-Museum besichtigt, wo Franz Michaelis, ein Donauschwabe das Museum hegt und pflegt und kompetent Auskunft gibt. Ebenso wurde die  Wasser-Mühle bei Mohács besichtigt, die in mühseliger Kleinarbeit wieder originalgetreu hergerichtet wurde. Hier wird  am Nationalfeiertag am 20. August, Brot gebacken, allerdings in ri4sigen Mengen. Das Mehl dazu stammt aus allen  Komitaten Ungarns und soll den Zusammenhalt des Landes dokumentieren.

Am Pfingstmontag nahmen alle Delegationen an einem Orgelkonzert in der Mohácser Kirche teil, das zu Ehren des im Februar verstorbenen Vorsitzenden des französischen Freundeskreises aus der Partnerstadt Wattrelos, Olivier Simoensra,  gegeben wurde. Auch die Mutter und der Onkel des Verstorbenen kamen eigens nach Mohács zu diesem Konzert.

Villány in der Nähe Mohács, ist die „Stadt der Trauben und  Weine“ und wird auch „Bordeaux des Ostens genannt. In Villány stand für die Bensheimer ein Abendessen mit Weinprobe auf dem Programm. Bernhard Wahlig dankte dort vor allem Gyorgy Lehel und  Emese Hegedüs, die das Programm für die Bensheimer Gruppe gestalteten. Der Dank galt auch György Werner, dem Vorsitzenden des Freundeskreises Mohács-Bensheim,  und seiner Frau Magdalena,  die die Freunde aus Bensheim ebenfalls betreuten. 

Der Bensheimer Freundeskreis-Vorsitzende und Stadtrat  Bernhard Wahlig, Stadtrat Andreas Born, Stadtverordneter Norbert Koller und Freundeskreis-Vorstandsmitglied Franz Müller nutzten beim Aufenthalt die Möglichkeit mit Bürgermeister József Szekó die aktuelle politische Lage in Ungarn zu erörtern.  Der Bürgermeister sagte, er habe  einen Brief der Bensheimer Grünen erhalten, ebenfalls wisse er um die Sorge der Bensheimer Sozialdemokraten, was die Politik der Regierungspartei Fidesz und die im ungarischen Parlament vertretene  rechtsradikale Jobbik-Partei  angehe.  Szekó versprach auf die Briefe aus Bensheim schriftlich zu antworten.                                                 mül

 

 

__________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________

WEU240513

Jubiläum:   In Mohács wird an das Embargo der Westeuropäischen Union erinnert

Unkonventionelle Bensheimer Hilfe  für Mohacs

Bensheim/Mohács. Der Hafen im südungarischen Mohács gleicht an diesem Morgen eher einer Anlegestelle für Ausflugsdampfer. Weit und breit ist kein Schubverband zu sehen, der Waren in das nur acht Kilometer entfernte Serbien transportieren will. Am Kai dümpeln lediglich zwei weißgestrichene Patrouillenboote  -  die  „Hannover“ aus Bremen und die  „Scharnebeck“  aus Kiel. Achtern weht die deutsche Flagge, am Mast die ungarische Fahne, darunter die der Westeuropäischen Verteidigungsunion (WEU). Die international besetzten Boote wachen im Auftrag der WEU über die Einhaltung des UNO-Embargos gegen Restjugoslawien während des Jugoslawienkrieges.

Man schreibt den 20. Mai 1993.  Die Donau, Bindeglied Europas, ist zur Barriere im Balkankrieg geworden. Vier Schubverbände gingen ihnen ins Netz.  Gleich neben dem kleinen Platz, den ein steinerner Obelisk ziert und von dem Stufen zum Hafen hinunterführen, liegt das mehrstöckige ungarische Zollgebäude. Mit seinen breiten Glasfenstern will es nicht so recht ins Bild der alten, engen Gassen des Hafenviertels passen. Der Empfangsraum der ungarischen Behörde -  ihr obliegt laut Bedingung der Budapester Regierung das  „Oberkommando“  über die WEU-Schiffe  - füllt sich mit Männern, die Uniformen unterschiedlichen Farbtons und Zuschnitts tragen: deutsche Zoll- und Wasserschutzpolizeibeamte und ihre Kollegen aus den Niederlanden, Italien, Großbritannien und Luxemburg. Sie sollen  „durch zügige Schiffsabfertigung“ dafür sorgen, „dass der legale Schiffsverkehr auf der Donau rasch über die Bühne geht". Bis dato  gingen den WEU-Kontrolleuren vier Schubverbände ins Netz, die mit Mais, Weizen und vor allem Kraftöl das Embargo unterlaufen wollten. Nur mit High-Tech und Erfahrung sind Embargobrecher zu orten, sagt der Deutsche Gert Eberhardt, Zollamtmann und Leiter des europäischen WEU-Kontingents in Mohács.  Ungezählt bleibt hingegen der Schmuggelverdacht. „Viele Schiffe besaßen zwar eine UN-Genehmigung zur Durchfuhr von Gütern via Serbien nach Rumänien oder Bulgarien. Kamen sie dort an, ist manchem jedoch die Hälfte der Ladung „abhanden gekommen“, weiß Oberst Janos Nagy, steilvertretender Kommandant der ungarischen Zoll- und Finanzwache. Nur exakte Kontrollen in Mohács konnten diese Embargo-Umgehungen abstellen. 

Das war genau vor 20 Jahren.  Jetzt wurde im Rathaus in Mohács an diese Ereignisse erinnert. Der Bürgermeister der Bensheimer Partnerstadt, József Szekó,  hatte die damaligen Vertreter der WEU eingeladen, darunter auch der Deutsche  Gert Eberhardt, der diesen Einsatz leitete.  Die Stadt Mohács wurde insofern durch den Jugoslawienkrieg  in Mitleidenschaft gezogen, als vorübergehend 10.000 Flüchtlinge aufgenommen werden und untergebracht werden mussten. Hier war finanzielle Hilfe gefragt. Damals steuerte die Bensheimer Partnerstadt, auf einstimmigen Beschluss der Stadtverordnetenversammlung  Mittel aus dem Haushalt bei, die durch private  Spenden auf 50.000 DM aufgestockt wurden. „Schon damals hat dies die Bürger beider Städte näher gebracht“, erinnert sich der frühere Bensheimer Bürgermeister und heutige Mohácser Ehrenbürger Georg Stolle im Gespräch.

József Szekó  wies in seiner Ansprache am vergangenen Samstag im Rathaus in Mohács darauf hin. Im Anschluss zeigte der Bürgermeister die Entwicklung auf, die die Stadt in den letzten 20 Jahren genommen hat, wie durch immer neue Entwicklungen die Wirtschaft belebt, Arbeitsplätze geschaffen und die Lebensqualität der Einwohner in der Bensheimer Partnerstadt verbessert wurden.  Die Umwelt wurde gesünder und sauberer gestaltet, der Umfang der Versorgungen und Dienstleistungen  wurden vielfältiger und niveauvoller.  Mit einem Rundgang durch die Stadt, einem Festessen am Abend beendeten die Zollbeamten der Budespolizei den Empfang, an dem auch Vertreter aus Bensheim teilnahmen.      mül

_____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________

DIAABEND

 

Freundeskreis: Bensheim-Mohács hatte zum Dia-Abend ins Dorfgemeinschaftshaus  Zell eingeladen

Stillschweigen über die Rezeptur vereinbart

Bensheim. Von einem rundum gelungenen Abend  sprachen die Gäste, die die erste Veranstaltung im neuen Jahr des deutsch-ungarischen Freundeskreises Bensheim-Mohács am Wochenende im Dorfgemeinschaftshaus in Zell besuchten. Der Vorstand hatte zum Dia-Abend eingeladen, bei dem in Wort und Bild das Jubiläums-Vereinsjahr noch einmal in Erinnerung gerufen wurde. Zuvor aber stärkten sich die anwesenden Mitglieder,  Angehörige, und Gäste des Freundeskreises an eigens für diesen Abend zubereiteten Wildschwein-Bratwürsten. Vorstandsmitglied Wilhelm Gerhardt, gleichzeitig Jäger und Ideengeber für das lukullische Mahl, ließ sich nicht entlocken, wie die Wildschweinbratwurst gemacht wird.

Er nannte das  Rezept  „nach Jäger-Art“ und  sei ein Geheimnis, das nur wenige Grünröcke und der Metzger kennen. Aber auch  der sei „zum Stillschweigen“ verdonnert worden. Blieb vielen Gästen nur die Chance, sich mit einer zweiten Wildschwein-Bratwurst  und Sauerkraut gütlich zu tun, und der Gewissheit, im nächsten Jahr wieder mit von der Partie zu sein. Ein helles Blondes, ein ungarischer Rotwein oder ein Bensheimer Riesling rundeten das Mahl ab. So gestärkt konnte der Dia-Abend beginnen.

 Zuvor hatte Freundeskreis-Vorsitzender Bernhard Wahlig die Gäste begrüßt, darunter auch Bensheims Ehrenbürgermeister und Mohácser Ehrenbürger Georg Stolle sowie  Magistratsmitglied Norbert Bauer. Wahlig sprach von einem erfolgreichen Jubiläumsjahr 2012,  als man das 25-jährige Bestehen der Städtepartnerschaft zwischen Bensheim und der ungarischen Stadt Mohács feiern konnte. Er nannte aber auch den Tagesausflug nach Straßburg mit dem Besuch im  in europäischen  Parlament. Nicht vergessen werden durfte das Sommerfest, bei dem traditionell ungarischer Kesselgulasch gereicht wird, das Herbstfest, das  bei den Mitgliedern des Freundeskreises auch als Wildschweinessen bekannt ist und der Hilfstransport, der alljährlich über Nikolaus in die Partnerstadt organisiert wird. Hilfsgüter, Spenden und finanzielle Unterstützung  erhalten dann Kindergärten, das Behinderten- und das Altersheim in Mohács.  Bilder, auf denen  diese Ereignisse festgehalten wurden, hatten neben den Vorsitzenden auch  Norbert Bauer, Georg Stolle sowie Freundeskreismitglied Hanne Gruß beigesteuert. Am Ende dankte der Vorsitzende allen, die zum Gelingen des Abends beigetragen hatten, darunter Grillmeister Willi Schobel und Wilhelm Gerhardt sowie der „Versorgungsmannschaft“ Karin und Reinhard Grohrock, Sigi und Franz Müller sowie Fred Stumpf.  Und ebenso erfreulich, dass an diesem Abend spontan zwei Gäste dem Freundeskreis beigetreten und Mitglied geworden sind.

Vorsitzender Wahlig erinnerte noch einmal daran, dass am kommenden Freitag, 8. März, 19.30 Uhr,  im Weingut Mohr, Grieselstraße in Bensheim, die diesjähriges Jahreshauptversammlung des Freundeskreises Bensheim-Mohács stattfindet. An diesem Abend wird auch das Jahresprogramm 2013 bekannt gegeben.                                                                                                                       mül

____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________