Pressespiegel des Heppenheimer Geschichtsvereins

Steigendes Interesse an Stadt-Historie
Geschichtsverein: Karl Härter zum Vorsitzenden gewählt – Öffentlichkeitsarbeit soll verstärkt werden – Ausblick

HEPPENHEIM. „Der Heppenheimer Geschichtsverein ist gut aufgestellt, nicht zuletzt durch sein Mitwirken beim Stadtjubiläum. Es gilt nun, Bewährtes fortzusetzen und auszubauen.“ Mit diesen Worten leitete der neue Vorsitzende des Heppenheimer Geschichtsvereins, Karl Härter, seine Vorschau auf die geplanten Aktivitäten ein. Zuvor gab es Neuwahlen, die unter der Leitung von Ruth Kutzmann schnell und zügig über die Bühne gingen.

Diese brachten folgendes Ergebnis: Vorsitzender wurde Karl Härter, sein Stellvertreter ist Dieter Schnabel. Die Kasse verwaltet Rolf Geiger. Schriftführer bleibt Hans Joachim Büge. Zu Beisitzern wurden gewählt: Manfred Bräuer, Lucia Frank, Volker Scheller und Hans Rittersberger. Der neue Vorsitzende ist kein Unbekannter. Er arbeitet am Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte in Frankfurt und ist Dozent an der TU Darmstadt.

Mit der Heppenheimer Geschichte ist Härter bestens vertraut, wie viele Veröffentlichungen und seine federführende Mitwirkung am Festbuch zum Stadtjubiläum im vergangenen Jahr beweisen. Außerdem ist er langjähriges Mitglied im Vorstand des Heppenheimer Geschichtsvereins. Härter bedankte sich bei dem alten Vorstand für die geleistete Arbeit. Sein Dank galt besonders Dieter Schnabel für dessen Engagement für den Verein und Hans Rittersberger, der das „Sprachrohr“ des Geschichtsvereins, die Heimatbeilage des ECHO, die „Starkenburg“, betreut.

Der neue Vorstand müsse darauf achten, so Härter, dass die begonnenen Projekte fortgesetzt werden. Nach wie vor verhindert die schlechte Raumsituation ein erfolgreiches Arbeiten und die Nutzung von Archivmaterial. Hier muss bald Abhilfe geschaffen werden. Wichtig ist es auch, mit der Arbeit des Vereins noch mehr an die Öffentlichkeit zu gehen. Dabei sei an die Einrichtung eines Stammtisches gedacht, an dem in geselliger Runde Geschichte und Geschichten aus und über Heppenheim ausgetauscht werden können. Hier bietet sich die Zusammenarbeit mit den Altstadtfreunden an.

Dank sagte der Vorsitzende auch Helmut Becker, dem Leiter des Kirchenarchivs von Sankt Peter, für die gute Zusammenarbeit. Diese gilt es weiter zu pflegen und zu intensivieren. Ebenso bestehen zu den Altstadtfreunden gute Beziehungen, und erste Absprachen zwischen beiden Vereinen konnten getroffen werden. Darüber hinaus sollen die Beziehungen zum Stadtarchiv und zum Museum verstärkt werden.

Eine engere Zusammenarbeit mit benachbarten Geschichtsvereinen und Museen, beispielsweise in Bensheim und Lorsch, sei wünschenswert. Die Tradition der Exkursionen solle, so Härter, fortgesetzt werden. Eine Wanderung zu den Mühlenstandorten im Hambacher Tal ist für dieses Jahr fest eingeplant. Auch der Burg Stein an der Weschnitzmündung soll ein Besuch abgestattet werden.

In die Arbeit des Geschichtsvereins soll mehr Schwung kommen. Statt der seitherigen Treffen wird an die Bildung themenbezogene Gruppen gedacht. Neben den bereits bestehenden wäre es denkbar, dass sich neue Gruppen mit Themen wie „Hepprumer Wasser“, das Tonwerk, „romantisches Heppenheim“, religiöse Volkskultur, Zünfte, Gewerbe und Vereine bilden könnten. Themen gibt es genug.

Mit den Heppenheimer Schulen wird eine enge Kooperation angestrebt. Der Verein ist durchaus in der Lage, bei Interesse, Vorträge, Projekte und Führungen anzubieten. Ein weiteres Gebiet für den Verein sei die Mitwirkung bei der Erstellung von Infotafeln und -broschüren, und zwar in Zusammenarbeit mit den Altstadtfreunden oder dem Verkehrs- und Heimatverein.

Ein Bedürfnis, mehr über die Geschichte der Stadt zu erfahren ist vorhanden und spürbar. Daher muss eine Bündelung der Aktivitäten, die sich auf die Geschichte Heppenheims beziehen, erreicht werden. Deshalb müsse der Verein noch mehr an die Öffentlichkeit gehen und zusammen mit Partnern möglichst viele Menschen erreichen. Hier gilt es auch, verstärkt das Internet zu nutzen. Die Homepage des Vereins wird häufig besucht und bietet bereits eine Fülle von Informationen.

So ist seit einiger Zeit dort das Inhaltsverzeichnis für die Heimatbeilage „Die Starkenburg“ von 1924 bis 2005 zu finden. Es gibt viel zu tun für den Heppenheimer Geschichtsverein und seine Mitglieder. Karl Härter ist optimistisch, dass es gelingt, die Mitbürger für die Vereinsarbeit zu interessieren und zur Mitarbeit in ihm anzuregen.

Starkenburger Echo, e - 15.02.2006

Wechsel an der Spitze

Der Heppenheimer Geschichtsverein hat einen neuen Vorsitzenden.
Karl Härter folgt Dieter Schnabel.

Vorstand von 2006

Das Bild zeigt den Vorstand (von links): Hans Rittersberger, Rolf Geiger (Rechner), Volker Scheller, Karl Härter, Manfred Bräuer, den stellvertretenden Vorsitzenden Dieter Schnabel, Lucia Frank und Hans-Joachim Büge (Schriftführer).

Starkenburger Echo, Foto: Lutz Igiel (www.lugfoto.de) - 15.02.2006

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Zuletzt aktualisiert am 25.02.2006