Pressespiegel des Heppenheimer Geschichtsvereins

Nächste Veröffentlichung steht bevor
Geschichtsverein: Der dritte Band des Heppenheimer Sippenbuches ist fast fertig - Neue Mitglieder gewonnen

HEPPENHEIM. "Unser Verein ist in der Öffentlichkeit deutlich präsenter geworden." Dies war das Fazit, das Karl Härter, Vorsitzender des Heppenheimer Geschichtsvereins, auf der Mitgliederversammlung des Vereins zog. Zahlreiche Mitglieder und Gäste hatten sich im neuen Haus der Vereine am Erbachwiesenweg eingefunden, unter ihnen auch der "Hausherr" Gerhard Röhrig.

Es gehört zur Tradition des Heppenheimer Geschichtsvereins, dass seine Mitgliederversammlungen mit einem Vortrag eingeleitet werden. In diesem Jahr zeigte Vorstandsmitglied Dieter Schnabel Bilder von Heppenheimer Gaststätten. Es war wieder ein neuer, veränderter Vortrag, denn der Vortragende kann aus einer großen Sammlung auswählen.

Gaststätten haben in Heppenheim eine lange Tradition, wie Karl Härter in seiner Begrüßung feststellte. Neben den Schildwirtschaften, sozusagen den offiziellen Gaststätten, gab es zahllose Straußenwirtschaften, in denen die Heppenheimer ihren selbst erzeugten Wein verkaufen durften und nur den. Allerdings die Gaststätten, die Dieter Schnabel vorstellte hatten, alle den Segen der Obrigkeit.

Die alten Akten, die sich erhalten haben, belegen dies. Schnabel begann seine "Wanderung" am Bahnhof, an dem es einst fünf Gasthäuser gab. Dann ging es die mit Gaststätten wohl versehenen Bahnhofstraße hinauf in die Friedrichstraße, die Bachgass’, die in früheren Jahren ebenfalls viele Wirtschaften beherbergte. Im Gasthaus "Zum Goldenen Anker", beim "Knochen", befand sich im ersten Stock der erste Heppenheimer Turnsaal.

Weiter ging es durch die Gassen der Altstadt, die Vorstadt hinaus bis nach Fischweiher, in dem drei Wirtschaften auf Kunden warteten. Nach einem Abstecher ins Erbacher Tal zur Lohschen Mühle, in der einst Eichenrinde (Lohe) gemahlen wurde, die aber ihren Namen nach einem späteren Besitzer erhielt, ging es in die neuen Stadtteile, in die Niedermühlstraße und die Weststadt. Auch hier gab und gibt es zahlreiche Gaststätten. Der Vortrag endete beim Halben Mond, dessen bauliche Geschichte Schnabel mit zahlreichen Bildern darstellte.

Dieter Schnabel verstand es, sein Publikum in den Vortrag einzubinden. So entstanden zahlreiche Dialoge, die voller Geschichte und Geschichten waren. Da die Zeit knapp bemessen war, musste sich der Vortragende sehr kurz fassen. Lang anhaltender Beifall zeigte, dass der Vortrag gut angekommen war.

Seinen Jahresbericht leitete Karl Härter mit einer Ehrung ein. Hans Rittersberger wurde neues Ehrenmitglied des Vereins. Als Stadtarchivar und langjähriger Vorsitzender, zusammen mit Hans Lorenz, hat sich Hans Rittersberger immer um die Belange des Geschichtsvereins gekümmert. Die "Starkenburg", die Heimatbeilage des Starkenburger Echo, wird von ihm seit vielen Jahren redigiert.

Nach dem Totengedenken erstattete Härter den Bericht über das abgelaufene Jahr, das erfolgreich war: Der Verein konnte elf neue Mitglieder gewinnen und ist auch seit kurzer Zeit ein eingetragener Verein. Im Haus der Vereine hat er ein neues Domizil gefunden, sodass nun die Hoffnung besteht, die reichhaltigen Sammlungen des Vereins besser zu nutzen. Härter dankte in diesem Zusammenhang besonders Gerhard Röhrig.

Der Verein unternahm zahlreiche Fahrten zu Ausstellungen in der näheren Umgebung und eine Exkursion zur Burg Stein am Rhein. Der Stammtisch "Heppenheimer Geschichte(n)" erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Neu sind die Vorträge mit historischen Karten, die auch in den Nachbarorten gut ankommen.

Zurzeit geht der Band III des Heppenheimer Sippenbuches, das die Jahre 1741 bis 1809 abdeckt seiner Vollendung entgegen. Ein erstes Muster konnten die Besucher er Versammlung einsehen. Mit den Altstadtfreunden bestehen gute Verbindungen und es werden gemeinsame Projekte wie die Aufwertung der Ehrenmal-Anlage am alten Landratsamt verwirklicht. Auch die Kooperation mit dem Museum der Stadt hatte eine gemeinsame Führung am Tag des offenen Denkmals zu den Heppenheimer Begräbnisstätten zum Ergebnis, was dieses Jahr mit einer Führungen zu christlichen Denkmäler und Sakralbauten wiederholt werden soll.

Der Kassenverwalter Rolf Geiger erstattete den Kassenbericht für das abgelaufene Jahr. Die Kassenprüfer Georg Niedermayer und Richard Lulay hatten die Kasse geprüft und fanden keine Beanstandungen, sodass dem Vorstand Entlastung erteilt werden konnte.

Härter stellte danach die geplanten Vereinsaktivitäten vor. So findet am 24. April (Dienstag) ein neuer Stammtisch "Heppenheimer Geschichte(n)" statt. Sein Thema: die Post in Heppenheim. Am 13. Mai gibt es einen historischen Spaziergang nach Lorsch, der auf historischen Karten basiert. Auch das Sparkassenmuseum wird besucht werden. Mit der Sparkasse will der Verein eine Ausstellung durchführen die den Titel "Unsere starke Burg: die Starkenburg in historischen Bildern und Ansichten" trägt.

Im Herbst wird der Geschichtsverein zusammen mit dem Stadtmuseum den Tag des offenen Denkmals ausrichten. Ebenso steht ein in Weinheim und eine Wiederholung der Galgenwanderung auf dem Programm.

Starkenburger Echo, e - 24.3.2007

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Zuletzt aktualisiert am 25.03.2007