Pressespiegel des Heppenheimer Geschichtsvereins

Eine Stimme für die Geschichte
Zeitungsjubiläum: Seit 1924 erscheint die Beilage "Die Starkenburg"
Von Karl Freisens bis Karl Härter

Anlehnend an die Jubiläumszahl veröffentlicht das Starkenburger Echo übers Jahr verstreut eine Artikelserie mit 150 Beiträgen. Damit wird der Versuch unternommen, eine Brücke vom Einst ins Jetzt zu schlagen und das Alltagsleben der verflossenen fünfzehn Jahrzehnte authentisch wiederzugeben. Die Einzelthemen in der Reihe erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

HEPPENHEIM. Den Anspruch auf Heimatverbundenheit reklamiert fast jede Zeitung für sich. Unabhängig davon sind früher übliche Beilagen, in denen die Geschichte aus Städten und Gemeinden des Verbreitungsgebietes aufgearbeitet wird, landauf, landab wirtschaftlichen Überlegungen zum Opfer gefallen. Dem Trend zum Trotz setzt das "Starkenburger Echo" die bereits vom "Verordnungs- und Anzeigeblatt für den Kreis Heppenheim" und von der späteren "Südhessischen Post" übernommene Tradition fort und bietet geschichtlich versierten Autoren mit der Beilage "Die Starkenburg" eine Möglichkeit, in des Wortes bestem Sinne "Heimatkunde" zu vermitteln.

Recherchiert und zusammengestellt werden die "Blätter für Heimatkunde und Heimatpflege" von Mitgliedern des Heppenheimer Geschichtsvereins. Deren Vorsitzender Karl Härter hat inzwischen vom verdienstvollen Hans Rittersberger die Schriftleitung übernommen. Davor kümmerten sich Persönlichkeiten wie Ferdinand Koob, Heinrich Winter, Willy Lizalek, Heinrich Hess und Hans Lorenz um ihr Erscheinen.

Die erste Ausgabe dieser Beilage ist bereits im Mai 1924 erschienen. Oberpostmeister Karl Freisens, dem die Stadt mit dem "Freisensbrunnen" an der Marktstraße, Höhe Bogengasse, eine Denkmal gesetzt hat, übernahm seinerzeit die Verantwortung. Er wolle, führte er dazu aus, "Stadt und Kreis in geschichtlicher, volkskundlicher, sozialer, künstlerischer und naturwissenschaftlicher Hinsicht ausforschen und Alles suchen und sammeln, was von Orts- und Familiengeschichte, von Sage, Sitte, Brauch, Eigenart, Arbeit, Kunst und Natur der Heimat eindringlich zu uns redet". Diese Grundsätze, schrieb Hans Rittersberger zum achtzigjährigen Bestehen in der Nr. 1/2004, würden im Prinzip immer noch gelten. Dankbar fügte er an, dass "Die Starkenburg" alle Stürme der Zeit überstanden habe und, so wörtlich, "mittlerweile die einzige, regelmäßig erscheinende Publikation ihrer Art im Kreisgebiet ist".

Heimatgeschichte muss keine staubtrockene Angelegenheit, sondern kann sehr, sehr spannend sein. Man muss sich nur auf sie einlassen.

Starkenburger Echo, echo-online - fk - 12.1.2008

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Zuletzt aktualisiert am 13.1.2008