Pressespiegel des Heppenheimer Geschichtsvereins

Gemeinsame Galgenwanderung mit dem Kuratorium Weltkulturerbe Lorsch unter der Leitung von Karl Härter

HEPPENHEIM. Professor Karl Härter will bei einer "Galgenwanderung" über die Geschichte der Heppenheimer Gerichtsbarkeit informieren. Härter ist Rechtshistoriker und Vorsitzender des Heppenheimer Geschichtsvereins. Termin ist der 12. Oktober (Sonntag), Treffpunkt um 14 Uhr der Marktplatz in Heppenheim. Die Tour führt zu den Orten, an denen vor 1800 Recht gesprochen wurde und Strafen vollstreckt wurden.

Die meiste Zeit seiner 1250-jährigen Geschichte war Heppenheim Sitz eines bedeutenden regionalen Gerichts, dem Centgericht auf dem Landberg. Dieses Gericht geht zurück auf die Gerichtsbarkeit des Klosters Lorsch. Es war zuständig für das gesamte Oberamt Starkenburg und verhandelte vorwiegend Kriminaldelikte. Die Todesstrafen wurden aber nicht am Gerichtsort, im Volksmund "Galgen" genannt, sondern auf einem Hinrichtungsplatz an der Gemarkungsgrenze zu Bensheim vollstreckt.

Ausgehend vom Marktplatz, wo ebenfalls Strafen vollzogen wurden, über die Standorte ehemaliger Stadttürme, in denen die Delinquenten inhaftiert waren, über den Amtshof, wo der Scharfrichter die Folter vollzog, geht es zum Centgericht und Galgenplatz. An den Stationen wird Karl Härter anhand zahlreicher Fälle die Praxis des Gerichts und des Strafvollzugs erläutern. Am Ende erwartet die Teilnehmer dann ein "Galgentrunk", wie er auch vor 300 Jahren üblich war. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Starkenburger Echo, echo-online, ml - 5.9.2008

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Zuletzt aktualisiert am 8.9.2008