Pressespiegel des Heppenheimer Geschichtsvereins

Ritterschlag für großes Engagement
Landesehrenbrief: Johann "Hans" Rittersberger wird im vollen Rathaussaal für vielfältigen Einsatz gewürdigt

Von langjährigen Freunden aus dem Odenwaldklub, dem Heppenheimer Geschichtsverein sowie dem Stenografenverein bis hin zu Ehefrau Antonie, den vier erwachsenen Töchtern sowie seinem Enkelsohn waren alle versammelt, als am Mittwochabend Johann "Hans" Rittersberger mit dem Landesehrenbrief ausgezeichnet wurde. Tochter Christine Twigt reiste sogar extra aus der neuen niederländischen Heimat an die Bergstraße, um den Tag gemeinsam mit ihrer Familie feiern zu können.

Bei der Feierstunde im Saal "Schlossberg" des Heppenheimer Rathauses nutzte Landrat Matthias Wilkes (CDU) die Gelegenheit, um Hans Rittersberger Dankeschön zu sagen, für sein langjähriges ehrenamtliches Engagement für den Erhalt von Tradition und Heimat. "Ihr besonderes Interesse gilt ihrer Heimatstadt Heppenheim. Erforschend, beschreibend und studierend erkunden sie seit Jahrzehnten unsere Region", würdigte Wilkes den Jubilar. Angesichts der zahlreichen Auszeichnungen, die Rittersberger bereits für seine Tätigkeiten erhalten hat, bezeichnete der Landrat die höchste Auszeichnung des Landes als "weiteren Ritterschlag".

Anerkennung erworben hat sich der Geehrte unter anderem als langjähriges Vorstandsmitglied beim Stenografenverein 1888, beim Heppenheimer Geschichtsverein sowie beim Odenwaldklub Heppenheim. Auch beim Technischen Hilfewerk war der heute Sechsundsiebzigjährige in der Anfangszeit aktiv. Seit 1972 ist Rittersberger zudem Mitglied beim Gebirgstrachtenverein Alpenrose, für den er zum fünfundsiebzigjährigen Bestehen 2004 die Vereinschronik verfasste. In journalistischer Hinsicht zeichnete Rittersberger ferner für knapp zehn Jahre als Herausgeber und Redakteur für die Inhalte der Beilage "Die Starkenburg" in der Südhessischen Post sowie im Nachfolger, Starkenburger Echo, verantwortlich.

"Hans Rittersbergers Motto war und ist seit jeher: Wenn schon Vereinsmitglied, dann auch richtig", untermauerte Rittersbergers langjähriger Weggefährte Heinrich Morweiser das große Engagement seines Freundes. Es war auch Morweiser Initiative, die jetzt zur Auszeichnung führte. In der Tat bekleidete Hans Rittersberger in allen Vereinen, in denen er Mitglied war, zahlreiche Vorstandsposten.

Für Wilkes wie auch den Heppenheimer Bürgermeister Gerhard Herbert (SPD) sowie Stadtverordnetenvorsteher Philipp-Otto Vock (CDU) war die Auszeichnung des gebürtigen Heppenheimers ein besonderes Anliegen. "Sie sprudeln quasi vor Heimatkunde", lobte Herbert. Bei einer gemeinsamen Wanderung auf dem Heppenheimer Philosophenweg im Erbacher Tal konnte er sich einmal selbst von Rittersbergers Erfahrungsschatz überzeugen. Vock fügte hinzu: "Die Bandbreite, in der sie sich in ihrer Heimatstadt eingebracht haben, ist einfach enorm."

Dass Hans Rittersberger neben seinen vielen Tätigkeiten auch noch ein großes Maß an Hilfsbereitschaft auszeichnet, erwähnte Helmut Becker, der seit vielen Jahren das Kirchenarchiv der Heppenheimer Pfarrei Sankt Peter führt. "Als wir die Kirchenbücher vervollständigen mussten, habe ich Hans gebeten, mir zu helfen. Am nächsten Tag hatte ich alle Unterlagen beisammen."

Sichtlich gerührt von den Worten der Kommunalpolitiker und der geladenen Gäste gab Rittersberger viel Lob auch an seine Familie weiter, ohne deren Unterstützung eine ehrenamtliche Tätigkeit dieses Ausmaßes nie möglich gewesen wäre. Auch Wilkes und Vock hoben die Verdienste von Ehefrau Antonie und den vier Töchtern hervor. "Bei so vielen ehrenamtlichen Tätigkeiten ist auch ein großes Maß an Verständnis gefragt. So wie sie alles mitgetragen haben, ist das einmalig", sagte Wilkes. "Wie sie es bei so vielen Tätigkeiten gemeinsam geschafft haben, die Familie zu organisieren, nötigt größten Respekt ab", fügte Vock hinzu.

Gleichzeitig gab der Geehrte zu verstehen, zu keiner Zeit auf einen besonderen Posten geschielt zu haben: "Was den Odenwaldklub betrifft, so wollte ich eigentlich einfach nur wandern. Ich hatte da keinerlei Ambitionen. Zu den Vorstandsämtern bin ich dann eher gekommen wie die Jungfrau zum Kind."

Wie es sich für Wanderer und die Mitglieder des Odenwaldklubs gehört, kam bei der Verleihung des Landesehrenbriefes auch der Spaß nicht zu kurz. Insbesondere Helmut Sturm sorgte im prallvollen Saal mit seinen Anekdoten von diversen Touren für schallendes Gelächter.

Starkenburger Echo, echo-online, fran - 27.August 2010

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Zuletzt aktualisiert am 11.9.2010