Pressespiegel des Heppenheimer Geschichtsvereins

Ein ganz anderer Richard Wagner
»Bilder eines früheren Erbacher Photographen« - Heimatverein lädt ein

Wer den Namen Richard Wagner liest oder hört, wird zuallererst an Bayreuth und sein Festspielhaus denken. Der zwischen 1813 und 1883 lebende Komponist zählt zu den ganz Großen der Musikgeschichte, hat es mit dem »Fliegenden Holländer«, dem »Ring«, dem »Parsifal«, »Tannhäuser« und »Lohengrin« zu Weltgeltung gebracht.

Viel bescheidener liest sich die Biografie, auf die die Nachkommen des einst in Erbach lebenden Richard Wagner verweisen können. Dennoch hat auch er - dies freilich nur im überschaubaren Raum seines Heimatortes - Spuren hinterlassen.

Zeugnis davon ablegen wird eine Ausstellung, die am 29. Oktober (Freitag) um 19 Uhr im Multifunktionsraum der Mehrzweckhalle im Heppenheimer Stadtteil Erbach eröffnet und an den folgenden beiden Tagen (30. und 31.) einer größeren Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird.

Anlass dazu gibt ein markantes Datum: In diesen Tagen hätte Richard Wagner sein 100. Lebensjahr vollenden können. Die Erinnerung an den 1989 verstorbenen Erbacher wird wach gehalten mit einer Fülle von Bildern, die beeindruckend das dörfliche Leben längst vergangener Zeiten widerspiegeln. Das Besondere daran: Wagner hat die Aufnahmen selbst auf die Platte gebannt, nachdem es ihm als offenbar erfolgreichem Händler von landwirtschaftlichen Produkten vergönnt war, sich schon in jungen Jahren eine Kamera anzuschaffen. Für damalige Zeiten war das eine kleine Sensation.

Initiator dieser Veranstaltung ist der Heimat- und Verschönerungsverein Erbach. Vorsitzende Gerlinde Bannert hofft auf reges Interesse und lädt schon jetzt zum Besuch der Ausstellung ein. »Gar mancher Erbacher wird seine Eltern, Großeltern und sogar Urgroßeltern erkennen können«, weist sie in ihrem Einladungsschreiben auf die sorgsam zusammengestellten und mit kurzen Texten erläuterten Exponate hin.

Zu sehen und zu bewundern gibt es dabei vieles: Honorige Herren im »Sonntagsstaat«, Erbacher Trachtenträger, Kinder bei einer Schlittenfahrt oder beim Füttern von Hühnern sowie Landwirte, die stolz ihre auf vier Beinen trabenden »PS« ins rechte Bild rücken.

Das Gros der Fotografien wurde ausgangs der zwanziger bis in die erste Hälfte der dreißiger Jahre aufgenommen. Wagner war seinerzeit zwischen 18 und 25 Jahre jung. Ergänzt werden die Bilder aus seinem Nachlass mit einer Ausstellung von Gegenständen, wie sie zu seinen Lebzeiten im Haushalt oder bei der schweren Feldarbeit üblich waren. Das Konzept wurde von Stefanie Wagner, einer Enkelin des Fotografen, und vom Erbacher Ortschronisten und Vorstandsmitglied des Geschichtsvereins Heppenheim, Manfred Bräuer, entworfen.

Mit der Ausstellung verfolgt der Heimat- und Verschönerungsverein das in seiner Satzung festgeschriebene Ziel, kulturelles Erbe zu bewahren und weiterzutragen. Erinnern bedeutet für Vorsitzende Bannert nicht, alte Zeiten schönfärberisch zu verklären, sondern auch auf die Mühen und Opfer aufmerksam zu machen, mit denen die Vorfahren in ihrem Lebensalltag konfrontiert wurden.

Starkenburger Echo, echo-online, fk - 20.10.2010

Termine

Ausstellungseröffnung »Bilder eines früheren Erbacher Photographen« am 29. Oktober (Freitag), 19 Uhr, Multifunktionsraum der Mehrzweckhalle Heppenheim-Erbach. Weitere Öffnungszeiten: Samstag, 30., von 16 bis 20 sowie Sonntag, 31., 13 bis 18 Uhr.

Erbacher Leben früher
Ausstellung: Fotos von Richard Wagner im Multifunktionsraum - Heute (29.) Vernissage

Dörfliches Leben so nachvollziehen zu können, wie es sich in den späten zwanziger und frühen dreißiger Jahren des verflossenen Jahrhunderts dargestellt hat, ist Ziel einer Ausstellung, zu dessen Besuch der Heimat- und Verschönerungsverein Erbach (HVE) am Wochenende in den Multifunktionsraum der Mehrzweckhalle einlädt. Gezeigt werden Fotos von Richard Wagner, der schon als junger Mann eine Kamera gekauft hatte und Eindrücke im Bild festhielt, die nach 80 Jahren als wertvolle Dokumente der Zeitgeschichte gelten. Wagners Geburtstag würde sich in diesen Tagen zum 100. Male jähren.

Die Ausstellung darf somit auch als eine Hommage an sein Wirken verstanden werden. Zusammengetragen wurden die Exponate von Enkelin Elfriede Wagner sowie vom Erbacher Ortschronisten Manfred Bräuer.

»Gar mancher Erbacher wird auf den Fotos seinen Eltern, Großeltern und sogar Urgroßeltern begegnen«, schreibt Gerlinde Bannert in ihrer Einladung zur Ausstellung. Ergänzt werden die Bilder mit Gegenständen, wie sie in Wagners Jugendjahren im Haushalt oder bei der schweren Feldarbeit zum Einsatz kamen.

Offiziell eröffnet wird die Ausstellung heute, Freitag (29.), um 19 Uhr. Gelegenheit zum Besuch besteht außerdem am Samstag und Sonntag.

Starkenburger Echo, echo-online, fk - 29.10.2010

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Zuletzt aktualisiert am 07.12.2010