Pressespiegel des Heppenheimer Geschichtsvereins

Über Stock und Stein zur Nordgemarkung
Grenzgang: Ortsbeirat und Heimatverein laden ein - Ein Abschluss beim lange vermissten Klang des Schulglöckchens? - Landschaftlich reizvolle Ausblicke

Mit Temperaturen, die teilweise auf 28 Grad Celsius gestiegen waren, zeigte das Thermometer in der ersten Wochenhälfte hochsommerliche Werte an. Mit Tief "Viktor", das im Laufe des gestrigen Donnerstags auch über Heppenheim aufzog, trat eine merkliche Abkühlung ein. Während der Witterungswechsel bei Badelustigen auf wenig Gegenliebe stoßen dürfte, haben der Ortsbeirat von Erbach sowie der Vorstand des Heimat- und Verschönerungsvereins überhaupt nichts an ihm auszusetzen.

Für den von ihnen organisierten Grenzgang, zu dem sie auf den morgigen Samstag (28.) einladen, kommen weniger schweißtreibende Temperaturen gerade recht. Manfred Bräuer, der zusammen mit Robert Reimann die Führung übernimmt, kündigt vorab eine Tour an, die den Teilnehmern eher Anforderungen einer anspruchsvollen Wanderung abverlange. "Festes Schuhwerk ist ratsam", so Bräuer mit Fingerzeig auf die topographische Beschaffenheit des Geländes und auf teils unbefestigte Wege. Von einem "einfachen Spaziergang" könne keine Rede sein.

Entschädigt für ihre Mühen werden die Grenzgänger unterwegs mit einem Erfrischungstrunk und vor allem mit einer Fülle von Informationen zur Geschichte der Erbacher Nordgemarkung, die - schöner Nebeneffekt - auch mit landschaftlich reizvollen Ausblicken überrascht: Wandervergnügen und Wissenserweiterung sozusagen in einem. Die Teilnehmer am Grenzgang treffen sich zum Abmarsch um 14 Uhr am "Pannekucheeck".

Anlaufpunkte ihrer Exkursion sind neben anderen die Höhe, an der sich die Gemarkungen von Erbach, Sonderbach und Kirschhausen kreuzen, der "Dreimärker" an der Grenze zu Heppenheim, der Hambacher Grund sowie die Wilhelmhöhe. Bei der Schlussrast auf dem Dorfplatz wird eine zünftige Brotzeit serviert. Gut möglich, dass bei dieser Gelegenheit erstmals nach Jahrzehnten wieder das Geläut des 1786 gegossenen Glöckchens auf dem benachbarten alten Schulhaus erklingt. Die Sanierung des Turmaufbaues und der Einbau des Geläuts waren durch eine Kraftanstrengung der gesamten Erbacher Dorfgemeinschaft möglich geworden. Ob die Arbeiten dort abgeschlossen werden konnten, stand bis gestern noch nicht fest. Hier gilt wohl Rudi Carells Parole: "Lasst Euch überraschen."

Starkenburger Echo, echo-online, fk - 27.5.2011

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Zuletzt aktualisiert am 29.5.2011