Pressespiegel des Heppenheimer Geschichtsvereins

Ein Verein für die "Stolpersteine"
Gedenken: Initiative für Kunstprojekt in Heppenheim gibt sich neue Struktur

Im vergangenen Jahr hat sich eine Initiative zum Thema "Gedenkkultur in Heppenheim" gebildet. Beteiligt, heißt es in einer Pressemitteilung, waren interessierte und bereits engagierte Bürgerinnen und Bürger, die nach einer Diskussion über Formen des Gedenkens übereinkamen, sich um die Verlegung von "Stolpersteinen" in Heppenheim zu bemühen.

Der Kölner Künstler Gunter Demnig möchte mit seinem Kunstprojekt "Stolpersteine" an die Opfer der NS-Zeit erinnern, indem er vor ihrem letzten selbstgewählten Wohnort Gedenktafeln aus Messing in Gehwege, Fußgängerzonen, Straßen und Plätze einlässt.

Inzwischen liegen Stolpersteine in über 500 Orten Deutschlands und in mehreren Ländern Europas. Es ist eine mögliche Form, die Erinnerung wach zu halten, angelegt als dezentrales Mahnmal. Nach Vorstellung der Initiative soll es in Heppenheim zunächst und vorrangig um die ehemaligen jüdischen Mitbürger gehen.

Doch über andere Opfergruppen und Einzelopfer sollen Recherchen angestellt werden. Wichtig war der Initiative zu betonen, dass das Gedenken an Ausgrenzung, Verfolgung, Deportation, Ermordung mit der Verlegung von Stolpersteinen nicht als erledigt angesehen, sondern die nächste Generation einbezogen werden soll, um einen Beitrag zu leisten für Toleranz und gegen die Wiederholung des Schrecklichen.

Dazu wurde eine Vereinsgründung beschlossen. Der Verein wird "Stolpersteine Heppenheim" mit dem Zusatz "Erinnern für die Zukunft" heißen. Die Gründungsversammlung ist am Donnerstag (18.) um 19.30 Uhr im Marstall des Kurmainzer Amtshofes. Möglichst viele Interessierte sind eingeladen, dabei zu sein und Gründungsmitglied zu werden. Durch die Mitgliedschaft kann die Unterstützung des Vereinsanliegens zum Ausdruck gebracht werden, aber auch Engagement, zum Beispiel in Form von Recherche-Arbeit, eingebracht werden. Bisher sind sowohl Privatpersonen als auch Institutionen wie Kirchengemeinden, Geschichtsverein, Schulen und andere vertreten.

echo-online, e - 13. April 2013

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