Pressespiegel des Heppenheimer Geschichtsvereins

Heppenheimer Kultur um 1900
Mitgliederversammlung mit Vortrag und Vorstandswahlen

„Ein Heppenheimer Kulturkreis um 1900“ ist das Thema eines Vortrags von Rainer Metzendorf (Mainz), zu dem der Geschichtsverein Interessierte und Mitglieder für Freitag (11.) um 19.30 Uhr in den Marstall des Kurmainzer Amtshofs einlädt. Im Anschluss daran ist die Mitgliederversammlung des Vereins.

Im Schatten des „Darmstädter Impulses“, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts weit über die Region hinaus strahlte, agierte in Heppenheim ein Kulturkreis. Hierfür stehen Namen wie Peter Birkenholz, Wilhelm Holzamer, Georg und Heinrich Metzendorf oder Ludwig Römheld, schreibt der Geschichtsverein. Wilhelm Holzamer, zu seiner Zeit ein angesehener Schriftsteller, war mit der Familie Metzendorf verwandt. Georg Metzendorf war, ebenso wie sein Bruder Heinrich, Architekt. Beide unterhielten gemeinsam ein Architekturbüro, erst in Heppenheim, dann in Bensheim. Georg gehörte zu den Wegbereitern des modernen Städtebaus. 1909 zog er von der Bergstraße nach Essen und plante dort unter anderem die Gartenstadt Margarethenhöhe. Zuvor hatte er auch an der Bergstraße zahlreiche Häuser entworfen, darunter das Wohnhaus von Wilhelm Holzamer an der Lorscher Straße in Heppenheim.

Auch die anderen Mitglieder des Kulturkreises sind interessante Persönlichkeiten, heißt es weiter. Peter Birkenholz, Architekt, Designer und Mitarbeiter im Büro von Heinrich Metzendorf, ging später nach München und erhielt eine Professur an der dortigen Kunstakademie. Als begabter Zeichner fertigte er zahlreiche Porträts seiner Freunde an.

Ludwig Römheld erwarb, gemeinsam mit Georg Metzendorf, eine Mühle in Unterfranken. Die auch heute noch so genannte „Hessenmühle“, von Georg Metzendorf zu einem Zweifamilienhaus umgebaut, wurde rasch zu einem beliebten Treffpunkt eines kunstsinnigen Freundeskreises. In einem reich bebilderten Vortrag wird dieser Heppenheimer Personenkreis samt Umfeld näher vorgestellt. Der Referent, Rainer Metzendorf, Mainz, selbst Architekt und Stadtplaner, ist ein Enkel von Georg Metzendorf und veröffentlichte bereits mehrere Abhandlungen über seinen Großvater.

Im Anschluss an den öffentlichen Vortrag beginnt die Jahresversammlung des Heppenheimer Geschichtsvereins. Dabei steht die Neuwahl des Vorstands auf der Tagesordnung. Zuvor wird der Vorsitzende des Vereins, Karl Härter, über die Arbeit des Vorstandes und des Vereins berichten. Manfred Bräuer erstattet den Kassenbericht. Anschließend soll die Entlastung des Vorstandes erfolgen. Wenn die Wahlen abgeschlossen sind, gibt es noch einen Ausblick auf die Aktivitäten des Geschichtsvereins im kommenden Jahr. Beginn ist um 19.30 Uhr im Marstall.

Pressemitteilung GV; echo-online, 8. April 2014

Der Halbe Mond

Georg Metzendorf (rechts) und Peter Birkenholz (links) im Architekturbüro Metzendorf

Repro: Geschichtsverein

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