Der Heppenheimer Geschichtsverein lädt ein:

Dienstag, 11. Juli 2006, 20 Uhr
Die starke Burg
Feste diesmal im Mittelpunkt der „Heppenheimer Geschichte(n)

HEPPENHEIM. Der Heppenheimer Geschichtsverein lädt alle interessierten Bürgerinnen und Bürger am Dienstag (11.) um 20 Uhr in die Burggaststätte auf der Starkenburg zu einem neuen Stammtisch „Heppenheimer Geschichte(n)“ ein. Dieses Mal steht die Starkenburg im Mittelpunkt, die nicht nur ein Wahrzeichen Heppenheims, sondern einer ganzen Region ist.

1065 unter Abt Udalrich erbaut, dem Heinrich IV. das Lorscher Kloster nahm und – inklusive Heppenheims – seinem Erzieher Adalbert von Bremen schenkte. Zwar musste Heinrich dafür nicht nach Canossa gehen, aber mit seiner neuen Burg verteidigte Udalrich erfolgreich seinen Besitz. Danach wurde die Feste ausgebaut und nur selten erobert, erlebte aber dennoch eine wechselvolle Geschichte. Ihr langsamer Verfall seit der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts konnte im Grunde erst in den letzten Jahrzehnten gestoppt und die Reste ansehnlich wieder hergestellt werden.

Vieles ist jedoch schon fast vergessen: Wer kennt etwa noch die weitläufig angelegten ehemaligen Burggärten, die der Versorgung der Offiziere und Soldaten dienten? Oder den ehemaligen Spanischen Friedhof, auf dem noch bis Anfang des 18. Jahrhunderts auch Heppenheimer begraben wurden? Niemand kann mehr die Tiefe des verschlossenen Brunnens ermessen und der Standort des ehemaligen mächtigen Bergfrieds ist nicht mehr erkennbar. Immerhin haben die in den letzten Jahren betriebenen Ausgrabungen in der Nähe des ehemaligen Tors erstaunliche Reste zutage gefördert. Grund genug also, die aktuelle Situation der Burg bei einem Geschichtsstammtisch in der Burggaststätte näher zu beleuchten. Dabei wird Beate Weis vom Umweltamt des Kreises die jüngsten Überlegungen des Besitzers (das Amt für Hessisches Baumanagement) bezüglich einer teilweisen Rekonstruktion der Burggärten vorstellen und ein Vertreter des Amtes für Bodenmanagement den Stand des Flurneuordnungsverfahrens am Schlossberg erläutern.

Auch hinter Gärten und Fluren des Schlossbergs stecken alte historische Probleme: Seit dem 16. Jahrhundert gab es Auseinandersetzungen zwischen den „Burgbesitzern“ und den Heppenheimern sowie Hambachern um das Burggut, die Gärten, die Zäune und die Dienste der Bürger an der Burg. Mitglieder des Geschichtsvereins werden zur Geschichte der Burg weiteres Informationsmaterial und Bilder beisteuern. Dabei wird Gelegenheit sein, einiges direkt vor Ort in unmittelbaren Augenschein zu nehmen. Wer dazu mit Geschichten, Dokumenten und Bilder beitragen oder über die historische Bedeutung der Burg diskutieren möchte, ist eingeladen. Der Geschichtsverein bietet auch Mitfahrgelegenheiten zur Burggaststätte an.

Starkenburger Echo, Echo online, e - 5.7.2006

nach oben
Pressespiegel
Veranstaltungen
Home

Zuletzt aktualisiert am 12.07.2006