Der Heppenheimer Geschichtsverein lädt ein:

Sonntag, den 12. November 2006
Fahrt nach Wetzlar und Besuch der Ausstellung "Altes Reich und neues Recht - Von den Anfängen der bürgerlichen Freiheit"

Am Sonntag, den 12. November, unternimmt der Heppenheimer Geschichtsverein eine Busfahrt nach Wetzlar, zu der alle Interessierten herzlich eingeladen sind. In Wetzlar wird nach einer Stadtführung durch den dortigen Geschichtsverein die Ausstellung "Altes Reich und neues Recht: Von den Anfängen bürgerlicher Freiheit" im Reichskammergerichtsmuseum und im Stadt- und Industriemuseum besucht. Die Abfahrt ist für 9 Uhr (Parkhof) und die Ankunft ca. 17-18 Uhr vorgesehen. Da die Fahrt nur bei ausreichender Teilnehmerzahl stattfindet, bitten wir um eine verbindliche Zusage bis spätestens zum 6.11.2006. Die Kosten werden 15-20 Euro pro Person betragen (Busfahrt, Stadtführung, Eintritte).

Anmeldungen können telefonisch, schriftlich oder per E-Mail gerichtet werden an:
Karl Härter, Udalrichstraße 1, 64646 Heppenheim, Tel. (06252) 7 68 69, Email
Hans-Joachim Büge, Von-Kleist-Straße 9, 64646 Heppenheim, Tel. (06252) 7 14 01, Email

Die Ausstellung gibt einen interessanten Einblick in das Ende des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation vor genau 200 Jahren: Am 6. August 1806 löste Kaiser Franz II. das Alte Reich auf und an seine Stelle traten Österreich, Preußen und die vielen deutschen Einzelstaaten, die sich in dem von Napoleon dominierten Rheinbund zusammenschlossen. Heppenheim und die Bergstraße waren davon unmittelbar betroffen: Lagen sie doch in einer Kernregion des Alten Reiches und gehörten zeitweise zu den Kurfürstentümern Pfalz und Mainz, die 1803/06 aufgelöst wurden. Und der letzte Mainzer Kurfürst, Carl Theodor von Dalberg, war einer der Architekten des Rheinbundes. Mit dem Reichsende gelangten Heppenheim und das Amt Starkenburg an Hessen-Darmstadt, das sich ebenfalls Napoleon anschloss und an dem neuen französischen Recht orientierte. Auch Recht und Gesetz befanden sich in dieser Zeit im Umbruch und sicherten allmählich bürgerliche Freiheit. Andererseits dauerten auch teilweise alte Rechtsvorstellungen fort, so im Bereich des Strafrechts, das in einer eigenen Abteilung behandelt wird und dies beispielsweise für Prozess und Hinrichtung des Schinderhannes darstellt. Gerade die Thematik des Wandels im Strafrechts weist Bezüge zu Heppenheim als Sitz eines Landgerichts mit Hinrichtungsplatz auf; Heppenheim verlor diese Funktion allerdings durch die Einführung des neuen Rechts. Die Führung durch die Ausstellung erfolgt duch den Vorsitzenden des Geschichtsvereins, Dr. Karl Härter, der an der Ausstellungskonzeption mitgewirkt hat.

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Zuletzt aktualisiert am 10.04.2007