Dienstag, 26. Februar 2008
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Einst gingen sie von Heppenheim in alle Welt: Granit und daraus hergestellte Produkte. Sie verstärkten die Deiche und deren Schleusen an den Küsten der Nordsee, waren Straßenbelag, säumten Gehwege oder drehten sich als polierte Walzen in nordamerikanischen Papierfabriken. So mancher Denkmalsockel ist aus Odenwälder Granit. Lieferanten des Rohmaterials waren die Steinbrüche der heutigen Heppenheimer Stadtteile. In Heppenheim selbst wurde Sandstein gebrochen. Die Narben der Steinbrüche am Schlossberg sind noch sichtbar. Auch die Kappel war einst ein Steinbruch. Der letzte Heppenheimer Bruch war der am Essigkamm. Aus seinen Steinen wurden Teile der Nibelungenschule errichtet. Alles Geschichte: Nur noch wenige Steinbruchbetriebe sind in den Stadtteilen erhalten. Der Geschichte der Steinbrüche in Heppenheim und seinen Stadtteilen ist das Thema des Stammtisches Heppenheimer Geschichte(n), zu dem der Heppenheimer Geschichtsverein alle interessierten Bürgerinnen und Bürger, recht herzlich einlädt. Termin: Dienstag (26.2.) im Gasthaus "Zur Post" in Kirschhausen, Salzkopfweg 4. Beginn ist um 20 Uhr. Der Ort ist mit Bedacht gewählt. Die Post galt als Stammlokal der in den Brüchen um Kirschhausen herum arbeitenden Steinmetze. Die Arbeit in den Brüchen war schwer und gefährlich. Wind und Wetter ausgesetzt musste hart gearbeitet werden um den Granit zu gewinnen und zu verarbeiten. Die Geschichte der Odenwälder Hartsteinindustrie beginnt erst in der Mitte des 19. Jahrhunderts, als aus Bayern und dem Fichtelgebirge die ersten Fachleute, Steinmetze und Techniker in den Odenwald und an die Bergstraße kamen. Sie wussten, wie man dem harten Gestein zu Leibe gehen musste. Im Lautertal sind ihre Spuren ebenfalls noch sichtbar. Allerdings haben sich die Betriebe dort auf die Herstellung von Grabsteinen spezialisiert. Aber auch in Heppenheim und Umgebung gibt es viel zu entdecken und sicher auch zu erzählen. Davon lebt der Stammtisch des Geschichtsvereins, denn eine feste Tagesordnung und gelehrte Vorträge gibt es dort nicht. Hier zählen die eigenen Erlebnisse oder das, was noch in Erinnerung geblieben ist. Wünschenswert wäre es daher, dass die Besucher des Stammtisches alte Bilder und Andenken mitbringen, um die Gesprächsrunde lebendig zu gestalten. |
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Zuletzt aktualisiert am 27.2.2008