Region: Lorsch: Sehenswertes
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Museumszentrum Lorsch: Klostermuseum
Die meisten der gezeigten Stücke sind Nachbildungen und Repliken. Modelle, Karten und die meisten anderen Exponate sind eigens für diese Dauerausstellung hergestellt worden. Themen sind z.B. die Geschichte des karolingischen Großreiches, das einstige Aussehen der Lorscher Kirche und Klosteranlage anhand einer Computer-Simulation, Sakralarchitektur, das beschwerliche Leben der Landbewohner, das am Hof Karls des Großen entstandene, prachtvoll ausgestatte und ganz in Goldtinte geschriebene Lorscher Evangeliar und der Lorscher Rotulus, eine Heiligenlitanei, zugleich die älteste liturgische Buchrolle des Abendlandes.

Museumszentrum Lorsch: Tabakmuseum
Nach dem 30jährigen Krieg wurde in Lorsch, sowie in anderen Regionen Südhessens, Tabak angebaut und verarbeitet. Die letzte Zigarrenfabrik schloß 1983 ihre Pforten. Hier findet man Informationen über Tabakanbau, Verarbeitung und Konsum. Natürlichgibt es nicht nur Tabakdosen, Tabaktöpfe und Pfeifen zu bestaunen, es werden auch namhafte Zigarrenraucher vorgestellt, wie z.B. Ludwig Erhard.

Museumszentrum Lorsch: Volkskundemuseum
Schwerpunkt ist die Alltagskultur Hessens, z.B. holzverarbeitende Handwerke wie Rechenmacher oder Löffelschnitzer, eine Tischfabrik oder eine Pfeifenfabrik. Es wird auch Haushaltsgeschirr des 18. und 19. Jahrhunderts präsentiert und auch die ländlichen Bauernmöbel wie Schränke, Truhen und Tische dürften nicht ohne Interesse sein. Ebenfalls zu bestaunen gibt es die "Frankfurter Küche" von Margarete Schütte-Lihotzky aus Frankfurt-Westhausen. Den Besuchern stehen auch Videofilme und Tonbandaufnahmen als Hintergrundinformation zur Verfügung.

Königshalle
Die karolingische Königshalle wurde um 800 errichtet. Sie wurde als Triumphtor und Audienzhalle vermutlich für Karl den Großen gebaut. Sie ist ein Sonderling in der Kunstgeschichte. In ihr findet sich eine Mischung hellenistisch-römischer, christlicher, orientalischer und germanischer Baustile. Sie wurde 1992 von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.

Kirchenrest
Der sichtbare Kirchenrest ist ein Bau aus dem 12. Jahrhundert, der sich als Vorkirche über dem Raum des ehemaligen "Paradieses" erhebt und dort als Erweiterungsbau eingefügt wurde. Im Inneren befindet sich ein Lapidarium mit dem Sarkophag Ludwig des Deutschen.

Klosterpark
Am Kirchenrest vorbei liegt in nordöstlicher Richtung der Jubiläumsbrunnen.Von dort aus ist auf der anderen Seite der Düne die ev. Kirche zu sehen. Der Weg führt weiter zur ehemaligen Gruftkirche. Beim Blick über die Mauern kann man die ehemalige Schutzburg, die Starkenburg sehen.

Benediktinerplatz
Er ist in 3 Bezirke eingeteilt. Breite, weiße Marmorbänder verlaufen über den alten Klostermauern. Das ehemalige Westtor des Klosters ist sichtbar gemacht durch zwei quadratische, mit Sandsteinplatten ausgelegte Turmfelder. Der Bezirk um das Marktkreuz fällt durch seine halbkreisförmige Pflasterung auf.

Evangelische Kirche
Sie wurde 1895/96 nach einem Plan von Kirchenbaumeister Schwartze aus roten Sandsteinquadern in neuromanischem Stil erbaut. Die Fassade zieren ein Rundbogenfries und Lisenen. Sie steht auf dem Wingertsberg, der früher als Weinberg genutzt wurde.

Altes Rathaus LorschDas Alte Rathaus
Der massive Unterstock (Markthalle) stammt aus dem 16. Jahrhundert. Der Gesamtbau ist dreigeschossig auf rechteckigem Grundriß mit der Giebelfassade zum Markt. Der Fachwerkaufbau von 1715 war ursprünglich verputzt und wurde erst 1901 freigelegt. Die obere Turmhaube trägt die Rathausglocke (Feuerglocke).

Der Marktbrunnen
Er steht direkt vor dem Rathaus und wurde 1991 eingeweiht. Das Motiv ist eine Tabaknäherin in dörflicher Umgebung.

Das Wamsler'sche Haus
Als mächtiger Eckbau mit schönem Fachwerk zeigt sich das stattliche Traufenhaus mit Mansarddach. Das Fachwerk schmücken überkreuzte Sterne und Andreaskreuze. Es wurde Mitte der 80er Jahre vollkommen restauriert und dem Rathaus angepaßt.

Das Gasthaus "Zum Weißen Kreuz"
Ursprünglich stand an dieser Stelle die alte Klosterherberge. Das Gasthaus selbst wurde 1563 erstmals erwähnt. Es zeigt interessante Fenster mit Ochsengewänder. Das Obergeschoß und der Giebel sind geschmückt mit Fachwerk. Das Wirtshausschild stammt aus dem 18. Jahrhundert.

Die Kloster-Apotheke
Die Wetterfahne datiert das Baujahr auf 1717. Im Obergeschoß befindet sich ein über Eck gestellter Erker mit geschweiftem, verschiefertem Giebelchen. Der Eckpfosten zum Markt bietet einer kleinen Madonnen-Nische Platz.

Haus Bahnhofstraße 4
Das Fachwerk stammt aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Zu beachten ist die geschnitzte Empire-Tür (Haustür).

Haus Römerstraße 7
Der markante Sandsteinbau wurde vom bekannten Bensheimer Architekten Heinrich Metzendorf als Sparkasse entworfen und 1900 eröffnet.Sehenswert ist ein Wandbild im Foyer von Günther Janowitz.

Das kath. Pfarrhaus, Römerstraße 5
Erbaut wurde es 1776/77. Das stattliche, verputzte Giebelhaus mit Krüppelwalmdach zeigt über der Tür den Wappenstein des Kurfürsten und Erzbischofs Friedrich von Erthal mit Mainzer und Wormser Wappen.

Das Palais von Hausen, Bahnhofstraße 18
Das einzige barocke Patrizierhaus in Lorsch wurde 1776 von dem damaligen Oberforstmeister, Freiherr Carl Friedrich von Hausen, erbaut. Der stattliche dreistöckige Barockbau besitzt ein verputztes Fachwerk, sieben Fensterachsen gliedern die Straßenfassade.

Weitere Fachwerkhäuser:
Haus Kirchstraße 18, frühes 17. Jahrhundert
Haus Kirchstraße 4, Mitte 18. Jahrhundert
Haus Kirchstraße 12, Anfang 18. Jahrhundert
Haus Stiftstraße 1
Haus Römerstraße 12, erbaut 1780

Die Kreuzigungsgruppe
Sie wurde von Anton und Magdalena Wiest im Jahre 1772 gestiftet und wurde zuletzt 1992 renoviert bzw. erneuert. Die Figuren zeigen sich in klassizistischer Ruhe.

Kath. Kirche
Sie wurde 1725/26 als einfache barocke Hallenkirche erbaut und wurde 1753 dem heiligen Nazarius geweiht, der schon Schutzpatron des Klosters war. Der goldene Wetterhahn stammt von einem Kupferschmied und das mächtige Eisenkreuz von einem Schlosser, beide aus Worms. In der Kirche befinden sich ein Auszug aus der Grundsteinlegungsurkunde vom 25. November 1725
Sakramentshäuschen aus rotem Sandstein
zwei Epitaphe
Maria - Immakulata - Holzfigur 164 cm, um 1730
Vierzehn-Heiligen-Altar von 1964
Kanzel von 1740
Heiliger Josef - Holzfigur, 139 cm, 1754
Grabplatte des Pfarrers Christoph Balthasar Rauth (gest. 1724)
Orgel von 1741, in Würzburg gebaut

Kaiser-Wilhelm-Platz
Er ist das Zentrum von Lorsch und das Denkmal erinnert an die Gefallenen des Krieges aus dem Jahre 1870/71.

Das Stadthaus
Erbaut wurde es 1879 als Amtsgericht. Nach einer Totalrenovierung 1979 bezog die Stadtverwaltung das Gebäude. Sehenswert ist der Schöffensaal, der noch an die ehemals vorhandene Gerichtsbarkeit erinnert.

Die Wolfseiche
In unmittelbarer Nähe des Stadthauses steht das alte Oberförsterhaus. Ein Fachwerkhaus aus dem 18. Jahrhundert, und die Wolfseiche. An ihr wurde der am Dreikönigstag 1841 erlegte letzte Wolf in Hessen für einen Tag zur Schau aufgehängt. Der Wolf kann übrigens im Darmstädter Museum besichtigt werden.


Fotos: Ludwig März