
Das Schwanheimer Dorfgemeinschaftshaus war wieder einmal der Nabel der närrischen Welt! Als Jubiläum zum nun schon 25. Mal bot der SV Schwanheim seinen zahlreichen Gästen tolle Gags, Lachsalven, Überraschendes, Augenschmaus, lustige Unterhaltung und und und … Das Spitzenprogramm war wieder sehenswert!

Das Motto »In Schwanheim steht ein Närrischer Zirkus« inspirierte die prächtig gestaltete Bühne in fröhlicher Weise und diente den als Clowns auftretenden Direktricen Corinna Hausner und Stefanie Häcker stilgerecht als roter Faden für eine Präsentation mit Charme, Esprit und Schwung.
Einblicke in die tolle Show können Sie hier in Wort und Bild im Überblick genießen; viel Spaß daran; Helau!
Die Begrüßung richtete sich an die Narren aus dem Dorf und der Umgebung; allein die Erwähnung einiger Nachbardörfer erheiterte bereits das Publikum.
Probleme bereite die Ansage des folgenden Kinderballetts, das um keinen Preis einen Namen für sich finden wollte; kurzerhand tanzten sie dann eben als »Die Unentschlossenen« im Western-Stil über die Bühne. Den von Hilfs-Clown Peter Ahlheim verliehenen Orden verdienten sie sich dafür ebenso wie alle anderen Akteure des Abends.
Nach der Fein-Motorik gab es nun gröbere Kost: die beiden Bauarbeiter Walter und Schorsch berichteten von ihren Erlebnissen, die recht stark von Macho-Gehabe (»wenn eine Frau im Weltall war, ist bestimmt danach der große Wagen kaputt«) und Lokalkolorität (»Ötzi muss aus Fehlheim gewesen sein; wer sonst läuft in Sandalen durch's Hochgebirge!«) geprägt waren. Und schon schwebten wieder grazile Beine über die Bühne: passend zum Wetter präsentierte sich das Jugendballett mit Schirm und sang »I'm singing in the snow …« .
Danach hatten zwei funzelig, tranige Ballermann-Heimkehrer keine Mühe, das Publikum zum Lachen zu bewegen: nur über ein Wasserbett kamen sie in Streit; ist es nun eine »Lagune der Lust« oder doch eher ein »totes Meer«? Kennengelernt haben sie in Mallorca auch andere Kulturen: wie heißt Glatzkopf auf arabisch? »Wa da ma Haa da?«
Die Pause wurde mit Schunkelrunden und flotter Musik von unserer treuen Schwanheimer Hauskapelle kurzweilig gestaltet und dann ging der Zirkus auch schon weiter.
Die Leiden der Jugend stellte ein Teenager vor (»Als junges Mädchen hat man's schwer, ach wenn ich doch schon 20 wär!«) Die Maßregelungen der Eltern bei einem Erwachsenenabend versteht sie sowieso nicht: »warum wurd' ich in's Bett verbannt, die schärfsten Witze hab ich doch schon lang' gekannt!«
Auch ihr wurde verdientermaßen – wie vielen anderen Akteuren – eine Rakete gezündet.
Die folgenden Gäste kamen aus LA (nein: das steht nicht für Langwaden-Auerbach, wie ein Clown vermutete). Als Chor aus Sister-Act erklommen sie die Bühne in Pilgerkutten und unter dampfendem Nebel; mit schwungvollen Tänzen zu bekannten Filmmusiken setzen die Fußball-Damen des SVS ihre Show fort. Wenn sie dereinst mal so gut spielen wie sie tanzen …
Nun kündigten die Clowns eine Puppe an; sie wussten zuerst nur nicht, ob »von Käthe Kruse oder von Beate Uhse« Das klärte sie dann gleich selbst auf, nicht nur die Optik zeigte dies, sondern auch Sprüche wie »Fritz war spitz« oder »später hat er mich Freunden überlassen, da fing ich an, ihn zu hassen«.
Zwei Damen aus der Touri-Info wollten Schwung in den Fremdenverkehr bringen. Gesucht wurde eine Ferienwohnung mit weitem Blick und gesunder Luft. Gefunden haben sie dafür eine Kammer ganz oben im Kirchturm … Und die Kultur wollten sie auch stärken: die Gründung des KKSMV wurde angeregt: der Katholische Kirchenschwälbchen Musikverein soll Schwanheim und Fehlheim verbinden. Eine spontane Gesangsprobe mit Beteiligung aus dem Publikum gab es gleich dazu.
Nach einer Pause traten die Angesprochenen gleich an: die Schwanheimer Kirchturmschwälbchen stellten sich frech-fetzig-rockig im Lack- und Lederoutfit vor. Mit einer Persiflage von Bon Jovis »It's my life« brachten sie kräftig Stimmung in den Saal. Eine Dialektversion von Alice Coopers »Poison« (»Wir sind aus Hessen«) begeisterte ebenso wie »Immer die gleiche Leier, des geht mir auf die Eier« oder war es doch Billy Joels »We didn't start the fire«?
Nun wurde die Manage freigegeben für einen Augenschmaus für die Herren: zu »Pokerface« von Lady Gaga wirbelte das Damenballett über die Bühne und gönnte den Gästen auch noch eine Zugabe, die wie ein Versprechen klang: »We will rock you« und »We are the champions!«.
Tja und dann war es soweit: als Höhepunkt der närrischen Darbietungen wurde Helene Minak bereits beim Auftritt mit tosendem Applaus gefeiert und sie dankte es sofort: »Hallo Fans!« Wie und was die rüstige Dame aus Fehlheim dann von den Urlaubserlebnissen mit ihrem Emil in Oberbayern berichtete (»warum haben die so gute Luft dort? Die Häuser haben so kleine Fenster, dass der Mief nicht raus kann!«), riss alle im Saal mit. Besonders das Melken bereitete ihr ein Problem, denn die Kuh wollte partout nicht auf den Melkschemel … Aber ihre Sorgen sind ja auch kein Wunder: »ich wohne ja in einem Ort ohne Kultur!«. Und, und, und … die Gags wollten kein Ende nehmen und Helene war fast nicht zu bremsen. Vielleicht wollte sie ihren Abschied etwas hinauszögern, denn leider will sie sich von der Bühne zurückziehen. Welcher Verlust das für die Fastnacht wäre, zeigten die stehenden Ovationen und der langanhaltende Beifall!
Und es ging immer noch weiter; schließlich stand noch die Schwanheimer Hitparade auf dem Programm, die wieder mit vielen Stars glänzte.
Und alles hat ein Ende! Und das kam nun nach einem fünf-stündigen Programm bester Unterhaltung! Aber es geht ja in der nächsten Kampagne weiter mit fastnachtlichem Frohsinn! Und es wird wieder mindestens genauso schön!
Das traditionelle Schwanheimer Lied wurde jedenfalls voller Inbrunst gesungen und jeder Gast verstand es: »Schwoane [...] waascht du iwwerhaupt, wie gut miers hier gefällt?!«
Und auch danach: nach Hause geh'n wir noch lange nicht …: in der Bar, an der Theke und auf der Tanzfläche ging es wie gewohnt noch lange bis in die Morgenstunden weiter.
Wir bedanken uns bei allen Helfern auf und besonders auch hinter der Bühne sehr herzlich für ihr Engagement!
In der Sitzung am Freitag, 29.01.10 wirkten mit:
Moderation: Stefanie Häcker, Corinna Hausner
Bühnenhelfer: Peter Ahlheim
in der Bütt: Walter + Mareike Kneißl, Christian Schäfer + Wolfgang Kissel, Selina Stein, Elke Stein, Monika + Monika Rosenberger, Helene Minak
Kinderballett: Anne Baumgärtner, Julia Dickerhof, Jaqueline Hoppe, Lara Reichert, Lea Schäfer, Marie-Lisa Schmitt, Selina Schmitt, Chiara Stein, Selina Stein
Jugendballett: Julia Hechler, Luisa Heinecker, Anna-Katharina Kulp, Marina Münster, Daniela Rechel
Fußballdamen: Vanessa Gerhard, Marina Hagel, Anja Jöst, Svenja Kraft, Laura Levasier, Sandra Nitsch, Ariane Preis, Monika Rosenberger, Maren Stulz, Catrin Vollhardt, Katharina Willwohl, Stephanie Willwohl, Friedel Kraft
Kirchturmschwälbchen: Ute Ahlheim-Krieger, Dagmar Eichhorn, Stefanie Häcker, Corinna Hausner, Sibylle Hölzel, Gabriele Merz, Martina Schmitt, Beate Schweickert, Silke Tschapek, Anne-Dore Walter, Beate Weickert
Damenballett: Christiane Ahlheim, Jennifer Ahlheim, Julia Ahlheim, Lisa Bischof, Nina Cieslak, Tanja Eisert, Kerstin Scharschmidt
Hitparade: Christoph Becker, Björn Rosenberger, Kevin Schneller -- Pascal Gottmann, Dennis Jakob, Andreas Martin, Markus Rein, Tom Ritzert, Patrick Stelljes, Patryk Uhlir -- Patrick David Güntsch, Mirco Müller, Björn Rosenberger, Fabio Torre, Sven Willwohl -- Max Fleer, Sascha Ritzert, Sven Willwohl -- Kevin Altetiemann, Christoph Becker, Maximilian Pietz, Sven Ritzert, Kevin Schneller, Sven Willwohl