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Pressebericht vom 21.05.2004

Jessica Oberheim vom WSVB-L ist Hessenmeister 2004 im Opti B

Nur eine Urkunde und eine Medaille hält sie in den Händen, eine Medaille kaum größer als eine 10DM-Gedenkmünze. Doch auf diese Medaille ist die 14jährige Jessica Oberheim vom Wassersportverein Bergstraße (WSVB-L) mächtig stolz, ist sie doch die Siegertrophäe des Hessischen Seglerverbandes für die Hessenmeisterschaft 2004 in der Klasse OPTI B.

Jessica OberheimGanz vorne mitsegeln, war der Traum der Jüngstenseglerin vom WSVB-L als sie im Frühjahr 2003 mit ihrer Segelkarriere begann. Das Segeln in der Gruppe machte ihr soviel Spaß, dass sie inzwischen mit dieser Leidenschaft neben ihrem Bruder Marc auch noch die Eltern angesteckt hat. Das fleißige Training im Jüngstenboot Optimist zeigte schon nach kurzer Zeit seine Erfolge, so dass man ihren Namen bereits in ihrer ersten Segelsaison öfter hörte, wenn die vorderen Plätze bekanntgegeben wurden. Da belegte sie z.B. bei ihrer 1. Auswärtsregatta an der Thüringer Bleilochtalsperre den 3. Platz, am Bostalsee im Saarland in einem Lauf einen Einzelsieg und landete im Endergebnis auf dem 3. Platz, in der Vereinsmeisterschaft des WSVB-L gehörte ihr der 3. Platz und in der Opti- Regatta auf dem Langener Waldsee ließ sie sich von einer Kenterung nicht beirren und belegte immerhin noch den 2. Platz. In Inheiden, eine Woche vor der Hessenmeisterschaft, belegte sie den 2. Platz mit der gleichen Punktzahl wie der Erste.

Die Hessenmeisterschaft besteht nicht aus einer besonderen Regatta, sondern es werden die Ergebnisse von mehreren Regatten addiert, wer in Summe am besten abschneidet, darf dann auf das Siegertreppchen. So wurden diesmal die Ergebnisse der Regatta am Langener Waldsee vom September 2003 gewertet, bei dem sie den 1. Platz im Teil der Hessenmeisterschaft belegte. Dazu addiert wurden die Ergebnisse der Regatta Driedorfer Schleifchen des Segelclubs Westerwald auf der Krombachtalsperre Ende April 2004. Bei dieser Regatta belegte sie den 1. Platz in Opti-B und auch noch den 1. Platz beim Teil der Hessenmeisterschaft. In Summe waren das 8 Laufe, nach der möglichen Streichung von den 2 schlechtesten Ergebnissen reichten die restlichen 6 für den Sieg aus. Von diesen 6 Läufen belegte sie allerdings 5 mal erste Plätze.

Spannend war die Sache bis zum Schluss, denn bei der letzten Regatta kam Unsicherheit wegen eines Fehlstarts auf. Großes Aufatmen als klar wurde, dass ihr Boot mit einem anderen verwechselt wurde, das eine ähnliche Nummer im Segel trug. Müde aber glücklich konnte sie die über 2stündige Heimreise antreten.

Der Erfolg lässt sie nicht ruhen, sondern ist eine Motivation, weitere Herausforderungen zu suchen. Inzwischen ist sie auf das Jugendboot 420er umgestiegen und weiß sehr wohl, dass nun die Konkurrenz härter wird. Die Zeichen stehen jedoch gut, denn mit ihrer Partnerin Dominique Brodt hat sie bereits eine Woche nach ihrem OPTI-Erfolg im Westerwald in einer Klassenregatta für 420er den 3. Platz von 11 Booten in der U17-Wertung (Jugend unter 17 Jahre) erreicht. Nach der Teilnahme am Training des Hessischen Seglerverbandes in Hyeres (Frankreich) und der Aufnahme in den Landeskader ist sie guten Mutes für die Zukunft.


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Letzte Änderung: 24.04.2007