Wassersportverein Bergstraße e.V.
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Pressebericht vom 13.10.2004

Coupe du Rhin

Zu seiner letzten Herbstregatta in dieser Segelsaison fuhr am 2. Oktoberwochenende die Segeljugend vom Wassersportverein Bergstraße (WSVB-L) mit ihren 420ern nach Wörth am Rhein. Diese Ranglistenregatta für 420er-Segler gilt als anspruchsvoll, denn ihr wird von der Klassenvereinigung ein erhöhter Ranglistenfaktor zuerkannt. Ein hier gewonnener Punkt zählt nicht 1, sondern 1,15. Hohe Ansprüche wurden auch gestellt, denn die 420er waren nur eine von drei startenden Klassen. Neben den 20 420er starteten noch rund 50 Laser-Segler in den Kategorien Laser-Standard und Laser-Radial. Schon das Gedränge auf dem Club-Gelände und das internationale Flair, das die vielen aus dem Elsass herübergekommenen französischen Segler verbreiteten, konnten die Bergsträßer beeindrucken. Ähnlich lebhaft ging es auf dem Wasser zu. Die Beachtung der Ausweichregeln war bei dieser großen Teilnehmerzahl zuerst einmal das Wichtigste.

Die Ragattaleitung startete am Samstag (09.) und Sonntag (10.) je zwei Wettfahrten. Herrschte am Samstag noch ein leichter Wind, hatten es die Segler am Sonntag überwiegend mit vier Windstärken zu tun. In Böen frischte der Wind auch noch mehr auf.

Henrik Simon (WSVB-L) aus Bensheim konnte sich an seinem vierzehnten Geburtstag (10.10.) das schönste sportliche Geschenk selbst bereiten. Bei dem erst zweiten gemeinsamen Auftritt mit Vorschoter Florian Waldschmitt vom SCR (Walluf) ersegelte er sich in den vier Läufen einen 10., 3., 1., und 4. Platz. Da das schlechteste Ergebnis gestrichen wird, ergab diese tolle Serie am Ende einen sensationellen zweiten Platz im Gesamtergebnis. Dabei ließ er mehrere in den letzten deutschen Jugendmeisterschaften gut platzierte Segler hinter sich und konnte vor allem die starke Konkurrenz aus Bayern, vom Starnberger See, hinter sich lassen.

Usere KämpferErfreulich waren auch die weiteren Platzierungen der Bergsträßer Segler: Jessica Oberheim aus Bensheim-Schönberg und Marie-Charlotte v. Lehsten (ebenfalls Bensheim-Schönberg) erreichten den 10. Platz, Gregor und Johannes Deichmann (beide Heppenheim) den 16. und Sophia Horlbeck (Bensheim) mit Vorschoter Nicolai Goschin vom FYC (Frankfurt) den 17. Platz. Den wahren Sportsgeist konnten die jungen Segler von den Laser-Seglern lernen. Als ältester Teilnehmer besonders geehrt wurde ein 79 Jahre alter Sportler aus Frankreich. Dieser bedankte sich bei der Siegerehrung bei dem Sieger in der Klasse Laser Standard. Dieser junge Mann hatte nämlich, obwohl in Führung liegend, dem älteren nach einer Kenterung geholfen, das Boot wieder aufzurichten. Seine Konkurrenten wollten diese faire Geste nicht ausnutzen und warteten ab, bis ihr Mitstreiter die Wettfahrt wieder aufgenommen hatte.


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Letzte Änderung: 24.04.2007