Wassersportverein Bergstraße e.V.
Wir sind nach www.wassersportverein-bergstrasse.de umgezogen.
www.bergstrasse.de
Pressebericht vom 08.11.2005

Hessische Segeljugend in Elba

Zum Saisonabschluss war die hessische Seglerjugend in den Herbstferien nach Elba geladen, wo der 420er-Kader mit Landesjugendobmann Reinhard Linke, die Optis mit Jan Winkelmann trainierten. Neben Kader und Fördergruppe hatte der HSeV zu dieser Trainingswoche auch Opti- Einsteiger eingeladen, die bei Michael Ballenberger die Grundkenntnisse des Opti-Segelns lernten. Weiterhin nahmen sportlich aktive jugendliche Freizeitsegler und deren Vereine das Angebot des HSeV wahr, im Herbst ihre Segelkenntnisse mit ihren Vereinstrainern aufzuarbeiten. So nahmen insgesamt 34 Segler aus sieben Vereinen (SCR, WSVB-L, WSVL, DSCL, SCWW, SCG, SGK) an dem Lehrgang teil. Entsprechend ansehnlich war der Bootstransport mit 24 Jollen und 5 Schlauchbooten, der aber durch den Einsatz der Eltern problemlos und kostengünstig bewältigt werden konnte.

Optis in Action Im Herbst 2004 wurden vom Vorstand des HSeV beschlossen, auch Opti-Einsteiger in die Förderung aufzunehmen, um eine größere Opti-Gruppe an das Regattageschehen heranzuführen. Weiterhin wurde den hessischen Vereinen angeboten, mit Unterstützung des Verbandes an Lehrgängen mit eigenen Trainern teilzunehmen.

Nach einem vom Segelclub Westerwald im Sommer veranstalteten und vom HSeV unterstützten, auch für vereinsfremde Kinder offenen Trainingslager waren viele Segler motiviert, auch im Herbst eine Trainingswoche zu besuchen. Da genug Eltern bereit waren, sich auf eine solche Reise einzulassen, und mit Michael Ballenberger (DSCL) und Uschi Sigmund (WSVB-L) zwei erfahrene Betreuer sich in den Dienst der guten Sache stellten, konnte den Regatta-Anfängern das Training in Elba angeboten werden. Kurz nach der Ankunft kam allerdings die Hiobs-Botschaft, dass das als Trainerboot vorgesehene Schlauchboot wegen eines Trailerschadens in Norditalien liegen geblieben war. Glücklicherweise verzichtete ein anderer Vater auf sein Urlaubsvergnügen und stellte sein Schlauchboot zur Verfügung.

420er beim Wellenreiten Die 420er-Segler des WSVB-L wollten es einmal den Kaderseglern gleichtun und das Mittelmeer kennen lernen. Da der Verein ein küstentaugliches Schlauchboot angeschafft hatte und Sportwart Detlef Sigmund die Leitung übernehmen konnte, konnte auch diese Gruppe Elba im Herbst erleben.

Frühsport war für alle obligatorisch. Im Übrigen absolvierte jede der vier Gruppen nach Leistungsstärke und Witterungsbedingungen ihr Trainingsprogramm mit Segelpraxis und -theorie. Die Bucht von Lacona, der Golfo di Stella, hat sich für ein solches Training im späten Herbst bestens bewährt, weil regelmäßig guter Wind herrscht und je nach Windrichtung bei Welle oder glattem Wasser trainiert werden kann. Auch in diesem Jahr meinte es der Wettergott mit den Seglern recht gut. Winde in wechselnder Stärke und angenehme Luft- und Wassertemperaturen sorgten für ideale Trainingsbedingungen. Besonders willkommen waren die enormen Wellen, die sich an einigen Tagen unter dem stetig vom offenen Meer her wehenden Wind aufbauten. Sie erreichten drei Meter Höhe und mehr. Die Optis und ihre Begleitboote konnten sich in den Wellentälern leicht aus den Augen verlieren, was für die Neulinge eine besonders aufregende Erfahrung war. Bald darauf machten viele Segler bei nachlassendem Wind und anhaltender Dünung erste Bekanntschaft mit der Seekrankheit.

Gruppenfoto Mit dieser lehr- und erlebnisreichen Woche ging die Saison zu Ende. Hervorzuheben bleiben die übergreifende Zusammenarbeit der Vereine und ihrer Trainer mit dem hessischen Seglerverband und die erfreuliche Bereitschaft vieler Eltern, ihren segelnden Nachwuchs zu unterstützen. Auch die sportlichen Ergebnisse der besonders geförderten Sportler konnten sich 2005 sehen lassen. Die 420er-Teams, alle das erste Jahr im 420er, kamen bei Ranglistenregatten mehrmals aufs Treppchen und ersegelten bei zumeist erstmaliger Teilnahme achtbare Mittelfeldplätze bei den großen Events wie KiWo, IDJM und IDM. Die teilweise erst im Herbst in A umgestiegenen Optis haben für die Qualifikation zur Optideutschen verheißungsvolle Platzierungen und im Frühjahr als B-Segler einige erste Plätze erkämpft.

Dr. Marco Deichmann


Valid XHTML 1.0! Valid CSS! Für Anmerkungen oder Anregungen zur Homepage bitte eine Email an André Probst
Letzte Änderung: 24.04.2007