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Pressebericht vom 08.08.2006

2. Platz im Deutschland Cup für Marc Oberheim und Optiparade bei den American Cup Seglern

Der Bensheimer Marc Oberheim kann es kaum fassen: nach einer Woche anstrengendem Segeln auf der Internationalen Deutschen Jüngstenmeisterschaft in Kiel wurde er als Zweiter im „Deutschland Cup“ (einem kleinen Gegenstück zum American Cups für die Jüngsten) von dem Americans-Cup-Skipper Jesper Bank geehrt. Der Deutschland Cup bestand aus 7 Regatten, die in diesem und im letztem Jahr gesegelt wurden. Die letzte Regatta und somit auch die Preisverleihung fand vor der Siegerehrung der Deutschen Jüngstenmeisterschaft statt.

Dritter LaufDie Qualifikation für die Internationale Deutsche Jüngstenmeisterschaft für Optimisten ist sehr schwer zu erreichen, gerade mal 5 Segler aus Hessen haben es geschafft, in den Qualifikationsregatten der letzten Monaten die erforderlichen Punkte zu erreichen, neben Marc Oberheim (Wassersportverein Bergstraße) noch Sarah Runge (Segelclub Westerwald), Anna Lena Böhnke (Segelclub Rheingau), Jonas Ballenberger (Dreieich-Segelclub Langen) und Robert Büsse (Seglergemeinschaft Kassel). Marc Oberheim ist mit 12 Jahren der jüngste im Hessenteam und hat es seit vielen Jahren wieder einmal geschafft, dass ein Kind den Wassersportverein Bergstraße (WSVB-L) auf der Deutschen Meisterschaft vertritt.

Eine Woche vor der Meisterschaft waren die Hessen mit ihren Eltern und dem Trainer Jan Winkelmann vom Hessischen Seglerverband angereist, um noch etwas zu üben. Zwischendurch war auch noch bei schönstem Wetter Zeit zum Schwimmen und Klettern im schattigen Klettergarten in der Nähe.

Vor Beginn der Meisterschaft mussten noch die Boote vermessen werden, damit alle Kinder die gleichen Chancen haben. Für Marc Oberheim, Jonas Ballenberger und Sarah Runge war es die erste Deutsche Meisterschaft und damit kam schon ein mulmiges Gefühl auf, ob auch alles in Ordnung ist. Am Schluss lief alles ohne Probleme ab und es konnte bei gutem Wind gegen die harte Konkurrenz gesegelt werden.

Insgesamt waren 260 Kinder im Alter von 10-15 Jahren am Start, davon 220 aus Deutschland und die restlichen 40 aus der ganzen Welt, u. a. aus Neuseeland, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Polen, Dänemark, Brasilien, Schweden und der Schweiz. Da die Hessen für Trainings revierbedingt im Nachteil sind, bisher noch nie in einer so großen Gruppe gegen die Weltelite segelten und ihnen Strömung und Wellen zusetzten, hatten sie sehr schwer zu kämpfen. So tummelten sich 130 Boote gleichzeitig am Start, es war kaum möglich in der ersten Startreihe zu starten, ohne von den Booten dahinter vor dem Start über die Startlinie geschoben zu werden und damit Fehlerpunkte zu kassieren. Über die Plätze 152 (Jonas Ballenberger), 166 (Anna-Lena Böhnke), 246 (Sarah Runge) und 251 (Marc Oberheim) war Trainer Jan Winkelmann sehr zufrieden. „Beim ersten Segeln auf solch einem Niveau darf man die Ziele nicht zu hoch stecken. Alle unsere Segler haben hervorragende Leistungen erbracht“ waren seine Abschlussworte. Insgesamt war es für Marc Oberheim und seine hessischen Kameraden aber eine tolle Erfahrung und Marc hofft für nächstes Jahr, sich wieder zu qualifizieren und diese Erfahrungen wieder einsetzen zu können.

Dritter LaufAm Tag nach der Meisterschaft hatten die Teilnehmer noch die Möglichkeit an einer Optiparade teilzunehmen und den zu dieser Zeit auch anwesenden American Cuppern aus Deutschland, USA und Südafrika kurz vor deren Zieleinlauf entgegenzusegeln. Dies wollte Marc Oberheim sich nicht entgehen lassen und es wurde ein unvergessenes Erlebnis. Anschliessend gab es noch eine Besichtigung der American Cup Boote und nur diese Kinder konnten sich von den berühmten Seglern Unterschriften ergattern.


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Letzte Änderung: 24.04.2007