Profi-Pensum fü junge Handballer

Teilnehmer des Trainingscamps begeistern ihre Coaches

Fast 18 Stunden Training in drei Tagen: die Teilnehmer des Trainingscamps des Handball-Leistungszentrum Bergstraße (HLZ) absolvierten fast schon das Pensum von Profi-Sportlern in der Saisonvorbereitung. Aber die Jugendlichen im Alter zwischen zwölf und 14 Jahren waren mit großer Begeisterung bei der Sache und so wurden die schweißtreibenden Einheiten mit Bravour gemeistert. Und dass am Ende viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer gleich schon wieder nach dem nächsten Camp fragten, unterstreicht, dass das Trainerteam hervorragende Arbeit geleistet hat.
Es ist schon fast Tradition, dass das dem Schulsportzentrum des AKG Bensheim angeschlossene HLZ intensive Trainingscamps anbietet. Und wieder waren die Plätze innerhalb kürzester Zeit vergeben. 32 junge Handballerinnen und Handballer waren drei Tage lang in der Bensheimer Weststadthalle am Ball, rackerten im athletischen Bereich, absolvierten anspruchsvolle Defensivübungen und arbeiteten mit viel Spaß an der Verbesserung der Angriffseffektivität. Zudem standen auch immer wieder koordinative Einheiten auf dem Plan, aber auch das Spielen kam natürlich nicht zu kurz. „Die Mischung, die unsere Trainer wieder angeboten hatten, stimmte“, meinte Camp-Organisator Marcus Essinger. Die Leitung in den drei Tagen hatte der Sportwissenschaftler und E-Kader-Trainer des Hessischen Handball-Verbandes Robert Vuletic inne. Ihm zur Seite standen mit der aktiven Handballerin und Sportwissenschaftlerin Samira Schulz sowie dem Kinderhandballtrainer Leon Brüning zwei weitere Coaches, die an allen drei Tagen dabei waren und die Teilnehmer in Kleingruppen trainierten. „Ich freue mich besonders, dass mit Leon Brüning erstmals ein Trainer dabei war, der bei unserer Sportlichen Leiterin Claudia Richter die Schülermentoren-Ausbildung absolviert hat und damit den Kinderhandballtrainerschein erworben hat. Unser Ziel ist es, durch das HLZ auch Multiplikatoren für unsere Sportart zu gewinnen und dazu gehört es engagierte junge Übungsleiter wie Leon auch einzusetzen und zu fördern“, erläutert Marcus Essinger.
Auch eine andere Trainerin hatte in diesen Herbstferien ihre Camp-Premiere: Lisa Mößinger, früher selbst Teilnehmerin in den regulären Einheiten des Handball-Leistungszentrums und inzwischen Leistungsträgerin der Zweitliga-Handballerinnen der Flames, arbeitete ebenfalls intensiv mit dem Nachwuchs. Anfang kommenden Jahres absolviert Lisa Mößinger ihren Prüfungslehrgang zur Trainer-B-Lizenz und ist seit den Sommerferien als Übungsleiterin im HLZ und E-Kader-Trainerin aktiv. „Dass mit Lisa eine weitere frühere Teilnehmerin uns jetzt als Trainerin unterstützt, ist eine tolle Sache“, so Essinger. „Sie hat schon enorme Erfahrung als Spielerin gesammelt und hat für unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer Vorbildfunktion“, ergänzt Claudia Richter. Für Robert Vuletic war die Zusammenarbeit mit Lisa Mößinger ein Leichtes: Schließlich waren sie in ihrer Jugendzeit gemeinsam im HLZ am Ball, trainierten dort unter anderem mit dem aktuellen Bundesliga-Profi und Nationalspieler Michael Allendorf.
Nach drei abwechslungsreichen und schweißtreibenden Tagen verabschiedeten die Trainer die Teilnehmer und waren voll des Lobes, wie die Jugendlichen mitgezogen haben: „Es hat wieder Spaß gemacht zu sehen, dass alle, die hier herkommen, auch wirklich weiterkommen wollen“, so Vuletic am Ende des Camps und Lisa Mößinger forderte auf: „Bleibt am Ball, trainiert weiter so fleißig.“ Und vielleicht schafft es dann die nächste Spielerin oder der nächste Spieler aus diesen Reihen, ihren großen Vorbildern wie der Flames-Spielerin, in die Bundesliga zu folgen.

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