Teilnehmerrekord

18 Stützpunktmannschaften aus ganz Hessen in Bensheim am Ball

Einen neuen Teilnehmerrekord verzeichnete am Sonntag das traditionelle E-Kader-Turnier des Hessischen Handball-Verbandes (HHV), ausgerichtet vom Handball-Leistungszentrum Bergstraße (HLZ) in Bensheim. 18 Mannschaften – zwölf männlich und sechs weiblich – mit über 250 Handballerinnen und Handballern deutete HHV-Präsident Rolf Mai bei der Siegerehrung als Indiz, dass die Talentförderung über Schule von stetig wachsender Bedeutung sei. „Die Vereine werden mehr und mehr erkennen, dass die Kooperation mit den Schulen von ungeheurer Wichtigkeit ist. Wir als Verband wollen dieser Förderung zu mehr Gewicht verhelfen. Wir wollen die Talente sozusagen in der Schule abholen“, betonte Rolf Mai.
Die E-Kader sind der letzte Mosaik-Stein in der Förderung durch das hessische Landesprogramm Talentsuche – Talentförderung. Nach den Talentaufbaugruppen in den Grundschulklassen drei und vier, in denen sportartübergreifend besonders die Motorik geschult wird, folgen die Talentfördergruppen (5. Klasse), denen sich schließlich die E-Kader anschließen. Das Turnier in Bensheim dient dem Hessischen Handball-Verband zur Sichtung von Talenten aus den E-Kader-Stützpunkten für die Hessenauswahl. „Es ist ein Mosaikstein, aber ein wichtiger, in unserer Förderung“, so Rolf Mai.
In drei Hallen waren ab dem frühen Sonntagvormittag die Handballerinnen und Handballer am Ball, präsentierten ihr Können und ermittelten ihren, wenn auch inoffiziellen „E-Kader-Meister“. „Diesen Titel gibt es nicht, aber wer hier gewinnt, der hat im zurückliegenden Jahr vieles richtig gemacht und eine gute Arbeit geleistet“, unterstrich der HHV-Präsident. Claudia Richter, Sportliche Leiterin des gastgebenden Handball-Leistungszentrums, das dem Schulsportzentrum am Alten Kurfürstlichen Gymnasium in Bensheim angeschlossen ist, ergänzte: „Die E-Kader-Jahrgänge sind zwar das offizielle Ende des Landesprogramms Talentsichtung – Talentförderung, aber sie sind auch Grundlage für den Leistungshandball. Entsprechend hoch ist auch daher auch die Bedeutung dieser Veranstaltung.“ Im weiblichen E-Kader-Turnier gab es den erwarteten Zweikampf zwischen den Stützpunkten Bergstraße, der am HLZ angegliedert ist, und Kassel. In einem packenden, hochklassigen Finale setzten sich die Nordhessinnen knapp mit 18:15 gegen die Gastgeberinnen durch. Im Spiel um Platz drei gewann Frankfurt souverän gegen die zweite Mannschaft von der Bergstraße (30:9). Fünfter wurde Kassel II, das gegen Hanau mit 22:14 gewann. „Wir sind zufrieden. Es ist eigentlich Jahr für Jahr ein Zweikampf zwischen Kassel und uns, dieses Jahr hatten wir etwas Pech, 2012 sind wir dann wieder dran“, meinte Claudia Richter nach der Final-Niederlage.
Bei den männlichen E-Kadern standen ebenfalls die Favoriten im Endspiel. Dabei zeigte sich der Stützpunkt Wiesbaden in toller Spiellaune, was auch HHV-Präsident Rolf Mai würdigte: „Wir haben einen überaus verdienten Sieger des Turniers gesehen. Das war ein Finale auf sehr hohen Niveau.“ Die Landeshauptstädter bezwangen die keinesfalls enttäuschende erste Garnitur aus Kassel mit 30:18. Im Spiel um Platz drei setzte sich Hanau I gegen Schwalm-Eder mit 28:18 durch, das Spiel um Platz fünf entschied nach Verlängerung Frankfurt mit 26:25 für sich gegen Hanau II. Die Gastgeber Bergstraäe I mussten sich in diesem Jahr mit Rang sieben begnügen (31:23) gegen Odenwald/Spessart I. Kassel II behielt mit 18:16 im Spiel um Platz neun die Oberhand gegen Odenwald/Spessart II, das Spiel um Platz elf gewann Bergstraße II mit 30:13 gegen Marburg-Biedenkopf.
„Das war heute wieder Werbung für den Jugendhandball“, lobte HHV-Präsident Mai bei der Siegerehrung „die wieder bestens organisierte Veranstaltung“ und insbesondere die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem ganzen Land.

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