Junge Multiplikatoren ihrer Sportart

Unmittelbar vor dem Beginn des neuen Schuljahres hatten 19 Handballerinnen und Handballer bereits ihre ersten Unterrichtseinheiten. Das Hauptthema: Wie vermittle ich die Grundlagen des Handball-Sports? An vier Tagen erwarben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Region den Status „Schülermentor Handball“. Nachdem im vergangenen Jahr die Ausbildung am Handball-Leistungszentrum Bergstraße das vielbeachtete Pilotprojekt für die Sportart in Hessen darstellte, war die Nachfrage in den vergangenen Monaten nach einer Neuauflage so groß, dass ein weiterer Lehrgang durchgeführt wurde. Konzipiert wurde die Maßnahme durch das Lehrwesen des Hessischen Handball-Verbands (HHV) in enger Kooperation mit dem Handball-Leistungszentrum Bergstraße (HLZ). Letzteres war der Ausrichter vor Ort, die Sportliche Leiterin Claudia Richter hatte die Gesamtorganisation inne und war als Referentin an allen Tagen aktiv. Zudem fungierte Christian Grzelachowski (Hüttenberg/Dutenhofen) als Referent bei der Ausbildung, die auch als erster Teil der Trainer-C-Lizenz angerechnet wird.
„Es hat wieder richtig Spaß gemacht, mit den Jugendlichen zu arbeiten. Sie haben alle hervorragend mitgezogen, es waren interessante Tage und ich bin mir sicher, dass sie als Multiplikatoren für die Sportart Handball gute Dienste leisten werden“, lobt Claudia Richter die Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
Die meisten Absolventen der diesjährigen Schülermentoren-Ausbildung kommen – erwartungsgemäß – vom AKG Bensheim. Als Trägerschule des Handball-Leistungszentrums und Dienststelle der Lehrertrainerin Claudia Richter ist der Draht an das Bensheimer Gymnasium von Natur aus „am engsten“. Aber immerhin sechs Sportlerinnen und Sportler des Überwald-Gymnasiums Wald-Michelbach nahmen an der Ausbildung teil, drei vom Gymnasium Gernsheim und jeweils eine Handballerin aus der Geschwister-Scholl-Schule Bensheim und der Karl-Kübel-Schule Bensheim. Die frischgebackenen Schülermentoren und -mentorinnen kommen aus sechs verschiedenen Vereinen: Acht von der HSG Bensheim/Auerbach, fünf von der JSG Siedelsbrunn, drei vom TV Groß-Rohrheim und jeweils einer vom TV Hemsbach, von der SG Heddesheim und vom TuS Zwingenberg.
„Nach der erfolgreichen Ausbildung geht es nun darum, dass die Absolventinnen und Absolventen in ihren Schulen und ihren Vereinen das Erlernte in die Praxis umsetzen“, so Claudia Richter. „Sie sollen Multiplikatoren der Sportart Handball sein und helfen, die Basis nachhaltig zu verbreitern.“ Rolf Mai, Präsident des Hessischen Handball-Verbands, sieht genau darin die Hauptaufgabe der Schülermentoren: „Wir müssen unsere Präsenz in den Schulen verbessern. Das ist gerade im Bezug auf die Reformen in diesem Bereich ungemein wichtig. Dabei können die Schülermentoren einen wichtigen Part übernehmen“, ist Mai überzeugt. Von der Ausrichtung von Spielfesten über Assistenz im Sportunterricht oder bei Schulmannschaften bis hin zur Leitung von Handball-Projekten können die Schülermentoren eingesetzt werden. Darüber hinaus können sich die Vereine über ausgebildete Trainer freuen.

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