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E-Kader-Turnier des Handball-Leistungszentrums am Hessentag

Partystimmung herrschte in der Sporthalle der Geschwister-Scholl-Halle: Gerade war das Jugendhandball-Turnier des Handball-Leistungszentrum Bergstraße (HLZ) zu Ende gegangen, da feierten und hüpften die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der E-Kader-StÜtzpunkte aus ganz Hessen ausgelassen auf dem Parkett, ließen sich von den Zuschauern auf der vollbesetzten Tribüne zu den hitzigen Temperaturen passenden Beats bejubeln. Gunter Eckart, der neue Präsident des Hessischen Handball-Verbands (HHV), hatte bei einem seiner ersten offiziellen Auftritte als Verbandschef sichtlich Spaß, den jungen Sportlerinnen und Sportler beim Feiern zuzuschauen – und er machte auch gleich deutlich: „Dass dieses Turnier hier direkt in den Hessentag eingebettet war, das sorgte für diese tollen Bilder und diese Stimmung. Wir müssen uns als Verband recht herzlich beim ausrichtenden HLZ bedanken“, lobte Eckart die „rundum gelungene Organisation“.
Das Turnier für die hessischen E-Kader-Stützpunkte, in dem sich die Nachwuchshandballer für die Landesauswahl empfehlen sollen, wurde gleich in drei Bensheimer Sporthallen ausgetragen – und alle lagen direkt im Festbetrieb: Die TSV-Sporthalle am Kreisel Saarstraße, die AKG-Sporthalle am Weiheraus und nicht zuletzt die Halle der Geschwister-Scholl-Schule unmittelbar am Schnittpunkt Hessentagsstraße/Festmeile, was die Sportler in den Pausen zu Exkursionen über das Landesfest nutzten. Die Nähe zum Hessentag führte aber natürlich auch zu logistischen Herausforderungen, die während eines „normalen“ Turniers nicht auf den Veranstalter zukommen: Es musste in Absprache mit der Stadt Bensheim ein Zentralparkplatz mit eigenem Personal für die vielen Reisebusse und PKW geschaffen werden, es wurden eigens für das Turnier Shuttle-Busse angemietet, die die Hallen miteinander verbunden haben – und es wurde im großen Zelt der Bundeswehr eine eigene Essensausgabe eingerichtet, um den Handballern ein sportgerechtes, extra für das Turnier angebotene Mittagessen zu ermöglichen. „Mein Dank gilt der Stadt Bensheim und der Bundeswehr. Beide Institutionen waren nötig, um dieses Turnier hier überhaupt ausrichten zu können. Mit jedem Anliegen, das wir hatten, rannten wir offene Türen ein“, blickt HLZ-Organisator Marcus Essinger zurück. „Nicht vergessen darf man aber auch, dass wir noch nie so viele eigene Helfer am Start hatten, und auch die Schiedsrichter, die der Handballbezirk Darmstadt stellte, sowie der Landesverband im Hintergrund haben große Arbeit geleistet.“
Sportlich hatte das Turnier alles zu bieten, was den Handball-Sport ausmacht: Packende, hartumkämpfte Spiele, viel Tempo und Leidenschaft. „Dabei blieb es aber immer fair. Es war ein regelrechtes Handball-Fest, was wir hier erleben durften“, freute sich Gunter Eckart. Die Handballer legten bei allem sportlichen Ehrgeiz ein Höchstmaß an Fairness an den Tag, die Trainer und Betreuer arbeiteten engagiert an der Seitenlinie, aber immer mit Maß und Ziel. „Von dem Verhalten, das hier an den Tag gelegt wurde, können sich viele andere aktiven und Nachwuchsligen eine Scheibe abschneiden“, unterstrich der HHV-Präsident.
Allen Grund zu jubeln hatten die Mannschaften des gastgebenden Handball-Leistungszentrums und des Stützpunktes Hanau/Offenbach: Während das HLZ nach nur einem Punktverlust gegen Schwalm-Eder bei den Jungs ins Finale einzog, dort aber gegen den verlustpunktfreien Ersten der zweiten Gruppe Hanau/Offenbach mit 12:18 den Kürzeren zog, durften die Gastgeber im weiblichen Bereich jubeln. Im Finale setzte sich das HLZ mit 11:9 gegen Hersfeld-Rotenburg durch. „Wir haben tolle Spiele gesehen und ich bin mir sicher, dass wieder der ein oder andere Name in den Notizbüchern der Landesauswahl-Trainer steht“, bilanzierte Marcus Essinger und beendete einen langen, aber nicht zuletzt dank des großen Zuschauerzuspruchs und der Einbindung in den Hessentag kurzweiligen Turniertag.

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