E-Kaderturnier 2015

Bericht zum E-Kader-Turnier 2015

Bei der Siegerehrung feierten die Zuschauer auf der Tribüne die jungen Sportlerinnen und Sportler – und diese sich selbst. Zum Abschluss des Handball-E-Kader-Turniers, das das Handball-Leistungszentrum Bergstraße (HLZ) gemeinsam mit dem Hessischen Handball-Verband am Samstag ausrichtete, herrschte eine ausgelassene Stimmung in der Weststadthalle. Und die Trainer sowie die Verantwortlichen des Verbands waren sich einig: Dieser Tag war wieder Werbung für den Jugendhandball.
Zuvor wurde in der Weststadthalle sowie in der AKG- und der Geschwister-Scholl-Halle verbissen, aber stets fair und mit viel Spaß um den Turniersieg gekämpft. „Man hat heute vor allem eines wieder gesehen: Nur mit dem nötigen Spaß an der Sache, kann man auch erfolgreich sein. Dann kann man auch mal einen Fehler schneller abhaken und sich an der nächsten gelungenen Aktion wieder freuen“, meinte Armin Kük;belbeck, der im Namen des Bezirks Darmstadt bei der Siegerehrung sich an die Teilnehmer wandte. Organisator Marcus Essinger dankte Teilnehmern, Trainern sowie Helfern und vor allem den Schiedsrichtern, „die einen großen Anteil am reibungslosen Ablauf hatten“. Gleichzeitig überbrachte er die Grüße von Verbandspräsident Gunter Eckart, der auf Grund einer Zahn-OP verhindert war. „Die Qualit&ät der Spiele war ausnahmslos gut – und am Ende haben sich die spielstärksten Mannschaften durchgesetzt“, bilanzierte Essinger. Dass dabei „seine“ Mannschaften, die E-Kader des Handball-Leistungszentrums Bergstraäe, diesmal keinen Turniersieg verbuchen konnten, „ist dabei zu verschmerzen. Man muss auch mal anerkennen, wenn in einer anderen Region ein richtig guter Jahrgang am Ball ist“. Zumal die HLZ-Handballerinnen und –Handballer größtenteils dem jüngeren Jahrgang 2002 angehörten, die Siegerteams zahlreiche Spieler des Jahrgangs 2001 am Start hatten. „Gerade in diesem Alter macht ein Jahr in der Entwicklung viel aus“, ergänzte Claudia Richter, Sportliche Leiterin des HLZ, das dem AKG Bensheim angegliederten Schulsportzentrum zugehörig ist. „Natürlich hätte ich gerne mit einer Mannschaft gewonnen – gerade im weiblichen Bereich war das drin –, aber dazu waren wir letztlich nicht konstant genug“, so Richter.
Mit zwei weiblichen Mannschaften war das Leistungszentrum Bergstraße am Start und schaffte es mit der ersten Garnitur bis ins Endspiel. „Dabei war vor allem das erste Spiel gegen Frankfurt, das wir mit 20:8 gewonnen haben, überragend“, so Claudia Richter, die das Team gemeinsam mit Martha Logdanidou coachte. Aber nachdem die Vorrunde souverän als Erster abgeschlossen wurde, war ausgerechnet im Finale gegen Kassel I Sand im Getriebe und am Ende setzte es eine 12:15-Niederlage. „Unnöötig“, wie Richter fand. Die zweite Mannschaft des HLZ belegte Rang sechs im Endklassement.
Der mänliche E-Kader des HLZ hatte von Beginn an einen schweren Stand, bekam es gleich zu Beginn mit der im Nachhinein als „Übermannschaft“ anzusehenden Auswahl von Offenbach/Hanau zu tun. Dabei verlor das Team von Trainer Sergej Rybakov deutlich mit 3:17 und war dadurch nach der Vorrunde nur Zweiter, spielte damit gegen die Zweitplatzierten der beiden anderen Gruppen nur noch um Rang vier, belegte im Endklassement immerhin Rang fünf. Dass man die deutliche Auftaktschlappe nicht überbewerten sollte, war spätestens nach dem Endspielsieg der Hanauer klar: Dabei fertigten sie die bis dahin ebenfalls souverän auftretende Auswahl Wiesbadens mit 18:3 ab. „Solch eine Dominanz einer Mannschaft hatten wir noch nie beim E-Kader-Turnier. Da hat Hanau/Offenbach in diesem Jahr eine überragende Truppe zusammen, die sowohl technisch-taktisch als auch körperlich sehr weit ist“, meinte Marcus Essinger bei der Siegerehrung, bei der jeder Teilnehmer ein T-Shirt überreicht bekam und das obligatorische Gruppenfoto mit allen 250 Handballerinnen und Handballern der Abschluss eines überaus gelungenen Turniertags war.

Zurück zum Archiv.