Auf den Spuren der Profis

Trainingscamp des HLZ in den Osterferien

Die individuelle Entwicklung in Technik, Taktik und Athletik – das stand im Fokus des Trainingscamps des Handball-Leistungszentrums Bergstraße (HLZ) nach den Osterfeiertagen. An drei Tagen bot die dem Schulsportzentrum des AKG angeschlossene Institution Kindern zwischen 9 und 13 Jahren die Möglichkeit, in „ihrer“ Sportart den nächsten Leistungsschritt zu gehen, neue Impulse zu erhalten und vor allem mit Gleichgesinnten viel Spaß zu haben. Dass das seit vielen Jahren veranstaltete Camp in der Bensheimer Weststadthalle nichts von seiner Anziehungskraft verloren hat, zeigt die lange Nachrückerliste. „Wir sind ausgebucht“, musste die Sportliche Leiterin des HLZ und Lehrertrainerin am AKG, Claudia Richter, schon Wochen vorher Interessierten mitteilen. „Es macht keinen Sinn, wenn wir die Halle vollstopfen. Wir haben den Anspruch, ein gutes und auch intensives Training abzuhalten. Dem können wir nur gerecht werden, wenn die Halle nicht überläuft“, erläutert Sergej Rybakov. Der frühere Weltklasse-Spieler und erfahrene Trainer leitete gemeinsam mit Samira Schulz und Robert Vuletic – beides Sportwissenschaftler und ebenfalls schon lange im Stab des HLZ – das Camp.
Bei der Begrüßung der Teilnehmer erinnerte Vuletic daran, dass vor wenigen Jahren noch Jannik Kohlbacher selbst als Teilnehmer eines Camps in der Weststadthalle dabei war. Und der Kreisläufer, der auch in den regelmäßigen Trainingseinheiten des HLZ am Ball war, gehörte Anfang des Jahres zu den „Bad Boys“, die mit der Nationalmannschaft Europameister wurden. „Und auch Michael Allendorf, der sich leider kurz vor der EM verletzt hat und sonst auf Linksaußen gesetzt gewesen wäre, war hier schon“, fügte Sergej Rybakov hinzu, der beide Bundesliga-Profis – Kohlbacher spielt bei der HSG Wetzlar, Allendorf bei der MT Melsungen – über viele Jahre im Handball-Leistungszentrum trainierte.
Die Teilnehmer des diesjährigen Camps präsentierten sich „sehr ehrgeizig und haben gute Ansätze“, lobte der frühere russische Nationalspieler nach den drei schweißtreibenden Tagen. Dazwischen absolvierten die Jungs und Mädchen unterschiedlichste Übungen, arbeiteten an ihrem Deckungsverhalten, lernten neue Tricks für die Offensive, aber arbeiteten auch an Koordination und Kondition. „Koordinationsübungen sind vielleicht nicht ganz so beliebt, aber alle haben super mitgezogen. Und es hat sich ja auch beim Nachwuchs inzwischen herumgesprochen, dass eine gute Koordination die Grundlage für erfolgreichen Handball darstellt und gleichzeitig auch Verletzungen vorbeugt“, erläuterte Samira Schulz, die diesen Part überwiegend leitete. Um immer wieder neue Akzente und Reize zu setzen, nutzten die Trainer auch eher ausgefallene Trainingsgeräte, die in den Vereinen nicht unbedingt zur Verfügung stehen. Sei es bei Übungen mit der Handball-Pyramide oder den Air-Bodys, mit dem großen Schwungtuch, Pedalos, Therabändern und Rollbrettern oder natürlich mit dem Ball - „die Nachwuchshandballer hatten ein hohes Pensum, dieses aber hervorragend absolviert“, lobte Vuletic. Am letzten Trainingstag durften sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über einheitliche Camp-T-Shirts vom Hauptsponsor Sparkasse Bensheim freuen, die Siegermannschaft eines internen Turniers sowie die besten Siebenmeter-Schützen wurden sogar noch extra ausgezeichnet.

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