E-Kader-Turnier in Bensheim ein Erfolg

So hatten sich die Verantwortlichen des Handball-Leistungszentrums Bergstraße ihr Debüt als Ausrichter des E-Kader-Turniers des Hessischen Handball-Verbands vorgestellt: Die eigenen Mannschaften überzeugten mit starken Leistungen und die Gästeteams samt Trainer und Anhänger waren von der Organisation und dem Umfeld der Veranstaltung begeistert.

Am Sonntag, den 10. Juni, fanden erstmals in Regie des Handball-Leistungszentrums die Sichtungsturniere des Verbands für die E-Kadermaßnahmen in der Bensheimer Weststadthalle und der Halle der Geschwister-Scholl-Schule statt. Den Sichtern für die Hessenauswahl boten die Teilnehmer der Jahrgänge 1987 und 1988 durchweg starke Leistungen. Einige Spielerinnen und Spieler schafften den Sprung in die Auswahl.

Einig waren sich die Sichter auch, dass das E-Kader-Turnier als zweite Sichtungs- und Förderschiene neben den Bezirksauswahlen notwendig ist, damit möglichst alle Talente eine Chance bekommen.

Das Niveau - so der Tenor der Auswahltrainer - war bei diesem E-Kaderturnier kaum schwächer als bei der Hessensichtung der Bezirksauswahlen. Der Vorteil der E-Kader liegt darin, dass die Förderung über die Schulschiene auch andere Sportlerinnen und Sportler der Auswahl zuführt.

Die Verantwortlichen des HLZ und die Sichter des Verbands drückten am Ende ihr Bedauern darüber aus, dass einige E-Kader kurzfristig absagten. "Die E-Kadermaßnahmen machen nur Sinn, wenn mindestens einmal im Jahr auch die M/ouml;glichkeit einer Sichtung besteht. Ohne die Möglichkeit, in die Hessenauswahl zu kommen, macht ein E-Kader kein Sinn", ärgert sich HLZ-Geschäftsführer Marcus Essinger, dass andernorts die Talente um ihre Chance gebracht werden.

Sein Bedauern drückte Essinger auch darüber aus, dass die zuständigen Bezirksauswahltrainer nicht den Weg nach Bensheim fanden: "Hier hätte sich die Möglichkeit geboten, noch den ein oder anderen Spieler aus unserem E-Kader zu sehen und vielleicht auch in die Bezirksauswahl zu berufen. So haben wir jetzt die kuriose Situation, dass Spieler in die Hessenauswahl berufen wurden, die den Bezirksauswahltrainern nicht einmal bekannt sind. Hier muss eine engere Verzahnung geschaffen werden."

Nach taktischem 8:11 mit 12:8 zum zum Turniersieg - Bergsträßer gewinnen Kaderturnier

Tränen auf der einen Seite, Freudentänze auf der anderen. Das Endspiel der weiblichen E-Kader (Jahrgang 1987/88) am Sonntag in der Weststadthalle hatte es in sich, die Mädchen aus Darmstadt-Dieburg und aus dem Schwalm-Eder-Kreis schenkten sich nichts, so dass die Entscheidung erst im Siebenmeterwerfen fiel. "Das Endspiel war spannungsgeladen und hätte eigentlich keinen Sieger verdient gehabt", sah der Vize-Präsident Jugend des Hessischen Handball-Verbands, Hugo Sattler, einen Krimi zum Abschluss des Mädchen-Turniers.

Die Mannschaft des ausrichtenden Handball-Leistungszentrums Bergstraße, trainiert von Claudia Richter, musste sich mit dem dritten Platz zufrieden geben. "Aber die Mädchen haben sich wacker geschlagen, ich bin zufrieden", bilanzierte Claudia Richter.

Besser lief es beim männlichen E-Kader des Leistungszentrums. Die ersten drei Vorrundenspiele forderten die Spieler der beiden Trainer Horst Ober und Sergej Rybakov kaum. Da die traditionell starke Mannschaft aus der Wetterau, die beim Wettbewerb "Jugend trainiert für Olympia" Bundessieger wurde, ebenfalls dominant war und keine Federn ließ, war das letzte Gruppenspiel zwischen den beiden Ungeschlagenen entscheidend über den ersten Platz in der Vorrunde.

Da die Endspielteilnahme bereits sicher war, ließen es die Bergsträßer ruhig angehen und kassierten eine 8:11-Niederlage. Die Revanche ließ nicht lange auf sich warten. Im Endspiel agierte der E-Kader des Handball-Leistungszentrums druckvoll und legte eine zwischenzeitliche 8:2-Führung vor. Erst in der Schlussphase kamen die Wetterauer wieder besser ins Spiel, konnten den Turniersieg der Gastgeber, die 12:8 gewannen, aber nicht mehr gefährden.

"Besonders freut es mich und die anderen Trainer des HLZ, dass auch in diesem Jahr wieder einige Namen von Teilnehmern von uns in die Notizb¨cher der Hessenauswahltrainer gewandert sind. Besonders der Lampertheimer Denis Strubel überzeugt auf der Rückraum Mitte und wird in der Hessenauswahl eine Chance bekommen. Bei den Mädchen überzeugten vor allem Theresa Kurz, Franziska Eibner und Christina Erdmann, wobei es hier schwer fällt, Spielerinnen hervorzuheben", freute sich Claudia Richter über das gute Abschneiden.

E-Kader männlich des HLZ Bergstraße:
Michael Krämer, Thomas Elgert, Jan Hofer - Steffen Ober, Nico Dams, Sebastian Saul, Florian Blechschmitt, Christopher Wetzel, Julian Braun, Niklas Schmücker, Rene Maibaum, Oliver Gärtner, Andreas Eberle, Denis Strubel.

E-Kader weiblich des HLZ Bergstraße:
Nadja Zehnbauer - Theresa Kurz, Simone Schlösser, Christina Erdmann, Jutta Augustin, Franziska Eibner, Lisa Wolf, Sofie Rausch, Lisa Dams,Beate Kindinger.

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