Heiner Brand beruft Michael Allendorf in die Nationalmannschaft

Der gebürtige Lorscher steht heute in Wetzlar vor seinem Länderspiel-Debüt

Die Einladung zur Handball-Nationalmannschaft kam für Michael Allendorf aus heiterem Himmel. „Ich war total aufgeregt und bin es auch noch hier beim Lehrgang. Auch, weil es der Weltmeister ist. Das ist schon etwas anderes als bei den Junioren", sprudelte es aus dem 21 Jahre alte Linksaußen des Bundesligisten HSG Wetzlar heraus. Mit Herzklopfen reiste er am Montag in die unweit von Wetzlar gelegene Sportschule Grünberg. Doch mittlerweile ist die Nervosität der Vorfreude auf seinen ersten Einsatz im Trikot des Weltmeisters am heutigen Mittwoch (19 Uhr) gegen Rumänien gewichen. Zwar weiß der gebürtige Lorscher noch nicht, ob er auch spielt. Doch allein schon dabei sein zu dürfen, empfindet er als große Ehre. Zumal er sein wahrscheinlich erstes Länderspiel dann in der heimischen Rittal-Arena austragen kann. „Vor eigenem Publikum ist das extra toll", erklärte der Junioren-Vizeweltmeister von 2007, der sich vor Ort auch der Unterstützung von Eltern, Schwester und Freundin sicher sein kann. Heiner Brand hält von Allendorf eine Menge. „Er ist ein Mann mit Perspektive und ein sehr entwicklungsfähiger Spieler. Von Außen hat er für sein Alter schon ein sehr gutes Wurfverhalten. Natürlich muss er sich technisch noch weiterentwickeln, aber das ist normal in seinem Alter", sagte der Bundestrainer. Der Hochbegabte selbst sieht die Nominierung eher als eine kurze Stippvisite an. Auch, weil Brand auf einige Weltmeister wegen deren Europapokaleinsätze für Kiel und Hamburg verzichten muss. „Ich freue mich unheimlich darüber. Kurzfristig wird es aber wohl bei dem einen Mal bleiben. Mal sehen, wie meine Entwicklung weitergeht und wie es in ein paar Jahren aussieht", so Allendorf. Für die Saison-Höhepunkte mit der Europameisterschaft im Januar in Norwegen und den Olympischen Spielen im August sieht er sich eher in der Rolle des Zuschauers: „Das ist zu kurzfristig für mich. Aber es ist mein großer Traum, einmal bei Olympia spielen zu können". Dafür will sich der Youngster in seinem Verein weiter ins Zeug legen. Gerade erst verlängerte er in Wetzlar seinen Vertrag bis 2010. „Ich kann dort 60 Minuten spielen. Das war ein wichtiges Argument für meine weitere Entwicklung", sagte Allendorf,
(nach: Starkenburger Echo vom 26.09.2007)

Das Spiel endete mit einem 32:29-Sieg für die DHB-Auswahl. Michael kam nicht nur zum Einsatz, sondern er erzielte sogar seine ersten beiden Länderspieltore im Team von Heiner Brand.

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