Allendorfs wichtiger Wurf

Handball - Deutschlands U 20-Junioren gewinnen das EM-Finale gegen Schweden

Der Jubel kannte keine Grenzen: Die deutschen Handballjunioren haben am Samstag in Innsbruck das Endspiel der Europameisterschaften 24:19 (11:8) gegen Schweden gewonnen. Vor 2000 Zuschauern stand auch der Lorscher Michael Allendorf (HSG Wetzlar) die letzten 20 Minuten auf dem Parkett und hatte großen Anteil an dem Erfolg. Von seinen beiden Torwürfen landete einer am Pfosten, der andere im Netz - zum 21:16, nachdem die Skandinavier zuvor von 20:13 auf 20:16 (55.) verkürzt hatten.
Überragender Mann auf dem Feld war der deutsche Torhüter Jürgen Müller (HBW Balingen/ Weilstetten), der 23 Bälle hielt (darunter zwei Siebenmeter) und auch das Rezept für den DHB-Triumph verriet: „Wir haben die Stärken des schnellen Spiels der Schweden genau analysiert und bestens bekämpft." Aushängeschild der von Martin Heuberger und Wolfgang Sommerfeld betreuten deutschen Junioren war die Abwehr - nur acht Gegentore in der ersten Halbzeit sprechen eine deutliche Sprache.
Michael Allendorf trat bei dieser EM auf der Position des Linksaußen zeitweise aus dem Schatten des übermächtigen Uwe Gensheimer (SG Kronau/Östringen), der sich nicht immer wie gewohnt in Szene setzen konnte, aber ebenso wie Martin Strobel (Balingen/Weilstetten) ins All-Star-Team gewählt wurde.
(Starkenburger Echo vom 21.08.2006)


Allendorf nimmt's locker

Lorscher steht mit U 20-Team im EM-Halbfinale, hätte aber gern mehr Spielanteile

Das ungeschlagene Handballteam von Serbien-Montenegro hat zum Abschluss der Hauptrunde bei der U 20-Europameisterschaft im österreichischen Innsbruck seine weiße Weste verteidigt und gewann trotz eines Sieben-Tore-Pausenrückstands und Verletzungspech gegen Kroatien mit 25:21. Die Osteuropäer leisteten damit auch den deutschen Talenten Schützenhilfe. Denn hinter Serbien-Montenegro (6:0 Punkte) belegt Deutschland wegen des besseren Trefferverhältnisses ( + 7) gegenüber den punktgleichen Kroaten (0) den zweiten Platz in Gruppe II und trifft damit heute (17.) im Halbfinale um 17.30 Uhr auf Dänemark. Die andere Vorschlussrunden-Partie bestreiten ab 20 Uhr Schweden und Serbien-Montenegro.
Dem deutschen Team um Bundestrainer Martin Heuberger wurde damit die erste Niederlage nach 23 ungeschlagenen Spielen in Folge (28:29 gegen Serbien-Montenegro) nicht zum Verhängnis. Der anschließende 32:24-Erfolg über Weißrussland reichte, um weiter von einer Medaille träumen zu können. Die Finals stehen am Samstag um 16.30 und 19 Uhr auf dem Programm. Mit dabei möglicherweise auch Michael Allendorf. Der Lorscher hätte sich bei der EM bislang „zwar etwas mehr Spielanteile gewünscht. Aber solange wir Erfolg haben, ist das schon in Ordnung". So kann der Zwanzigjährige auch verkraften, dass er bislang nur in drei von fünf Begegnungen zum Einsatz kam. Nun hofft der Handballer des Bundesligisten HSG Wetzlar, dass mit dem Nationalteam der Coup gelingt - und dass er seine EM-Trefferquote mit bislang vier Toren in der „heißen Phase" noch erhöhen kann.
Denn Allendorf überzeugte bislang nur bedingt. Zum Auftakt gegen Norwegen (27:20) war er zwar drei Mal erfolgreich, in den beiden weiteren Spielen gegen Polen (27:21) und Kroatien (26:26) gehörte er nicht zum Aufgebot. In der Hauptrunde durfte der Lorscher wieder ran, blieb aber glücklos. Beim Erfolg gegen Weißrussland trug er sich einmal in die Torschützenliste ein.
(Starkenburger Echo vom 17.08.2006)

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