Training mit Vorbildern im Herbstcamp

Hautnah mit den Vorbildern trainieren konnten zuletzt 27 Handballerinnen und Handballer zwischen zwölf und 15 Jahren im Trainingscamp des Handball-Leistungszentrums Bergstraße (HLZ) in der Bensheimer Weststadthalle. Star der dreitägigen Veranstaltung: Nationalspieler Michael Allendorf, der es sich nicht nehmen ließ, extra für eine Trainingseinheit von Wetzlar, wo er seit zwei Jahren für die dortige HSG in der Bundesliga am Ball ist, an die heimische Bergstraße zu kommen.
"Ich komme immer wieder gerne ans HLZ. Ich habe hier sehr viel gelernt, hatte eine tolle Zeit und möchte gerne auch etwas zurückgeben", erinnerte sich der gebürtige Heppenheimer im Gespräch mit den Teilnehmern an seine eigene Zeit im Handball-Leistungszentrum zurück. "Von den technischen Fertigkeiten, die ich hier bei Trainern wie Sergej Rybakov gelernt habe, zehre ich noch heute", so der Europameister und Vize-Weltmeister mit der Junioren-Nationalmannschaft und zuletzt erstmals in das Weltmeisterteam von Bundestrainer Heiner Brand berufene Linksaußen.
Das Trainingscamp des Handball-Leistungszentrums hatte aber für die Teilnehmer noch deutlich mehr zu bieten: An allen drei Tagen standen Übungseinheiten in Kleingruppen auf dem Plan. Der Sportliche Leiter des HLZ, Lars Jung, und der Trainerstab mit Claudia Richter, Sergej Rybakov und Edina Rott arbeiteten intensiv mit den Spielerinnen und Spielern, die aus dem gesamten Bezirk Darmstadt den Weg nach Bensheim gefunden hatten. Zudem stand an einem Tag Junioren-Nationaltorhüterin Laura Glaser von der HSG Bensheim/Auerbach auf dem Parkett der Weststadthalle, gab Einblick in ihren Trainingsalltag, arbeitete mit den Torhütern und ließ es sich nicht nehmen, sich für ein Siebenmeterwerfen zwischen die Pfosten zu stellen.
Fehlerkorrektur per Video-Analyse, moderne Koordinationsübungen und Technik-Varianten beim Wurf standen auf dem umfangreichen Trainingsplan des HLZ-Teams. "Die Gruppe wusste schon im Vorfeld, dass wir hier nicht nur aufs Tor werfen und spielen, sondern vielmehr auch auf die Grundlagenausbildung Wert legen ­ genauso wie in den normalen Trainingseinheiten während der Schulzeit", erläuterte Lars Jung und bekam dabei Unterstützung durch Nationalspieler Michael Allendorf: "Ich glaube nicht, dass ich nur mit dem üblichen Vereinstraining so weit gekommen wäre. Im HLZ kann man einfach viel intensiver seine Stärken heraus- und die Schwächen abarbeiten. Dafür bleibt im normalen Jugendtraining in den Vereinen häufig nicht die Zeit", lobt der Bundesliga-Profi die Bensheimer Institution. HLZ-Geschäftsführer Marcus Essinger spielte diesen Ball aber auch gleich wieder zurück: "Wenn ein Spieler solch einen Ehrgeiz und Willen hat wie Michael, dann ist es für jeden Trainer sehr angenehm mit ihm zu arbeiten. Aber bei ihm kam auch noch das Talent und ­ was ganz wichtig ist ­ die Bodenhaftung dazu. Ich kenne keinen Trainer, der Michael Allendorf nicht gerne gecoacht hat."
In den drei Tagen des Trainingscamp des HLZ wurde zwar niemand zum Nationalspieler, aber alle Teilnehmer/innen konnten in den Übungseinheiten mit den erfahrenen Trainern eine Menge Anregungen mit nach Hause nehmen, die eigenen Fehler erkennen lernen und die Stärken weiter verbessern.

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