Simon Meister sagt ganz besonders Förderer Heribert Kittel Dank!

Groß-Rohrheimer vor Profikarriere in Flensburg

Viel Talent gepaart mit einer gehörigen Portion Selbstbewusstsein und Ehrgeiz, vielleicht noch etwas frech, aber unheimlich einsatzwillig so charakterisieren seine aktuellen und ehemaligen Trainer Simon Meister. Der 21-Jährige aus Groß-Rohrheim machte sich vor zwei Jahren auf, die (Handball)-Welt zu erobern. Gelandet ist er bei der SG Flensburg-Handewitt, dem Vizemeister der Bundesliga. Zuvor spielte er bei der TSV Auerbach und dem TSV Pfungstadt, mit dem er in der A-Jugend bis zur Südwestdeutschen Meisterschaft kam.

Der Handballsport ist für Simon Meister das Leben. In Flensburg trainiert er seit zwei Jahren unter absoluten Profi-Bedingungen, acht Trainingseinheiten pro Woche sind keine Seltenheit. Dass er noch nicht den Sprung in die Stamm-Mannschaft des Erstligisten geschafft hat, ist für Meister indes kein Beinbruch. Immerhin spielt er mit der zweiten Mannschaft der SG in der Regionalliga und ist dort als Spielmacher und Torjäger in Personalunion maßgeblich daran beteiligt, dass die "Zweite" vor dem Sprung in die 2. Bundesliga steht. "Wenn die erste Garnitur Deutscher Meister wird und die zweite Mannschaft in die Zweite Bundesliga aufsteigen würde, das wäre schon das Größte. Dann würde hier oben nicht nur ein Fass aufgemacht werden", sagt Simon Meister.

Den Grundstein für die steile Karriere des Theologiestudenten Simon Meister wurde durch die Talentförderung des Handball-Leistungszentrum Bergstraße (HLZ) gelegt. "Das HLZ und seine Trainer haben mich am meisten geprägt", ist Meister seinem größten Förderer und Cheftrainer Heribert Kittel dankbar.

Trotz seiner für einen Handballer nicht idealen Größe von nur 1,80 Meter kam der technisch versierte junge Mann nach seiner Jugend direkt in der Oberliga-Mannschaft des TSV Pfungstadt zum Zuge. Bereits im ersten Jahr packte Meister der Ehrgeiz - die Oberliga, zudem auf der Linksaußenposition, reichte ihm nicht mehr. Er spielte eine für einen Jugendspieler ausgezeichnete Saison, stellte sich dann aber in den Osterferien 1999 dem Bundesligisten SG Flensburg-Handewitt vor. Nein, er war nicht abgehoben und wollte direkt in die erste Liga. Er suchte sich mit Bedacht einen Erstligisten mit einer jungen, höherklassig spielenden Reserve. Kurzentschlossen rief er bei den SG-Verantwortlichen an, die ihn zum Probetraining einluden.

Bereits da wurde auch Erik Veje Rasmussen, der Erfolgstrainer der ersten Mannschaft auf das Talent aufmerksam. Nach einem halben Jahr der Eingewöhnung kam Simon Meister immer besser in Schwung und sorgt seitdem in der Wiking- Halle in Handewitt für Furore. Seinen ersten Bundesliga-Auftritt hatte er in Heimatnähe: Im März wirbelte er gegen den TV Großwallstadt in der Unterfrankenhalle Aschaffenburg. Welch große Stücke Rasmussen von Meister hält, zeigt, dass er auf der Spielmacherposition eingewechselt wurde. "Simon ist ein technisch brillanter Spieler mit viel Übersicht und vielen Variationen. Er macht mich als Trainer neugierig", lobt der dänische Trainer der SG Flensburg-Handewitt den Newcomer.

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