Nachwuchstraining unter Profi-Bedingungen

Camp des HLZ ein voller Erfolg

15 Stunden Training in drei Tagen, vier Trainer für 35 Sportlerinnen und Sportler, intensive Arbeit in Kleingruppen – das sind die Fakten des Trainingscamps des Handball-Leistungszentrums Bergstraße (HLZ) in den zurückliegenden Osterferien. Und trotz aller Anstrengung waren alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Spaß bei der Sache und die Trainer waren begeistert von der Einsatz- und Lernbereitschaft ihrer Schützlinge in der Bensheimer Weststadthalle.
Mit Robert Vuletic, Lisa Mößinger, Sergey Rybakov und Leon Brüning standen vier erfahrene Trainer auf dem Parkett der Weststadthalle und führten die Übungseinheiten mit abwechslungsreichen und für viele Teilnehmer auch neuen Inhalten. „Unser Ziel ist es, in den Camps auch neue Impulse zu setzen. Wir arbeiten drei Tage konzentriert mit den Handballerinnen und Handballern und haben dadurch die Möglichkeit, vielmehr aufs Detail zu achten, als es im Vereinstraining oder auch im normalen Training bei uns im Leistungszentrum möglich ist. Hier bei unserem Camp herrschen nahezu Profibedingungen“, erlätert der B-Lizenz-Inhaber und Sportwissenschaftler Robert Vuletic. Lisa Mößinger, frühere Bundesliga-Spielerin und ebenfalls B-Lizenz-Inhaberin kann dies nur bestätigen: „Was hier im Camp gelernt wird, kann das normale Jugendtraining kaum leisten.“ Dies zeige eine einfache Rechnung: Ein normales Jugendtraining dauere 1,5 Stunden und entsprechend wären die 15 Stunden Camp-Training in einer Dauer von zehn Wochen unterzubringen. „Und dann arbeitet man nicht in Kleingruppen, wie hier bei uns“, so Mößinger.
Dabei steht in den Übungseinheiten des Handball-Camps, aber auch in den normalen täglichen Einheiten des HLZ, das dem Schulsportzentrum Bergstraße am AKG Bensheim angeschlossen ist, mehr als das klassische Technik- und Taktiktraining auf dem Plan. Die jungen Spielerinnen und Spieler bekommen Elemente der Life-Kinetik näher gebracht, bei der die Gehirnhäften stärker verbunden werden und dadurch eine nachhaltige Förderung von Bewegungs- und Spielintelligenz erfolgt. Auch Core Performance, eine Trainingsmethode, mit der unter anderem auch die Nationalmannschaft arbeitet, wird immer wieder integriert. Leon Brüning, engagierter Jugendtrainer, der einen großen Teil seiner Ausbildung selbst am HLZ genoss, freute sich, dass auch die oftmals ungeliebten Übungen ohne Ball mit großer Ausdauer absolviert wurden: „Das ist nicht immer der Fall, zeigt aber, dass die Jungs und Mädels hier sich weiter entwickeln wollen.“
„Die Jugendlichen hier nehmen extrem viele neue Impulse mit und haben die oft ungewohnten Belastungsformen sehr gut umgesetzt“, war auch der frühere russische Nationalspieler Sergej Rybakov voll des Lobes über die Teilnehmer des Camps. „Zu einem kompletten Handballer gehört mehr als nur ein starker Wurf oder eine schnelle Täuschung, auch wenn solche Elemente ebenso wie variable Abwehraktionen natürlich auch intensiv trainiert wurden“, so Rybakov, der auch großn Wert darauf legte, dass bei allem sportlichen Ehrgeiz der Spaß nicht zu kurz kam: „Das gehört beim Sport ebenso dazu wie professionelles Training.“
So standen täglich verschiedene Spieleinheiten auf dem Plan, ebenso ein internes Turnier, eine Siebenmeterwettbewerb und in einem anspruchsvollen Koordinationsparcours ging es um Sekunden. Bei der Siegerehrung zum Abschluss des Trainingscamps waren die Teilnehmer, die aus zehn Vereinen der Region kamen, allesamt Gewinner. Es wurden nicht nur viele sportliche Impulse mitgenommen, sondern auch neue Freundschaften geschlossen. Es wurde nach nur drei Tagen ein Zusammengehörigkeitsgefühl deutlich, das für die Mannschaftssportart Handball ebenso elementar ist wie Technik und Taktik.

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