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Veranstaltungsübersicht des Auerbacher Synagogenvereins 2019

"Tage der offenen Tür"  an jedem 1. Sonntag im Monat von 15 bis 17 Uhr.

Alle Veranstaltungen finden in der ehemaligen Synagoge Bensheim-Auerbach statt, Bachgasse 28.
Die unten stehenden Veranstaltungen beginnen generell um 19.30 Uhr, Ausnahmen sind gesondert angegeben.

Klicken Sie hier auf Rückblicke über die Veranstaltungen der Jahre 2011- 2018 samt Zusatzmaterial:

2011 - 2012 - 2013 - 2014 - 2015 - 2016 - 2017 - 2018

Datum Thematik
 27.01.2019 "Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus"
 13.03.2019  Mitgliederversammlung mit Vorstandswahlen
 24.03.2019  Synagoge trifft Kirche. Konzert mit Orgel und Viola in der Ev. Michaelskirche
 28.03.2019 Veranstaltung der Geschichtswerkstatt Jakob Kindinger e.V. "Vergessene Künstler der NS-Zeit"
 10.04.2019 Vortrag von Elias S. Jungheim, Heidelberg: "Erich Fromms Judentum bis zum Jahre 1926"
 15.05.2019 Vortrag von Dr. Yuval Lapide, Weinheim: "Exil - Migration - Heimatverlust aus biblischer Sicht"
 12.06.2019 Liederabend mit der Kantorin Abby Gilad, Balkhausen: "Jiddische und Israelische Melodien mit Gitarre und Gesang"
 13./14.07.2019 Offene Synagoge beim Bachgassenfest am 13. und 14. Juli. Am 14.07. 17 Uhr Konzert mit Xylophon
  

 

Sonntag, 27. Januar 2019: 

"Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus"

Buchvorstellung durch die Autorin Sandra Grünwald

Sara GruenwaldWährend seit dem Auschwitz-Prozess vor allem auf die Täter und die Mitwisser gezeigt wird, werden allzu häufig die vielen Einzelnen vergessen, die nicht wegschauen konnten, die ihr Leben aufs Spiel setzten, um Menschen in Not zu helfen, die oftmals ihr Leben verloren bei dem Versuch, andere zu retten. Es sind viele Namenlose, die gegen Gewalt, Rassismus und Völkermord antraten, die eine Zivilcourage an den Tag legten, die uns auch heute noch Mut machen kann.

Eine dieser Namenlosen hat Saga Grünwald in ihrem Buch „So viele wie möglich“ dem Vergessen entrissen und hat ihr einen Namen gegeben: Maria. Die Rote-Kreuz-Schwester Maria geht ins Krakauer Ghetto und versucht mit den wenigen Mitteln, die ihr zur Verfügung stehen, den Menschen dort zu helfen. Als sie die Not vor allem der kleinen Kinder sieht, sucht sie nach einem Weg, sie aus dem Ghetto zu schmuggeln.

Die Autorin wird Ausschnitte aus ihrem Buch, das sie nach einer wahren Begebenheit geschrieben hat, vorlesen. Einleitende Worte über das Krakauer Ghetto wird Frau Dr. Köster-Loßack sprechen.

Saga Grünwald ist im Odenwald aufgewachsen und hat das Buch noch unter ihrem früheren Künstlernamen Sandy Green verfasst. Sie lebt inzwischen als Autorin und Journalistin in Solingen. Nach der Lesung wird sie gerne Fragen der Zuhörer beantworten.

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Mittwoch, 13. März 2019:

Mitgliederversammlung mit Vorstandswahlen


Der neue Vorstand 2019
                   Vorstand 2019

                    Wolfgang Mülller          Karlheinz Storch          Dr. Michael Löbl          Alfons Schmidt
                Hannelore Vold        Dr. Angelika Köster-Loßack       Gisela Reck         Christine Kettner


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Sonntag, 24. März 2019:

Konzert in der Ev. Michaelskirche: "Synagoge trifft Kirche"

Synagoge PlakatKalainowsky


Dieses Konzert ist Teil eines Veranstaltungsprogramms mit Werken für Viola und Orgel.
Semjon Kalinowsky (Viola) - Lübeck und Paul Kayser (Orgel) - Luxemburg, möchten mit ihrem Konzert dazu beitragen, die Synagogenorgel als große musikalische Tradition in Deutschland wieder zu beleben.
Der Kantor der Michelskirche, Konja Voll, begleitete mit dem "Oratorienchor Bergstraße" die Veranstaltung mit dem Gesang von Psalmen.



                                         Semjon Kalinowsky


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Donnerstag, 28. März 2019, 19.30 Uhr:

Vortrag mit Lyrik und Musik: "Vergessene Künstler der NS-Zeit"

Eine Veranstaltung der Geschichtswerkstatt Jakob Kindinger e.V.

Lyrik und MusikDie Geschichtswerkstatt Jakob Kindinger e. V. erinnert in jedem Jahr im März an die Ermordung von 12 Gestapo-Gefangenen am Bensheimer Kirchberg. Diesmal geht es in der ehemaligen Synagoge in Auerbach um Maler, die in der NS-Zeit nur im Verborgenen arbeiten konnten.

In ihrem Bild-Vortrag geht Veronika Drop der Frage nach, was mit den jungen Künstlern, die um 1900 geboren und noch nicht etabliert waren, im  Nationalsozialismus geschah. Sie passten sich an oder gerieten ins Abseits. Wie geht einer damit um, dessen Kunst man verunglimpft als „Ausgeburt des Wahnsinns“? Bilder wurden als Frechheit bezeichnet, Künstler als Nichtskönner beschimpft oder als entartet verunglimpft. Sie wurden in ihrer künstlerischen und damit auch seelischen Entfaltung gehemmt. Wie reagierten die damals jungen Künstler auf Arbeits- und Ausstellungsverbot? Konnten sie überhaupt ihre künstlerische Identität erhalten oder erst finden? Passten sie sich an? Versuchten sie, möglichst nicht aufzufallen? Wie sah ihr künstlerischer Widerstand aus?
In der Veranstaltung wird z. B. Reinhard Schmidhagen (1914-1945) genannt, der heute noch durch seine Holzschnitte über die Gräuel des Krieges bekannt ist und dessen Werke vor allem im Kunstmuseum in Bochum zu finden sind und in jüngerer Zeit auch ausgestellt wurden. Auch war er befreundet mit berühmten Zeitgenossen wie der Bildhauerin und Malerin Käthe Kollwitz. Reinhard Schmidhagen hatte mehrfach Grund, bei den Nazis anzuecken:  Seine Kunstrichtung war nicht erwünscht und er war homosexuell. Er half sogar verfolgten jüdischen Familien etwa mit Lebensmitteln und malte Bilder, die eigentlich antifaschistisch waren..
Künstler schufen zwangsläufig nach 1933 eine Kunst, die banal und trivial war, aber akzeptiert. Um einer Verhaftung zu entgehen, verschlüsselten manche Künstler ihre Werke, bedienten sich der Allegorie für ihre öffentlichen Bilder. Im Geheimen entstanden oft große Werke, die versteckt werden mussten und später noch oftmals den Bomben zum Opfer fielen.

Begleitet wird der Vortrag durch die Sängerin Bernadette Pack und den Musiker Alexander Peschko. Bernadette Pack singt und spielt Instrumente wie Shruti-Box und Organetto, Alexander Peschko Akkordeon. Die Vortragenden wollen durch ihre Darbietung die Zuschauer mit vielen Sinnen, nicht nur intellektuell, sondern auch emotional ansprechen.
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Mittwoch, 10. April 2019:

Vortrag von Elias S. Jungheim, Heidelberg: "Erich Fromms Judentum bis zum Jahre 1926"

JungheimIn seinem Vortrag wird Fromms bisweilen von der Wissenschaft vernachlässigter jüdischer Hintergrund beleuchtet: Erich Fromm wurde in ein jüdisch-orthodoxes Umfeld hinein geboren. Das heißt, dass ihn Bibel- und Talmudunterricht, die Speisegesetze sowie die strenge Einhaltung des Shabbats von Kindesbeinen an prägten. Damit unterschied er sich jedoch stark von der Großzahl seiner jüdischen Zeitgenossen, die in bereits assimilierten Familien das eigene Judentum meist erst in Form einer jugendlichen Rebellion kennenlernten. Wie sich die Melange aus Orthodoxie und Bürgertum im Alltag äußerte, welch signifikante Rolle das Judentum für ihn spielte und vor allen Dingen, welchen Judentümern der junge Erich Fromm begegnete, soll im Vortrag deutlich werden.

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Mittwoch, 15. Mai 2019:

Vortrag von Dr. Yuval Lapide, Weinheim: "Exil - Migration - Heimatverlust aus biblischer Sicht"

Lapide 2019

Schon verschiedene Male war Dr. Lapide als Referent bei uns. Erinnert sei an die Betrachtungen über den Chassidismus, über die Kabbala oder über die Existenz des Bösen.

Im Folgenden stellt er sein neues Thema selbst vor: „Die Bibel berichtet dem aufmerksamen Leser in ihren vielen bunten Erzählungen eine Fülle über die Sicht Gottes zu Exil und Heimatverlust. Dieses Doppelphänomen zieht sich wie ein heiliger roter Faden durch die zahlreichen Berichte über das erwählte Volk Gottes. Im Vortrag werden die vielfältigen relevanten Passagen der Bibel im Hinblick auf ihre theologischen Aussagen zu Landbesitz und Landaufgabe vorgestellt … Die Hörer und Hörerinnen erwartet viel neues Wissen aus alten Texten, … aus der zeitübergreifenden Perspektive des Wortes Gottes.“

Der jüdische Bibelexperte präsentierte während seines kurzweiligen, spannenden Vortrags die Botschaft der Bibel zu diesem aktuellen Thema anschaulich und authentisch.

Yuval Lapide wurde 1961 in Jerusalem geboren, seine Eltern sind die bekannten Religionsgelehrten Pinchas und Ruth Lapide. In Frankfurt a.M. schloss er seine Schulzeit ab und absolvierte eine Ausbildung zum Bankkaufmann. Danach studierte er rabbinische Bibelexegese sowie mittelalterliche jüdische Philosophie und Mystik. Nach jahrelanger Banktätigkeit „tauschte er Beruf gegen Berufung“. Er sah seine Aufgabe in der „Wissensvermittlung des jüdischen Glaubens an seine jüngeren christlichen Glaubensgeschwister“.

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Mittwoch, 12. Juni 2019

Liederabend mit der Kantorin Abby Gilad, Balkhausen

"Abend mit jüdischen, israelischen und hebräischen Liedern"

Abby GiladAbby Gilad ist eine jüdische Sängerin und Erzieherin, die sowohl in Kalifornien, U.S.A., als auch in Jerusalem aufgewachsen ist. Sie stammt aus einer traditionellen orthodoxen Familie und war tief im jüdischen Lernen verankert.
Als Erwachsene ließ sie die strengen Einschränkungen religiöser Regeln, auf der Suche nach ihrem eigenen Verständnis des Judentums, hinter sich.
Über viele Jahre hat sie viele Seminare und religiöse Feiern geleitet, die vom Judentum als Zentrum der Weisheit ausgehen, aber auch eine universelle Botschaft enthalten.
In Los Angeles hat Abby Gilad zehn Jahre an einer jüdischen Schule als Lehrerin für hebräische Musik und ihre Funktion im Prozess des Glaubens unterrichtet. Sie lehrte die Kinder jüdische, israelische und hebräische Lieder, die sie mit der Gitarre begleitete, und sie leitete die jüdischen Gebete.
Für den "Temple Israel of Hollywood" hat sie acht Jahre lang an den hohen Feiertagen als Kantorin gesungen und wurde in der Region Los Angeles auch von vielen anderen Synagogen verpflichtet.
Zur Zeit lebt sie mit ihrem Partner Cornelius in Deutschland und wünscht, sich mit der deutschen Gesellschaft, als Jüdin und als Mensch, zu verbinden,

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Samstag und Sonntag, 13. und 14. Juli 2019, jeweils 15 bis 18 Uhr:

"Offene Synagoge" während des Bachgassenfestes"Jacobobitz

Am 14. Juli fand ein Xylophon-Konzert in der Synagoge mit Alex Jacobowitz statt.
Der amerikanisch-israelische Virtuose wurde 1960 in New York geboren. Während seines Musikstudiums verliebte er sich in den besonderen Klang des Xylophons. Er wollte ein Weltklasse-Xylophonist werden. Nach einem Jahr mit dem Jerusalem Symphony Orchestra ließ er das Leben als Orchestermusiker hinter sich und ist seither auf der ganzen Welt als Solist tätig. Für den gläubigen Juden ist Musik eine Sprache, die ihm den Schöpfer näher bringt. Deshalb gilt sein Streben nicht nur nach Liebe zur Musik, sondern der steten Suche, den Dienst der Hände mit der Ergebenheit des Herzens zu vereinen.
Der Künstler spielte Werke aus der Klezmer-Tradition, israelische und jiddische Lieder sowie Melodien aus der hebräischen Liturgie.

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